Inspiration Kolumne

Hallo 2017 – Von meiner Auszeit, mehr Akzeptanz und der Neujahresmotivation {#Gedankenliebelei}

13. Januar 2017

balance

Da bin ich wieder. Nach sechs Wochen Auszeit von der Arbeit und einem Monat Blogpause beginne ich heute ein neues Kapitel Dreierlei Liebelei. In meiner Kolumne, die meine Auszeit ankündigte, begann ich den Post noch mit den Worten „Ich tauge eigentlich nicht allzu gut als Vorbild in Sachen Entschleunigung“, aber heute sehe ich das anders. Die Dinge ändern sich und nur, weil etwas schon immer so war, heißt das nicht, dass es auch so bleiben muss. Nachdem ich wochenlang hemmungslos in den Tag hinein gelebt und fast ausschließlich (inkl. ein paar Rückfällen) nur das, worauf ich Lust hatte, gemacht habe, habe ich wieder gelernt, auszuschalten. Die Seele baumeln zu lassen. Es war sozusagen eine Kur, die ich gebraucht habe und ich bin froh, es mir erlaubt zu haben.

Schnee im Schwarzwald

Meine Auszeit

Wenn ich diese sechs Wochen jetzt Revue passieren lasse, habe ich aus eurer Sicht überhaupt nichts „Sinnvolles“ mit meiner Zeit angefangen. Ich habe weder unseren Keller aufgeräumt, noch besonders viel Sport getrieben oder mir ein neues Hobby gesucht. Mein Auto ist immer noch schmutzig und den hinteren Scheibenwischer, den mir jemand abgerissen hat, habe ich auch noch nicht reparieren lassen.

Ich habe stattdessen Monopoly mit Lieblingsmenschen gespielt. Ich habe Erdnüsse geschält und mich einzig und alleine auf die Nüsse konzentriert. Ich habe zwölf Bücher gelesen. In der Therme mit dem Liebsten an der Poolbar auf das Leben angestoßen. Ich stand im Garten und habe mir den ersten Frost, der in der Sonne glitzerte, angeschaut. War lange spazieren – alleine und mit Begleitung. Hab schrumpelige Finger in der Badewanne bekommen. Ich war auf dem Spielplatz schaukeln. Ein Mal bin ich um 16.30 Uhr ins Bett gegangen, weil ich müde war und habe zwölf Stunden geschlafen. Ich habe darauf gehört, was mein Körper braucht und es mir ohne Verurteilung zugestanden.

Schnee im Schwarzwald

Ich habe komplett ohne schlechtes Gewissen teilweise überhaupt nichts getan. Die ersten drei Tage meiner Auszeit habe ich ehrlich gesagt nur auf dem Sofa gesessen, um erst mal zur Ruhe zu kommen und meine Gedanken und Ängste zu sortieren. Mehr wollte ich nicht. Und plötzlich kam die Motivation zurück, etwas zu unternehmen. Wenn man nicht MUSS, sondern möchte, geht einem auch direkt alles viel leichter von der Hand. Zwischendurch habe ich mir auch überlegt, ob ich wieder wegfliegen sollte, wie damals, als ich meinen letzten festen Job gekündigt habe. Aber das war nicht das, was ich brauchte. Was ich gebraucht habe, war Zeit mit mir alleine, um mir darüber klar zu werden, was mir eigentlich fehlt. Eine Reise mit neuen Eindrücken hätte mich nur zu sehr abgelenkt.

In meiner Neujahreskolumne vom letzten Jahr, habe ich davon gesprochen, dass es da eine Sehnsucht in mir gibt und ich weiß nicht, wonach. Jetzt ist diese Sehnsucht weg – ich habe gefunden, wonach ich gesucht habe. Mich selbst. Ich war auf der Suche nach meiner eigenen Stimme. Nach Freiheit. Ich habe mir zwar in den letzten Jahren meinen Traumjob erschaffen und kann machen, was ich will, aber ich war doch noch viel zu sehr fremdbestimmt. Wollte es allen recht machen und habe mich selbst irgendwo auf der Strecke verloren.

In fließenden Gewässern spiegelt man sich nicht. Nur in stehenden.

 

Durch das Stehen-Bleiben habe ich meine eigene Stimme wieder gehört. In fließenden Gewässern spiegelt man sich nicht. Nur in stehenden. Das habe ich kurz vor meinem Entschluss zur Auszeit in Eat Pray Love gelesen und es hat mich berührt. Warum handele ich so, wie ich handel? Warum rutsche ich immer wieder in diesen Strudel, in dem ich nur noch aushalte und nicht mehr bin? Aus diesem Grund hab ich mir bewusst sehr sehr viel Zeit nur mit mir selbst genommen, stundenlang nachgedacht, in meinem Unterbewusstsein gekramt, angefangen Dinge zu hinterfragen. Und letztlich angefangen, meinen Weg zu akzeptieren.

Wir alle wollen immer höher, schneller, weiter, immer besser werden. In meinem Fall als Blogger: mehr Follower, mehr Werbepartner, perfekte Fotos. Man kommt niemals an, weil es immer Luft nach oben gibt. Es geht aber nicht darum, immer besser zu werden und die perfekten Bilder abzuliefern. Es geht darum, dass ich das mache, woran ich Spaß habe. Tag für Tag. Wenn man das macht, wird man automatisch besser, ohne sich dafür anstrengen zu müssen, weil man Spaß am lernen hat und alles aufsaugt, was mit dem Thema zu tun hat. Man muss es einfach machen und darauf vertrauen.
 

Die eigenen Ängste und Erwartungen anderer

Ich möchte das Bloggen nicht mehr als meine Arbeit sehen. Ich blogge, weil ich es liebe und deshalb verdiene ich damit meinen Lebensunterhalt. Nicht andersherum. Die ganzen Gedanken, die ich mir ständig gemacht habe, der Druck, den ich mir selbst auferlegt habe, das alles versuche ich hinter mir zu lassen. Im Jetzt leben und fühlen, sich nicht von Ängsten oder Erwartungen anderer beeinflussen lassen. Das habe ich in den letzten sechs Wochen geübt und das möchte ich beibehalten. Weil morgen evtl. ein Unglück passieren könnte, muss ich mir davon ja heute nicht den Tag vermiesen lassen. Sorgen kann ich mir auch dann noch machen, wenn es einen echten, greifbaren, unmittelbar bevorstehenden Grund gibt. Und selbst dann habe ich mittlerweile genug Erfahrungen, um darauf zu vertrauen, dass die Situationen, die sich wie das Ende anfühlen, oft eigentlich nur der Anfang von etwas Neuem sind.

Schnee im Schwarzwald

Ich kann meinen Job nur dann gut machen, wenn ich mir selbst Raum für Inspiration gebe. Wenn ich mich frei von allem mache, was mich klein hält. Und jeder von uns weiß, wie klein einen Ängste und quälende Gedanken machen. Wer setzt uns denn diese Grenzen? Nur wir selbst. Also können wir die Grenzen auch überschreiten. Jeder von uns trägt selbst die Verantwortung für sein Glück. Und jeder von uns kann sich aussuchen, wie er leben möchte – niemand hat das Recht, es uns vorzuschreiben. Dafür hat jeder seinen eigenen Willen bekommen. Jeder, der etwas Neues geschaffen hat oder Trends gesetzt hat, musste etwas anders machen, als alle anderen. Vertraut auf euer Gefühl! Euer Weg kann gar nicht falsch sein, denn es ist euer Weg. Falsch ist es lediglich, wenn ihr nur vom Weg träumt, statt ihn zu gehen.

Evtl. liegt es an meiner alljährlichen Neujahresmotivation, vielleicht auch daran, dass ich in diesem Jahr dreißig werde. Auf jeden Fall ist meine Persönlichkeit in den letzten Wochen und Monaten ziemlich gewachsen und ich habe mich deshalb in meiner Auszeit dazu entschlossen, dass sich auch hier ein bisschen was ändern wird. Ich möchte viel mehr Texte dieser Art schreiben – mein Wunsch ist es, euch dabei zu helfen, euren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Prinzipiell wünscht sich doch jeder, beruflich das zu machen, was er liebt und was einen ausfüllt. Ich mach das und werde versuchen, meine Gedanken und Tipps zum Thema auszuformulieren und aufzuschreiben.
 

Fokussiere dich auf dich selbst und deinen Weg

Ein erster Tipp: Konzentriert euch auf euch selbst. Es ist egal, was andere machen oder was sie über deinen Weg denken oder sagen. Als Beispiel: Um vom Bloggen leben zu können, muss ich mit großen Firmen zusammenarbeiten, also Werbung auf dem Blog veröffentlichen. Nun habe ich mir früher ständig Gedanken gemacht, ob es zu viel Werbung ist. Das ist jetzt vorbei. Nur ich muss hinter dem stehen, was ich hier mache. Wenn sich jemand über meine Art zu bloggen ärgern möchte, sagt das ja nichts über mich aus, sondern nur über ihn. Er investiert Ärger, Wut, Enttäuschung und negatives Gedankengut, statt diese Energie in Dinge zu stecken, die ihm Spaß machen. Statt seine eigenen Träume auszuformulieren und daran zu arbeiten, verschwendet er Energie auf mich. Während ich Spaß an meiner Arbeit habe. Wer ist denn jetzt der Klügere? Natürlich darf sich jeder weiterhin darüber ärgern, wenn es hier Werbung gibt, aber ich bin ehrlich: davon muss ich mich nicht mehr beeindrucken lassen. Solange ich hinter allem stehe, was ich hier mache, ist alles gut.

Wenn sich jemand über meine Art zu bloggen ärgern möchte, sagt das ja nichts über mich aus, sondern nur über ihn. Er investiert Ärger, Wut, Enttäuschung und negatives Gedankengut, statt diese Energie in Dinge zu stecken, die ihm Spaß machen.

 

Ganz ehrlich und aufrichtig: ich freue mich wahnsinnig auf mein mittlerweile siebtes Jahr als Bloggerin und mit euch! Der Austausch mit euch gibt mir unheimlich viel – jedes Mal, wenn mich jemand auf Instagram verlinkt, weil er ein Rezept von mir nachgekocht hat, macht mein Herz einen Hüpfer. Jede persönliche Mail von euch zeigt mir, welches Vertrauen ihr zu mir habt. Jeder Kommentar und jeder einzelne stille Klick ist der Grund, warum ich das hier mache. Ihr Leser und ich – wir bilden Dreierlei Liebelei. Es braucht jeden von uns, damit es weitergehen kann! Danke dafür! Auf ein großartiges neues Jahr!

Habt es schön!
Nadine

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38 Kommentare

  • antworten Dinchen 13. Januar 2017 at 7:00

    Liebe Nadine!

    Ich kann jeden einzelnen Satz von dem was Du da geschrieben hast, nachvollziehen!
    Und ich finde es absolut bemerkenswert, toll und wichtig, dass Du die letzten Wochen wirklich genau SO verbracht hast. Manchmal braucht man mal Abstand von allem um wieder neu Kraft zu schöpfen, Inspiration zu finden und wieder Gas geben zu können.
    Mir geht es gerade selbst ein bisschen so. Dadurch, dass ich ja gerade recht frisch meine beiden Bereiche – Fotografie und Blog – voneinander getrennt habe und auf der Fotografie-Seite gerade so unglaublich viel zu tun war, was mein „Drumherum“ betrifft, hatte ich momentan noch keine Muse, mal wieder was zu bloggen.
    Zuerst hat mich dieses Gefühl total unter Druck gesetzt. Aber jetzt bin ich wirklich so weit, dass ich denke – ICH entscheide einfach, wann und wie es da weiter geht. Niemand sonst.
    Und in dem festen Glauben daran, dass meine treuen Leser mir das nicht übel nehmen, werde ich mir einfach diese Zeit jetzt nehmen und alles zu sortieren und dann wieder starten, wenn mir danach ist.

    Ich wünsche Dir und uns allen ein tolles 2017!!
    Nadine

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 5:58

      Genau so ist es richtig! Druck erzeugt eh keine guten Ergebnisse ?
      Nimm dir Zeit und füll sie mit dem, was du liebst!

  • antworten Lisa 13. Januar 2017 at 10:20

    Liebe Nadine,

    Wieder ein wunderschöner inspirierender Beitrag! Du hilfst mir, mich inner wieder auf mich zu konzentrieren, dass ich MEINEN Weg gehe.

    Liebe Grüße
    Lisa

    • antworten Dreierlei Liebelei 13. Januar 2017 at 11:14

      Das freut mich wahnsinnig! Wart´s ab! Menschen, die ihren eigenen Weg gehen, inspirieren immer auch andere damit – dasselbe wirst du dann auch für andere tun! 🙂

  • antworten Garten Fräulein 13. Januar 2017 at 10:32

    Danke für den inspirierenden Beitrag liebe Nadine! Es tat richtig gut, diesen zu lesen!

  • antworten Jess 13. Januar 2017 at 11:05

    Wow Nadine! Dieser Text überträgt eine ganz neue Energie auf mich. Ich bin begeistert von so viel SelbstBEWUSSTSEIN!
    Du hast natürlich in allem was du schreibst vollkommen recht. Letzten Endes muss es für dich stimmen. Follower kommen und gehen, die einzige Konstante, die am Ende bleibt, bist du selbst. Und wie unheimlich traurig wäre es denn, wenn du am irgendwann über den Punkt, an dem du im Leben stehst, reflektierst… Und plötzlich merkst, dass du gar nicht mehr da bist, wo du eigentlich hinwolltest.
    Ich bleibe auch weiterhin liebend gerne Leserin deines Blogs, Liebhaberin deines Instagramfeeds und aufmerksame Betrachterin deiner gedanklichen Bilder.
    Liebe Grüsse, Jess

    • antworten Dreierlei Liebelei 13. Januar 2017 at 11:12

      Jetzt habe ich beim Lesen deiner Worte eine Gänsehaut bekommen. Danke für deine Worte ♥

  • antworten Jacqueline 13. Januar 2017 at 12:33

    Liebe Nadine,
    dieser Text ist wunderbar. Man spürt förmlich, wie gut dir die Auszeit getan hat.
    Deine Worte sind wahr und deine Erkenntnisse wichtig. Für dich und sicher auch für einige Leser.
    Ich hatte eine solche Erkenntnis auf eine etwas härtere Tour lernen müssen. Aber ich will sie nicht missen.
    Mach das wonach dir der Sinn steht und du wirst glücklich werden. Und meistens werden die Glücklichen auch erfolgreich.

    Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende.
    Liebste Grüße,
    Jacqueline

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 6:00

      Liebe Jacqueline, so schätze ich die Situation auch ein 🙂 Es kommt eh, wie es kommt und es geht muns allen schließlich um einiges besser, wenn der Kopf nicht mit Negativem vollgestopft ist.

  • antworten Tina 13. Januar 2017 at 14:33

    Willkommen zurück Nadine!

    Ein wunderbarer Text, in dem ich viel von meinen gerade endenden, freien Wochen entdecke – und vor allem auch viele wahre Worte, was das Bloggen angeht. Ich habe den Eindruck, dass ich in den vielen Neujahrsbeiträgen und in den Jahresrückblicken auch viel Hadern gelesen habe – mit dem Bloggen an und für sich, dem eigenen Blog, dem „Höher, schneller, weiter“, das alle beschäftigt und in den letzten Jahren so viel auf den Kopf gestellt hat. Deinen Beitrag würde ich am liebsten allen verlinken, die an sich und ihrem Blog zweifeln und gezweifelt haben, inklusive mir!

    Liebe Grüße,
    Tina (die gerade zum dritten Mal in dieser Woche ein Töpfchen von deinem Schokoladenpudding zum Kaffee nascht)

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 6:04

      Liebe Tina, an diesen Punkt kommt jeder Blogger irgendwann. Eine Zeit lang ist das höher-schneller-weiter ja auch ein sehr guter Ansporn, aber irgendwann laugt es einen nur noch aus. Die Frage ist, wie man damit umgeht. Auf Pinterest habe ich den schönen Gedanken „If you get tired, learn to rest, not to quit“ gelesen – das trifft es auf den Punkt. Wenn ich den Perfektionismus und den Druck abziehe und mir angemessene Pausen erlaube, bleibt da nämlich ganz viel Liebe für das, was ich mache!

  • antworten Pia 13. Januar 2017 at 17:12

    Wunderbarer Text und jedes Wort ist so wahr! Manchmal muss man einfach loslassen und egoistisch sein, damit man wieder etwas für andere tun kann.
    Viele Grüße
    Pia

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 6:05

      Liebe Pia, ich würde da gar nicht von Egoismus sprechen – eher von Selbstbewusstsein. Aber ich glaube, letztlich meinen wir beide genau dasselbe! 🙂

  • antworten Blaufüchsin 13. Januar 2017 at 19:08

    Schöner Text, finde mich da in vielem wieder. Ich stehe momentan an einem Wendepunkt und weiß noch nicht in welche Richtung es gehen soll. Lieber weiter mit der Sicherheit und Tristheit oder etwas wagen was mir Spaß und Freude macht, dafür aber das Risiko trägt ? Ich wäge gerade ab, muss mich aber, wie du, erst erholen…
    Ich finde es gut, dass du dir deine Zeit genommen hast und wieder mit dir im Reinen bist! Weiter so!
    Freue mich auf weitere solcher Texte 🙂

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 6:09

      Wenn ich ehrlich bin, würde ich mich immer wieder für das Risiko entscheiden. Ich schreib hier ja auch ungeniert über die negativen Seiten der Selbstständigkeit – es ist also wirklich bei weitem nicht alles Gold, was glänzt und manchmal geht das Risiko, das man selbst trägt, bis an die Schmerzgrenze. Aber eintauschen gegen Sicherheit und Tristheit? Nie wieder!

      Aber jeder muss da eben seinen eigenen Weg finden. Wer an Risiko zerbrechen würde oder Sicherheit für sein Glück braucht, wird im Gegenteil auch kein Glück finden.

      Für deine Entscheidung wünsche ich dir auf jeden Fall alles Gute!

  • antworten Cathy 13. Januar 2017 at 20:38

    Ich kann jede einzelne Zeile nachvollziehen und finde es immer wieder toll, wie du es so auf den Punkt bringst. Und du hast recht, genau so sollte man es machen und am besten nur so. Das ist gesünder, entspannter, besser. Und macht doch letztendlich auch mehr Spaß. Denn genau das vergisst man zwischendurch ja immer mal wieder gerne – dass man das alles (den Job, die Hobbies, das Leben) eben nur für sich macht und für niemanden sonst. Und bitte, bitte, gerne mehr von solchen Artikeln.
    Gerne aber auch mehr Buchempfehlungen – ich meine, 12(!) Bücher! Purer Neid. So viele habe ich das ganze letzte Jahr leider nicht geschafft. Die Empfehlung von Instagram steht aber schon auf meiner Leseliste. 😉

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 6:16

      Ich habe vor meiner Auszeit jahrelang vielleicht insgesamt fünf Bücher (im Urlaub) gelesen. Früher habe ich sie verschlungen, aber zwischendurch ist mir einfach die Ruhe verloren gegangen. Als mir das zum ersten Mal richtig bewusst wurde, bin ich richtig traurig geworden. Is es das, worauf ich irgendwann zurückschauen mag? Ein Leben voller Jobs, in dem ich keine Ruhe für Bücher habe? Definitiv nein. Jetzt wird der Besuch in der Bücherei und ein Abstecher in der Buchhandlung auf jeden Fall Bestandteil meiner Routine werden. Habe gestern schon damit angefangen, diesen Vorsatz umzusetzen… Daran, die Bücher vorzustellen, habe ich auch gedacht. Wenn du schon mal Interesse hast, lohnt es sich ja auf jeden Fall schon 🙂

      • antworten Cathy 15. Januar 2017 at 14:43

        Ich habe mir für dieses Jahr auch vorgenommen endlich wieder mehr zu lesen, weil ich es auch total traurig fand, dass ich einem meiner liebsten Hobbys kaum noch Zeit widmen konnte. Das erste Buch habe ich schon angefangen und ein großer, in den letzten Jahren angefangener Lesestapel steht bereit.
        Und ich wäre begeistert, wenn du lesenswerte Bücher vorstellst! <3

  • antworten Frau Pratolina 14. Januar 2017 at 8:28

    Liebe Nadine,
    Ich bin an Deinem Blog erst durch Deinen Auszeitartikel hängen geblieben. Wenn da also eine Angst war, Leser zu verlieren: mich hast Du durch Deine ehrlichen Worte mitgenommen. Ich finde es sehr gut, dass Du die Notbremse gezogen hast. Wie Du Deine Zeit verbracht hast, nämlich Dein persönliches Hamsterrad zu verlassen und Dich völlig treiben zu lassen, finde ich absolut bewundernswert. Da Du das geschafft hast, bin ich mir sicher, dass Du es auch schaffst, Deinen Perfektionsanspruch bzw. Dein Hamsterrad ein wenig zu drosseln.
    Ich bin gespannt, wohin Deine Reise geht.
    Herzliche Grüße
    Steffi

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 8:51

      Lieben Dank für deine Worte, Steffi! Angst, Leser nur durch die Auszeit zu verlieren, hatte ich überhaupt nicht. Ich habe mir davor eher manchmal Sorgen gemacht, ob meine Worte jemandem zu nahe treten könnten, wenn ich ehrlich meine Meinung aufschreibe oder ob es (wie gesagt) Leser gibt, die es stört, dass und wie ich hier Werbung mache. Ich wollte es irgendwie allen recht machen. Aber der einzige Mensch, den ich wirklich zufrieden stellen muss, bin ja ich. Und wenn ich dann mit meiner Meinung und meinen Worten noch Leute inspiriere, ist es doch schon perfekt. Es allen recht zu machen, ist eh Utopie. Das habe ich jetzt nicht nur rational verstanden, sondern auch wirklich emotional begriffen 🙂

  • antworten Vanessa 14. Januar 2017 at 10:36

    Hallo liebe Nadine,
    ich bin regelrecht sprachlos. Deine Worte sind magisch und haben mich ehrlich berührt. Beim Lesen deiner Worte – die für mich so viel bedeuten – hatte ich Tränen in den Augen. Deine Worte drücken wohl die Sehnsucht aus, die auch ich in mir spüre. Sehnsucht nach mir selbst und was ich mit meinem Leben machen möchte. Gerade bin ich noch in meinem dualen Studium und bin in der Abteilung in der ich aktuell arbeite nicht zufrieden. Das merke ich immer deutlicher und die innere Stimme wird immer lauter! Herzlichen Dank für deine Worte und deine Ehrlichkeit! Ich liebe deine Texte und das was sie verkörpern.

    Vielen Dank dafür und alles was du teilst!

    Liebe Grüße,
    Vanessa

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 12:10

      Liebe Vanessa, wenn dich dein duales Studium da hin führt, wo du sein möchtest, drück beide Augen zu und sag dir immer wieder, wofür du es machst. Ich hab auch jahrelang sehr sehr viel dafür gearbeitet, um jetzt machen zu können, was ich mag. Der Weg war mit vielen, bescheuerten Jobs gepflastert, aber ich hatte ja ein Ziel vor Augen – das hilft 🙂

  • antworten Sarah 14. Januar 2017 at 11:45

    Liebe Nadine.
    Von Herzen Danke für diesen Artikel! Du hast SO recht! Und es ist so viel wert, wenn Menschen diese Botschaft klar formulieren können und mit anderen teilen.
    Nachdem ich gestern nach einem langen Tag noch völlig verzweifelt ob der aktuellen Arbeitssituation war, hast du mir gerade sehr deutlich vor Augen geführt, dass nicht alles perfekt sein muss und es nur darum geht, was mir gut tut und nicht darum, was andere darüber denken. Und dass Ideen wachsen und Wege sich auch erst finden dürfen. Danke dafür!
    Herzlichst,
    Sarah

    • antworten Dreierlei Liebelei 14. Januar 2017 at 12:07

      Richtig! Wege dürfen sich finden und wir müssen nirgendwo ankommen. Einfach drauf spazieren gehen, sich unterwegs umschauen und da, wo es einem gefällt, auch mal abbiegen, obwohl man nicht weiß, wohin der Weg führt 🙂

  • antworten Dom 14. Januar 2017 at 17:12

    Ich bin noch nicht lange Leserin von deinem Blog, aber ich bin dankbar, ihn per Zufall entdeckt zu haben.
    Dein Text heute hat mich inspiriert, mir gut getan und mich in meiner momentanen Situationen voll getroffen.
    Bin grad auch in einer neuen Selbstfindungsphase und da tat mir das sehr gut. Vielen DANK dafür.
    Lieben Gruß
    Dom

  • antworten Christine 14. Januar 2017 at 17:40

    Liebe Nadine,
    danke für deinen Beitrag. Genau so ist es!!
    Ich habe gerade etwas längere Ferien gemacht, im Stil von Nichts-tun-und-sonst-nur-das-was-mir-gut-tut!
    Hat gewirkt.
    Weiter so, ich bin auf deine nächsten Beiträge gespannt.
    liebe Grüsse
    Christine

    • antworten Dreierlei Liebelei 15. Januar 2017 at 7:39

      Ja, manchmal muss man komplett stehen bleiben, um danach wieder bei normaler Geschwindigkeit in die richtige Richtung zu gehen 🙂

  • antworten Luise 15. Januar 2017 at 10:50

    Liebe Nadine,
    vielen Dank für diese wahren Worte zu Beginn des Neuen Jahres!!!! Toller Beitrag, über den ich sicher noch eine ganze Weile nachdenken werden.
    Liebe Grüße
    Luise

  • antworten Christina 15. Januar 2017 at 12:20

    Liebe Nadine, danke für diese Zeilen – in vielem davon kann ich mich selbst erkennen.
    Ich versuche in den letzten Monaten auch, mich nicht mehr so hetzen und stressen zu lassen – und mal klappt es gut, mal weniger. Ich freue mich sehr auf diese Art Beiträge von dir! 🙂

    Liebe Grüße,
    Christina

    • antworten Dreierlei Liebelei 16. Januar 2017 at 6:30

      Danke für deine Worte! Ich finde es wichtig, es auch zu akzeptieren, wenn es mal weniger gut klappt – die Mischung macht eben die Persönlichkeit aus 🙂

  • antworten Steffi 15. Januar 2017 at 20:09

    Liebe Nadine,
    wie Recht du doch hast! Letztes Jahr in meinem drei wöchigen Sommerurlaub, hatte ich JEDEN (wirklich jeden!!!) Tag irgendwas anderes zu tun, war beschäftigt oder unterwegs! Ich hab es selber kaum glauben können! Das war anstrengend und ehrlich gesagt hätte ich nochmal drei Wochen Urlaub gebraucht! 😀
    Doch für den nächsten Urlaub, dieser war die Weihnachts- und Neujahrswoche, sollte das anders werden – und ist es auch! Ich habe, wie du, einfach mal nichts gemacht, rein gar nichts! Nur wenn ich wirklich Lust dazu hatte, bin ausgegangen oder habe was gekocht und gebacken! Und es tat sowas von gut, dass ich das zwischendurch mal öfter machen werde – einfach für ein oder zwei Tage abschalten (auch das Handy!), relaxen und nur mit sich selber beschäftigen!
    Vielleicht lebt man dadurch nicht unbedingt länger, aber dafür relaxter und hat einen klareren Blick für Dinge, die man wirklich braucht und will!
    Danke für deinen tollen Artikel! :-*
    Liebe Grüße
    Steffi

    • antworten Dreierlei Liebelei 16. Januar 2017 at 6:32

      Sich das immer und immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, ist wahrscheinlich die größte Lebensaufgabe 🙂 Aber wer ein Mal ein Bewusstsein dafür entwickelt hat, hat es sicher leichter.

  • antworten Victoria 16. Januar 2017 at 10:57

    Hallo Nadine, ich finde, Dein Blog hebt sich wunderbar von den vielen anderen Blogs ab, bei denen man nur noch den Eindruck hat, dass es darum geht, irgendwelche Produkte zu platzieren. Wo sonst bekommt man noch solch einen langen tiefsinningen Text zu lesen, der zum Nachdenken anregt und nicht nur konsumiert wird und klick und weg… Dir alles Gute für 2017 und bleib authentisch!

  • antworten Evelyn Kuttig 18. Januar 2017 at 11:01

    Liebe Nadine,

    es ist so gut, dass Du erspürt hast und anerkennst, was das Besondere an Dir und Deinem Blog ist! Auch diese großartige, inspirierende Beschreibung Deiner Auszeit. Ich wünsche Dir ein wunderbares Neues Jahr 🙂

    Lieben Gruß
    Evelyn

  • antworten Helene 26. Januar 2017 at 8:22

    Liebe Nadine,
    tolle Zeilen zum Jahresanfang ❤️!
    Lieben Gruß Helene

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