Food Kuchen, Torten und Törtchen

Der Kuchen meiner Kindheit: Wiener Nusskuchen

21. März 2014
Gugelhupf

Meine Damen und Herren, hier sehen Sie den Kuchen meiner Kindheit und Mini-Nadine im zarten Alter irgendwo zwischen eins und zwei, kurz nach dem ich meine Finger in das eiskalte Wasser des Brunnens vor mir getaucht habe. Dieses Foto hängt im Büro meiner Mutter und jedes Mal, wenn ich es genauer betrachte, freue ich mich darüber, wie sehr ich darauf strahle. Wie unbekümmert ich bin, frei von sämtlichen Sorgen, unschuldig und irgendwie doch schon ein wenig verschmitzt. Manchmal wäre es großartig, dieses Gefühl wieder aufleben lassen zu können, oder?

Ich hab das letztes Wochenende versucht, in dem ich den Kuchen meiner Kindheit wiederbelebt und ins Jetzt befördert habe – den Wiener Nusskuchen. Den Kuchen, der in meiner Familie früher bei nahezu allen Geburtstagen auf dem Kaffeetisch stand und an dessen Geschmack ich mich auch heute noch ziemlich gut erinnern kann.

Gugelhupf

Wiener Nusskuchen

Zutaten
für eine große Gugelhupfform oder eine Springform mit 26 cm Durchmesser
sechs Eier (Zimmertemperatur)
180 g weiche Butter
150 g Zucker
150 g Schokostreusel
200 g gemahlene Haselnüsse
120 g Mehl
ein halbes Päckchen Backpulver
ein gehäufter Esslöffel Vanillezucker
etwa 100 g Vollmilch- oder Zartbitterschokolade für die Glasur

Den Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Die Eigelbe mit der Butter und dem Zucker ein paar Minuten schaumig schlagen. Die Schokostreusel, die Haselnüsse, das Mehl, das Backpulver und den Vanillezucker vermischen und unter den Teig rühren. Zum Schluss vorsichtig den Eischnee unterheben, den Teig in eine große Gugelhupf- oder Springform füllen und für ca. eine Stunde backen. Wenn an einem Holzstäbchen keine Teigreste mehr kleben bleiben, ist er gut. Nun vollständig abkühlen lassen und dann mit der über dem Wasserbad geschmolzenen Schokolade glasieren.

Nusskuchen

Habt ihr auch so einen Kuchen, den es in eurer Kindheit ständig gab? Ich fand das Gefühl ganz wunderbar, nach so langer Zeit quasi in meine Erinnerung beißen zu können. Und vor allem war es wunderbar, als mein Bruder den Kuchen probierte und meinte, er schmecke genau wie früher…

Habt es schön!
Nadine

Meine Gugelhupfform ist von EDEKA. Ich habe mal recherchiert, die bekommt ihr auch online.
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25 Kommentare

  • antworten catousprovinznotizen 21. März 2014 at 6:08

    Liebe Nadine,
    der Kuchen meiner Kindheit ist auch ein Nusskuchen. Den hat die Oma meiner ältesten Freundin immer gemacht, und auch wenn Oma Anni inzwischen über 90 ist, ist er immer noch mein Lieblingskuchen bei allen Festen in der Familie meiner Freundin.
    Liebe Grüße,
    Catou

  • antworten Nadine 21. März 2014 at 6:12

    Da bekomm ich gerade eine Gänsehaut ♥ Wie schön ist das denn?

  • antworten Sabine/Dino-Bären 21. März 2014 at 6:34

    Danke für dein Rezept, das werde ich sicher mal nachbacken. Bei uns gibt es seit meine Tochter etwa 2 war (jetzt ist sie 35) immer an ihrem Geburtstag Gewürzkuchen, und den am liebsten in einer von mir getöpferten Herzform. An meinen Kindergeburtstagen gab es Amerikaner und einen Haselnußcremekuchen (könnte ich ja auch mal backen!)

    LG Sabine

  • antworten Nadine Beckmann 21. März 2014 at 7:03

    Liebe Nadine, was für ein süßes Foto von Dir! Hach, das waren noch Zeiten. Kind sein ist schon was tolles 🙂 Meine Oma hat auch immer Nußkuchen für uns Kinder gemacht. Sooo lecker! Mag ich heute auch noch. LG & ein schönes Wochenende, Nadine

  • antworten Armida Darja 21. März 2014 at 7:12

    Hallo Nadine, das Foto ist einfach süß. Der Nusskuchen schaut superlecker aus.
    Liebe Grüße
    Armida

  • antworten Lisa 21. März 2014 at 8:02

    Das finde ich so eine schöne Idee – es ist nicht einfach nur ein Rezept, sondern die persönliche Geschichte dahinter, die diesen Post so wunderbar macht. Mit so viel Liebe! Es ist immer wieder eine Freude von dir zu lesen 🙂
    Alles Liebe, Lisa <3

  • antworten Nadine von Live Love Bake 21. März 2014 at 8:28

    Guten Morgen Nadine!
    Das Foto von Dir ist so süß! Meine Oma hat auch immer Nusskuchen gebacken… ich glaube, der war damals Trend ;). Aber schmeckt auch super lecker! Dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße,
    Nadine

  • antworten DANANE 21. März 2014 at 9:16

    Wenn ich weinende Kinder sehe, dann denke ich immer: "ach, ihr mit euren kleinen Sorgen." Aber das sind dann die Sorgen in ihrem eigenen Universum. Die genauso wichtig sind wie unsere. Aber ja, du hast vollkommen Recht. Ich frage mich wie es sich wohl anfühlt, wenn wir jetzt diese damalige Unbekümmertheit hätten. Ob wir vor lauter Glück auf der Strasse tanzen würden? … Die Vorstellung ist toll.
    Ich habe gestern auch ein wenig darüber nachgedacht. Einfach mal im Supermankostüm auf die Strasse gehen. Unbekümmert. 🙂

    Liebste Grüße & ein schönes Wochenende

  • antworten Miss.Tammy 21. März 2014 at 9:41

    Das Bild ist zum Auffressen süß. Die Tochter von meiner Freundin schaut so auch sehr oft, habe ich inzwischen einige Male festgehalten *yeah*. Der Kuchen klingt verführerisch, allerdings dank Haselnussallergie unmöglich für mich und mit Mandeln ersetzen ist blöööde 😀 Bei der Oma gab's Hefezopf und einen Obstkuchen (Biskuitboden mit Vanillepudding und dann Kiwi, Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren drauf).

  • antworten Theresa 21. März 2014 at 10:04

    Liebe Nadine, das Foto von dir ist wirklich zuckersüß! Und der Kuchen klingt auch großartig! Mein Kindheitskuchen ist der Russische Zupfkuchen meiner Mutter, es gibt einfach nichts Besseres! 😉 Hab ein schönes Wochenende! Liebe Grüße, Theresa

  • antworten Assata Frauhammer 21. März 2014 at 10:44

    Liebe Nadine, du siehst sooo goldig aus <3 Der Kuchen ist ganz ähnlich wie der, den es bei uns immer immer gibt – wir nennen ihn Dorothees Lieblingskuchen, wie er in einem alten Landfrauenbackbuch heißt. Den gibt es zu jedem Geburtstag und alle Freunde und Verwandte haben ihn auch schon mal bekommen. Und ich liiiiebe ihn! hach…
    Hab ein wunderbares Wochenende!
    Assata

  • antworten Fräulein Nani 21. März 2014 at 10:46

    Ohh Kuchen meiner Kindheit, da fällt mir Omas Kuchen ein!! Hach….
    Und damals warst Du auch schon so bezaubernd wie heute :-*

  • antworten Petra K. 21. März 2014 at 12:21

    oh welch ein süßes Foto von Dir ♥
    Danke für´s Rezepte teilen ♥
    Der sieht super lecker aus ;o)
    LG Petra

  • antworten Karin 21. März 2014 at 13:10

    Sieht sehr lecker aus <3 Den werde ich auf jeden Fall mal im Hinterkopf behalten.
    Der Kuchen meiner Kindheit ist definitiv der Marmorkuchen mit Schokoglasur. Den hat meine Mutter fast jeden Samstag gebacken und am Sonntagnachmittag war er schon komplett aufgegessen. Liebe Grüße, Karin

  • antworten Nadine 21. März 2014 at 17:54

    Hallo! 🙂 Habe diesen Kuchen gerade für meine Familie gebacken – und sie waren total begeistert!! Das hat mich so gefreut, das glaubst du gar nicht. Vielen Dank für das Rezept! Die klassischen Küchchen begeistern noch immer am meisten. Einen schönen Tag! 🙂

  • antworten madmoiselle bambini 21. März 2014 at 19:15

    Hach, das Bild von dir ist zuckersüß! Der Kuchen sieht natürlich auch echt fein aus! 😉
    Liebe Grüße,Sarah

  • antworten Goldengelchen 21. März 2014 at 20:10

    Ha, mein Kuchen meiner Kindheit (und immer noch mein Lieblingskuchen) ist auch ein Nusskuchen:
    Prager Nusskuchen
    Von den Zutaten lesen sich die beiden Kuchen sogar relativ ähnlich, nur dass in meinen keine Schoki rein kommt und man bei der Zubereitung auch die Eier nicht trennen muss.
    Der Kuchen ist auch so ein Familienrezept, meine Omi hat den schon früher immer gebacken, danach meine Mutter und ich backe ihn jetzt auch bei jeder passenden Gelegenheit 🙂
    Viele Grüße (und ein süßes Foto 🙂
    Goldengelchen

  • antworten Jana 21. März 2014 at 20:26

    Super lecker sieht der Kuchen aus! Die Momente wenn Erinnerungen aufgefrischt werden und man sich in der Zeit zurückgesetzt fühlt, sind doch immer wieder wundervoll 🙂
    Ein Kuchen meiner Kindheit ist wohl der Frankfurter Kranz. Da mein Opa diesen Kuchen geliebt hat, gab es ihn auf nahezu jeder Feier bei ihm. Da ich sowieso ein Fanatiker von Krokant bin, ist dieser Kuchen immer noch einer meiner Lieblinge!
    Liebe Grüße,
    Jana

  • antworten Julia 21. März 2014 at 21:18

    Liebe Nadine,
    das ist wirklich ein wunderbares Bild von dir! Total süß und frech sieht das aus und ich würde deine kleine Version direkt klauen. Und die große, also dich, gern mit.:) Am letzten Wochenende beim Blogst BarCamp musste ich doll an die Konferenz im Herbst denken und fand es wieder schade, dass ich dich nicht eher ansprach, denn es war so schön, zwischendurch kurz mit dir zu plaudern!
    Mein Kindheitskuchen ist der Marmorkuchen meiner Oma oder der Schokoflockenkuchen von Mama. Meine Liebe zu Schokolade hat eben Tradition!
    Ein wunderbares Wochenende und viele liebe Grüße für dich
    Julia

  • antworten fraeuleinvomamtskuechenabenteuer 22. März 2014 at 13:38

    Liebe Nadine!
    Der Kuchen sieht echt lecker aus. Bei uns gab es früher auch häufig Topfkuchen, gerne auch einen Nusskuchen.
    Witzig – meine Mutter und ich haben uns letztens auch über Familien-Kuchenklassiker unterhalten. Glückwünsch, dass es Dir gelungen ist, denn Geschmack soo genau zu treffen. Ich habe manchmal ehrlich gesagt einfach Angst vor dem Vergleich und backe zum wiederholten Male meine Klassiker oder etwas Neues. Dabei gelüstet es uns soo nach Omas Nusstorte (Nussmürbeteig mit Sahne). Da Oma aber immer mehr mit Gefühl als nach Rezept gebacken hat, haben wir (meine Mama der es genauso geht und ich) uns leider noch nicht dran gewagt. Und noch hat man doch die Zeit nachzuhaken und zu fragen. Zum Glück habe ich vor einiger Zeit mal einen Ordner mit den Lieblingsbackrezepten unserer Familie & Freunde erstellt, so dass diese Klassiker nicht verschwinden. Meine Schwester hat auch bei meiner anderen Oma einen Frankfurter Kranz-Backkurs erhalten.
    Viele Grüße Mareike

  • antworten Flowerstar 22. März 2014 at 20:14

    Aww, was für ein herziges Bild! Du warst ja ein unglaublich knuffiges Kind :). Es wäre zwar irgendwie schön, noch mal so unbeschwert sein zu können wie als ganz kleines Kind, aber ganz ehrlich, ich mag eigentlich nicht wieder jünger sein. Das alles noch mal machen? Nein, danke!

    Mein Kindheits-Lieblingskuchen ist der erste Kuchen, den ich selber backen lernte, aus einem Kinderbackbuch. Das ist bis heute der leckerste Zitronenkuchen, den ich kenne, und ich backe ihn auch heute noch gern :).

    Liebe Grüße,
    Mareike

  • antworten Marlene B 24. März 2014 at 14:01

    Nusskuchen mag ich zwar nicht aber die Bilder sehen wie immer toll und super lecker aus 🙂 ! Mein Kindheitskuchen war Käsekuchen mit Rosinen und Zitrone.
    Obwohl ich die Zitronen gehasst habe 🙂

  • antworten Tulla and Catie 25. März 2014 at 21:15

    Total süsser Post! Und wie niedlich, dass dein Bruder meinte, der Kuchen schmeckt wie früher :).
    Das Rezept hört sich sehr lecker an, und ich werde ihn gleich morgen mal ausprobieren. Mein Kindheits-Lieblingskuchen ist auch Nusskuchen von meiner Oma und Marmorkuchen! Die Tortenplatte dazu sieht klasse aus, vielen Dank für den Hinweis, wo man sie kaufen kann!
    Liebste Grüße,

  • antworten charlotte 28. März 2014 at 20:39

    Gugelhupf geht sowieso immer, das Rezept klingt superlecker. Als Wahl-Wienerin muss ich den dann wohl mal dringend nachbacken 🙂

  • antworten Anonym 8. Dezember 2015 at 10:52

    Hallo,

    ich habe den Kuchen nun schon öfter gebacken. Klasse Reezept! Nun will ich ihn am Donnerstag meinen Arbeitskollegen mitbringen. Bleibt er wohl frisch, wenn ich ihn schon heute Abend backe? Wie lagert man ihn am besten?

    Danke!

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