Desserts Food

Schnelles Erdbeer-Rhabarber-Kompott mit Holunderblütensirup {Allround-Talent für schnelle Desserts, als Törtchenfüllung, als Basis für Crumbles, zum solo naschen…}

23. Mai 2014
Holunderblütensirup selbst machen

Habt ihr ihn auch kurz vorbeihuschen sehen? Diesen Sommer, von dem plötzlich alle geredet haben?! Eine kleine Diva ist das, zeigt sich kurz, haut wieder ab und setzt uns die Dauerregensendung vor die Nase, obwohl er doch einen Drei-Monats-Vertrag unterschrieben hat. Naja, was soll´s? So eine Holunderblütenlimo schmeckt auch, wenn der Regen auf´s Dachfenster prasselt…

Holunderblütensirup selbst machen

Den Holunderblütensirup habe ich schon vor einem Weilchen mit meiner Mama gekocht und exklusiv für euch haben wir ein paar Pannen beim kochen eingebaut. Ihr wisst schon: damit ich euch hier nicht nur erzähle, wie toll der schmeckt, weil das kann ja jeder. Nein, meine Mama und ich, wir haben da mal eine enorme Menge im Zehn-Liter-Top angesetzt. So viel, dass der Zehn-Liter-Topf bis drei Zentimeter unter den Rand gefüllt war. Klappte alles ganz gut, bis wir im Rezept beim Punkt „Zitronensäure zum Sirup geben“ ankamen. Gelesen, getan, bereut. Die Zitronensäure brachte das Fass wortwörtlich zum überlaufen und die brodelnde Flüssigkeit hörte nicht auf mein hysterisches „NEIN, NEIN, NEIN, NEEEEIN!“ und ergoss sich einfach so sprudelnd über den Herd. Mist! Auf dem heißen Herd brodelte das geschätzt 500° C heiße Zuckerwasser munter weiter und erfüllte die Küche meiner Eltern mit Rauch.

Holunderblütensirup selbst machen

Ich schaute mir das Spektakel immer noch recht fassungslos an und der Feuermelder gab nun hochmotiviert auch seinen Senf dazu. Das widerum konnte natürlich der Hund meiner Eltern nicht auf sich sitzen lassen und er bellte besorgt im Takt des Feuermelders. So! Nun wisst ihr, wie man es NICHT machen soll. Allerdings lebe ich ja nach dem Motto ‚Alles ist für irgendetwas gut‘ und so habe ich nach den ersten Schreckmomenten gelernt, dass es Ceran-Kochfeld-Schaber gibt, mit denen man sogar eingebrannten Zucker vom Kochfeld bekommt. Man lernt ja nie aus… Zum Schluss hat Mami den Sirup in hübsche Fläschchen abgefüllt, ihnen jeweils einen hübschen selbstgemacht-Aufkleber aus dem Marmeladen-Sticker-Sortiment von Eine der Guten* verpasst und alle, die diesen Post nicht lesen, werden niemals von der abenteuerlichen Produktion erfahren. Ende gut, alles gut!

Frische Erdbeeren

Weitaus weniger abenteuerlich, im Vergleich fast schon gähnend langweilig war dann die Herstellung meines Erdbeer-Rhabarber-Kompotts mit besagtem Holunderblütensirup. Beim Erdbeer-Häuschen die allerschönsten Erdbeeren und Rhabarberstangen aussuchen, waschen, kleinschneiden, mit Vanillezucker bestreuen und Sirup darübergeben, in den Ofen damit – fertig!

Erdbeer-Rhabarber-Kompott

Ich habe einen ordentlichen Klecks Kompott auf Naturjoghurt serviert und mit Baiser-Krümelchen bestreut – perfekter Süßigkeitenersatz. Man kann damit zum Beispiel auch kleine Tartelettes füllen (Basis-Rezept für die Tartelettes) oder einfach ein paar Streusel darüber verteilen und es als Crumble (Streuselrezept) servieren. Der Rest, der bei mir noch übrig ist, wandert heute mit mir ins Büro und wird pur vernascht.

Erdbeer-Rhabarber-Kompott

Schnelles Erdbeer-Rhabarber-Kompott mit Holunderblütensirup

Zutaten für zwei kleine Gläser
300 g Erdbeeren
drei Stangen Rhabarber
ein gehäufter Teelöffel Bourbon Vanillezucker
drei Esslöffel Holunderblütensirup

Den Backofen auf 200° C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Die Erdbeeren waschen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Rhabarber waschen und ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden. Alles zusammen mit dem Vanillezucker und dem Sirup vermischen, in eine kleine Auflaufform füllen und etwa 30 Minuten backen, bis der Rhabarber weich ist und leicht zerfällt. In (kochend) heiß ausgepülte Gläser füllen, heiß verschließen und innerhalb weniger Tage aufessen. In der Zwischenzeit kühl lagern.

Erdbeer-Rhabarber-Kompott

Ist euch eigentlich mein neuer Holz-Untergrund aufgefallen, den ich seit geraumer Zeit auf ALLEN Fotos benutze? Den hat mir Goldstück-Vera (MERCIII!) geliehen und aus Angst, dass sie ihn bald zurück haben möchte, muss ich ihn jetzt JEDES MAL benutzen, wenn ich Fotos mache. Das versteht ihr, oder? Ich muss jetzt auch mal loswerden, dass Vera mein absolutes Vorbild in Sachen Post-Konzept ist. Für jeden einzelnen Post stellt sie liebevoll die passendes Props zusammen, kauft ein passendes Geschirrhandtuch, passendes Geschirr, pinselt evtl. sogar einen neuen Untergrund an – ich sitze bei jedem neuen Post mit riesigen Augen vor dem Bildschirm und beneide sie insgeheim ein kleines bisschen. Ich mache mir nämlich auch vor jedem Post Gedanken, wie ich meine Models präsentiere und irgendwie läuft es bei mir trotzdem immer auf dasselbe raus. Aber ich habe nun beschlossen, dass das auch ein Konzept ist: ganzheitlich rustikale Anmutung mit Holz und wahlweise weißer Serviette oder Sackleinen nenne ich das. Ach, und wo wir gerade beim immer wieder benutzen Holz-Untergrund waren. Habt ihr Interesse, dass ich euch mal einen Post über Untergründe, Props und das Kamera-Equipment, das ich nutze, aufbereite? Ich bekomme echt viele Mails mit Fragen nach meiner Kamera, meinen Objektiven und Untergründen. Soll ich einfach mal drüber schreiben? Lasst hören – ich bin gespannt!

Habt es schön!
Nadine

P.S.: Das Sirup-Rezept trage ich nach, das muss ich erst noch bei Mama besorgen.

Hübsche Aufkleber für Marmelade: Eine der Guten* (Es gibt unterschiedliche Designs, eines hübscher als das andere…) 
Bügelflaschen und Weck-Gläser: Gläser und Flaschen*
Emaille-Geschirr: LIV Emaille
Hübscher, weißer Stuhl im Hintergrund: Home 24

*Link zu meinen Sponsoren/Werbung

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20 Kommentare

  • antworten Ella Loves 23. Mai 2014 at 6:11

    sieht unglaublich lecker aus. Solche Sachen liebe ich ja <3

    Liebe Grüße von Ella loves

  • antworten Sabine Heimelig 23. Mai 2014 at 6:30

    ich bin erst ganz kurz leser bei dir, finde aber deine fotos und deren zusammenstellung sehr schön und gelungen. mich würde ein entsprechender post dazu interessieren. also immer her mit tipps und geheimnissen ;-). liebe grüße, sabine

  • antworten Juliane 23. Mai 2014 at 6:42

    Ich mag deine Aufnahmen und deine Posts sehr gerne!! Auch wenn nicht jedesmal ein neu gekauftes Geschirrtuch in den Bildern zu sehen ist… Das macht es doch echt…
    Herzlichst Juliane

  • antworten imbackwahn 23. Mai 2014 at 6:50

    Also der Link zu der Seite mit den Emaillesachen is ja nun nich fair 😉

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende! <3

  • antworten Penny Herzmolekuel 23. Mai 2014 at 7:09

    Ich freue mich schon auf das Sirup Rezept! Sieht verdammt köstlich aus…

    Penny

  • antworten Caro liebt Cupcakes 23. Mai 2014 at 7:48

    Deine Bilder sind echt sehr schön und auch das Brett ist toll, so eins hätte ich auch gerne 😉 Ich fände einen Post über deine Vorbereitungen super

    Liebe Grüße
    Caro

  • antworten Sarah 23. Mai 2014 at 7:55

    Hallo Nadine,
    ich musste gerade so lachen, als ich gelesen habe, dass du deinen wunderschönen Untergrund ausgerechnet von Vera hast! Ich bewundere auch immer ihre Fotos – aber auch deine – und bin jedes Mal begeistert. Solche Hintergründe brauche ich auch dringend. Umso witziger zu wissen, dass du deinen ausgerechnet von der Food-und-Deko-in-Szene-setzen-Queen hast 😀
    Auf jeden Fall finde ich deine Fotos großartig! Und auch die tollen Ideen mit Kompott und Sirup – auf das Rezept freue ich mich schon.

    Ich wünsche dir ein großartiges Wochenende. Allerliebste Grüße,
    Sarah

  • antworten Sterndal 23. Mai 2014 at 8:32

    Hmmm so lecker sehen dein Bilder aus,
    da krieg ich gleich wieder Lust einen neuen Sirup auszuprobieren.
    Wenn du meinen mal guggen willst lade ich dich herzlichen ein.
    Rhabarber und Erdbeere sind in meinen Flaschen gelandet, aber Holunder
    hört sich ebenfalls sehr gut an.
    Vielen Dank für die wunderschönen Bilder,
    LG, Brigitte

  • antworten Tammy 23. Mai 2014 at 8:33

    Ich sitz hier gerade lachend und ein bisschen mit Mitleid erfüllt dran – 10 Liter Töpfe sind so riesig 😀 Die Kettenreaktion hat mir auch wahnsinnig gut gefallen. Das Kompott stelle ich mir mit Panna Cotta auch herrlichst vor.
    Die Vera ist unser aller Vorbild! Wobei ich Deine Bilder auch richtig, richtig schön finde. Daher gerne ein Post, wie Du alles machst!

  • antworten Ela 23. Mai 2014 at 10:08

    Ohja, bitte mach mal einen behind the scenes Post! Das würde mich sehr interessieren 🙂 Und bei Vera sitze ich auch jedes Mal so gespannt und begeistert vor dem PC… Kann dich da gut verstehen. Deine Bilder sind aber auch immer sehr besonders und ich lese hier gern! Du bist sicherlich für viele auch ein großes Vorbild (z.B. für mich 😉 ).
    Alles Liebe,
    Ela

  • antworten Silvi Sommer 23. Mai 2014 at 10:22

    Man sieht das toll aus! Ich will diese Jahr auch unbedingt wieder einen Hollundersirup kochen. Hast du die Blüten schon mal getrocknet? Da lässt sich nämlich auch ein leckerer Tee davon machen.VG, Silvi

  • antworten Leonie Engel 23. Mai 2014 at 10:48

    Sieht wirklich superlecker aus, die Fotos sind auch so wunderschön 😉

    Leonie
    http://www.pilot-leonie.blogspot.com

  • antworten Tonkabohne Sabine 23. Mai 2014 at 17:45

    Liebe Nadine,
    Aus Schaden wird man Klug, mir ist das so ähnlich vor Jahren auch passiert.
    Allerdings stand der Topf nicht Mehraufwand der Herdplatte, aber die Sauerei ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben, hüstel…
    Wunderschöne Bilder und so ansprechend in Szene gesetzt, total klasse 🙂
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

  • antworten Meine Rosarote Seite 23. Mai 2014 at 18:31

    Im Backofen! Auf die Idee wäre ich nie gekommen. Aber ich werd's auf jeden Fall ausprobieren!
    Und ein paar Tipps für Fotos sind immer gut. Ich hab' dafür ja nicht so ein Händchen 🙁
    Liebe Grüße
    Vanessa

  • antworten Lilith Qliphoth 24. Mai 2014 at 13:05

    2,7 KB/s.
    Das ist die Geschwindigkeit, die mein VPN Client beim Laden deiner Seite aus Shanghai zulässt. Ohne VPN säße ich hier und könne nix sehen, die chinesische Regierung hat Blogseiten gesperrt.
    Mein Freund hat mir deine Seite heute empfohlen mit den Worten "Ihr könntet beste Freundinnen sein…" (keine Sorge, das ist nun keine Schleimattacke von meiner Seite 😉 und das was ich bisher gesehen und gelesen habe finde ich einfach wundervoll. Die Rezepte treffen genau meinen Geschmack und deine Reisekategorie hat es mir besonder angetan. Thailand war schon lange geplant, aber vielleicht sollte ich es mal verwirklichen. Und in Tunesien war ich vor…20 (?) Jahren das letzte Mal, jetzt habe ich meinem Freund (der Sonne, etc. nicht wirklich erträgt) gesagt, er soll seine Badehose (die ich jetzt für ihn bei Amazon bestelle 😉 einpacken. Auf geht's zum Genießen. Dieses Lebensgefühl ist klasse.
    P.S.: bei meiner Heimkehr im Juli gehe ich direkt zum Schmelzpunkt. Gut, dass ich seit paar Jahren in Heidelberg wohne und den Ort nicht kenne. Shame on me.

    Viele Grüße aus Shanghai 😀

    Sandra

  • antworten Miri 26. Mai 2014 at 21:32

    Oh das erinnert mich sehr an meine eigene Holunderblütensirupkochaktion. Seither ist meine unbehandelte Naturholzarbeitsplatte ganz schön klebrig und die Fruchtfliegen fühlen sich in meiner Küche richtig wohl. Da muss noch eine größere Putz- und Schleifaktion folgen. Aber ich finde für Holunderblütensirup lohnen sch die Strapazen. Das ist einfach das leckereste Sommergetränk.

    Liebe Grüße,
    Miri

  • antworten Deko-Impressionen 28. Mai 2014 at 19:05

    Deine Bilder sind so traumhaft – wie immer. Es sieht alles so gut und schön aus. Ich mag die Flaschenverpackung sehr.

    Liebe Grüße.
    Katharina

  • antworten Kiki 29. Mai 2014 at 16:34

    oh man, ich glaube, du bist meine Rhabarber-Kompott-Rettung! Das ich nicht selber darauf gekommen bin, den im Ofen zu machen…also wirklich 🙂 bisher wurde meiner immer nur meh und wässrig…aber so? Vielen lieben Dank dafür! Liebste Grüße, Kiki

  • antworten Susanne de Blavois 30. Juli 2015 at 16:13

    Vielen lieben Dank fuer Deine liebevolle Beschreibung dieses Erdbeer-Rhabarber-Kompott mit Holunderblütensirup Rezepts. Ich muss schon sagen, dass die von Dir ausgewaehlten Bilder einem eigentlich keine Wahl lassen, als sich selbst darin zu versuchen. Ich habe alles leicht verstanden und mir ist es schon beim ersten Versuch geglueckt, darum moechte mich mich herzlich bei Dir bedanken. Da ich noch etwas Waffelteig uebrig hatte, habe ich schnell zwei Waffeln gemacht und den noch warmen Kompott auf der Waffel gegessen. Ich hoffe Du siehst das nicht als ein Sakrileg, mir hat es vorzueglich geschmeckt.

  • antworten Andra 6. März 2016 at 16:21

    Ein sehr leckeres Rezept, sehr liebevoll und gründlich beschrieben und sehr tolle Bilder. Danke für Deine Mühe! Wenn ich mich daran erinnere wie begrenzt oftmals die Informationen in Kochbüchern waren, bin ich als Hobbyköchin immer wieder begeistert, was für tolle Rezepte, wie dieses man mittlerweile online finden kann. Ich werde mich, sobald wieder Erdbeeren Zeit ist, unbedingt an den von Dir beschriebenen Erdbeer-Rhabarber-Kompott machen. Vielen Dank!

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