Inspiration Kolumne

Thirty before thirty?

10. Mai 2017

Nächsten Monat werde ich dreißig. Wann genau ist denn das eigentlich passiert? Wann bin ich ein Teil der Jugend von gestern und erwachsen geworden? Seit wann siezen mich Menschen, die so alt sind, wie ich bzw. nur ein kleines bisschen jünger? War ich nicht gerade erst noch 16? Hatte ich nicht eben noch furchtbare Angst davor, aus mir könnte nichts werden? War ich nicht eben noch voller Unsicherheiten?

Und mit dem Stichwort Unsicherheiten bin ich schon mitten im Thema. Die verschwinden nämlich gerade nach und nach und machen Platz für den Menschen, der ich bin. Warum genau sollte ich also Angst vor der 30 haben? Warum sollte ich eine Liste aufstellen, auf denen Dinge stehen, die ich bis zu meinem Geburtstag erledigt haben möchte? Ich meine das gar nicht wertend, aber was bewegt andere dazu? Liegt es an dem, was von uns allen still erwartet wird?

Wir alle bekommen schließlich ständig irgendwelche Label verpasst. Wir haben Zeitpläne zu erfüllen, die wir entweder von anderen aufgedrückt bekommen oder uns selbst auferlegen. Bis zum dreißigsten Geburtstag sollte man bitte in festen Händen sein, am besten mit Ring am Finger, man sollte in seinem Beruf schon etwas geleistet haben, um die Welt gereist sein, aber am liebsten auch schon mal mindestens ein erstes Kind geboren haben. Sollte eines dieser Dinge fehlen, fangen spätestens mit der großen Drei die dummen Bemerkungen an. Evtl. von Leuten, die einem nahe stehen, vielleicht von Leuten, die das überhaupt nichts angeht.

Ich erfülle eine ganze Menge dieser Erwartungen, die man an Frauen um die 30 stellt. Ich bin seit fast sechs Jahren verheiratet, habe ein schönes Zuhause, habe Erfolg in meinem Beruf, der mir Spaß macht. Ich bin eine unabhängige Frau. Man kann sagen, aus mir ist etwas geworden. Aber wäre ich nichts ohne all das? War ich nicht immer etwas? Sind wir nicht alle etwas? Eine Sammlung an liebenswerten Eigenschaften, Schwächen, Macken, Kuriositäten? Eine Persönlichkeit? Ganz unabhängig von den Labeln, die wir uns verpassen oder verpasst bekommen. Unabhängig von den Erwartungen, die andere an uns haben, die wir selbst an uns haben?

Ich hab´s ganz ehrlich so satt, dass jeder in eine Schablone gepresst wird. Es gibt so viele wunderbare Menschen, die ständig das Gefühl haben, nicht gut genug zu sein. Nicht klug genug, nicht schön genug, nicht dünn genug, nicht fit genug, zu unordentlich, zu ineffizient. Hat nicht jeder von uns ständig etwas an sich auszusetzen und sieht Verbesserungsbedarf? Warum finden wir uns denn nicht einfach in Ordnung, wie wir sind? Warum werden Schwächen so negativ bewertet? Warum gibt es so wenig Akzeptanz? Für uns selbst und für andere? Warum müssen wir uns alle ständig optimieren und können uns nicht auf die Dinge konzentrieren, in denen wir gut sind? Woher kommt dieses Streben nach Perfektion? Nach dem perfekten Lifestyle? Dem perfekten Äußeren? Warum denken wir, wir könnten erst glücklich sein, wenn wir einen Partner/einen Garten/einen tollen Job/ein Haus/viel Geld/Kinder/einen flachen Bauch/makellose Haut (hier bitte einfügen, wovon du denkst, dass du es brauchst, um zufrieden zu sein) haben?

Ganz ehrlich? Ich habe eine Menge Schwächen und Makel. Innerlich wie äußerlich. Um nur ein Beispiel zu nennen: auch kurz vor meinem Dreißigsten bin ich meine jugendliche Problemhaut noch nicht los und trotzdem hat es sich schon vor einer ganzen Weile eine erste, tiefe Falte auf meiner Stirn gemütlich gemacht. Eine so genannte Sorgenfalte. Die trägt ihren Namen mit Sicherheit zu Recht. Ich könnte mich jetzt natürlich darüber ärgern, dass ich mir immer zu viele Sorgen mache und das Spuren in meinem Gesicht hinterlässt. Oder ich nehme es hin und akzeptiere es als Teil von mir. Ich habe mich für zweiteres entschieden. Soll ich jetzt für den Rest meines Lebens unglücklich sein, weil mein Äußeres nicht meinen Erwartungen entspricht? Sollte ich zu Botox greifen und einen Teil meiner Persönlichkeit wegspritzen? Was wären denn das für Aussichten? Ab jetzt ständig zum Beauty-Doc oder für immer unglücklich, weil ich Tag für Tag ein wenig altere? Ich für meinen Teil habe mich dazu entschieden, dass ich genau so wie ich bin, völlig in Ordnung bin. Dass ich trotz Schwächen und Makeln ziemlich ok bin.

Thirty before thirty

Ich habe keine Lust mehr, mich ständig auf das zu konzentrieren, was ich optimieren könnte. Was ich sein müsste, was ich machen müsste. Was ich besser können müsste. Ich leg den Fokus lieber auf das, was ich BIN. Wie es mir geht. Was ich möchte. Wie ich mich fühle. Was ich gut kann. Auf mein ganz eigenes persönliches Glück. Und nicht auf das, was andere von mir erwarten. Speziell rund um den 30. Geburtstag sprudeln die Erwartungen anderer nämlich noch mal über. Wann bekommst du denn eigentlich mal ein Kind? Es wird jetzt schon langsam mal Zeit, du wirst ja auch nicht jünger. Welche (kinderlose) Frau in besagtem Alter hat diesen Satz noch nicht gehört? Und prompt wird man auf die Gebärmutter reduziert und das Gegenüber verliert aus den Augen, was ich bin und sieht nur noch, was mir angeblich fehlt: nämlich ein Kind.

Was ist, wenn man einfach noch nicht das Gefühl hat, sich um ein Kind kümmern zu können? Was ist, wenn man noch nicht sicher ist, ob man überhaupt Kinder möchte? Was ist, wenn man ungewollt kinderlos ist? Nicht schwanger werden darf? Vielleicht gerade eine Fehlgeburt hinter sich hat? Es gibt eben nicht nur den EINEN Weg, den alle zu gehen haben, in den aber alle gedrängt werden.

Jetzt bin ich ein wenig abgeschweift. Aber wenn ich ehrlich bin, sind das genau die Gedanken, die mich dreißig Tage vor meinem dreißigsten Geburtstag beschäftigen. Deshalb ist das keine typische Thirty before thirty Bucket List mit Dingen, die ich bis dahin erledigt haben möchte, sondern ein Plädoyer für mehr Akzeptanz. Für uns selbst und für die Lebensentwürfe anderer. Weniger Schablonendenken. Weniger Oberflächlichkeiten. Mehr Substanz. Mehr echte Individualität. Jeder Mensch hat seine eigene Persönlichkeit, seine eigene Geschichte, seine eigene Gegenwart. Niemand braucht diese Label, den Druck und die Erwartungen anderer. Hören wir doch auf, darauf zu schauen, was unserem Gegenüber fehlt und fangen an, zu sehen, was unser Gegenüber schon ist. Und am besten fangen wir bei uns selbst an.

Ich habe überhaupt kein Problem damit, dreißig zu werden. Im Gegenteil. Eigentlich wurde mein Leben in den letzten Jahren immer besser – vor allem, weil ich mich selbst darum gekümmert habe. Was spricht also dagegen, dass es immer nur noch besser wird? The best is yet to come. In diesem Sinne: ich wünsch mir nur eines für meinen 30. Geburtstag. Eine legendäre Party mit meinen Liebsten!

Habt es schön!
Nadine

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25 Kommentare

  • antworten Alena 10. Mai 2017 at 10:26

    Wow, wow, wow! So ein toller Text, so toll geschrieben, und so so wahr!

    Ich kann mich deiner Meinung nur anschließen… weniger Labels, mehr Akzeptanz. Und jedem das Recht, sein Leben in der Geschwindigkeit zu leben, die ihm am liebsten ist 🙂

    Es ist schön, dass du dich auf deinen Geburtstag freust! So soll es auch sein. Zu viele Menschen werden gar nicht erst dreißig. Es gibt diesen Spruch, den ich nicht gut übersetzen kann: „Don’t regret getting older – it is a privilege denied to many.“ Und als solches sehe ich es auch, als Privileg. Insofern – rock deine große, legendäre Party! 🙂

    Liebe Grüße
    Alena

    • antworten Dreierlei Liebelei 10. Mai 2017 at 10:36

      Lieben Dank! Ich seh das ganz genau so. Ich hab zwei für mich wichtige Menschen verloren, als sie gerade mal Mitte 50 waren. Wie albern es einem dann vorkommt, Angst vor einer Zahl zu haben. Die Zeit, die man damit verbringt, darüber zu grübeln, ob man nun zu alt für etwas sei, ist einfach nur verschwendete Zeit…

  • antworten Clara 10. Mai 2017 at 10:54

    Ein sehr schöner Post, danke! Und ich wünsche dir eine wunderbare, legendäre Party. 🙂 Meine „30 „steht auch Ende des Jahres bevor. Age is just a number. Liebe Grüße, Clara

  • antworten Lisa 10. Mai 2017 at 11:18

    Schöne Worte hast Du da gefunden! Wirklich! Ich, sogar schon kurz vor meinem 32. Geburtstag, stimme voll und ganz zu! Und ich freue mich noch IMMER so sehr auf meine Geburtstage!!! Egal welche Zahl da steht. Wichtig ist es, dass man sich selbst mag! Und andere dich genauso mögen, wie Du bist. Und zum Glück darf noch jeder sein ganz eigenes Leben planen und leben. Und das ist auch gut so! YEAH!

    • antworten Dreierlei Liebelei 10. Mai 2017 at 15:54

      Ja, Leute um sich zu haben, die einen mit allem, was man ist, wertschätzen, ist das Tüpfelchen auf dem i 🙂

  • antworten Eni 10. Mai 2017 at 12:28

    Liebe Nadine,ein sehr schöner Text der mir absolut aus der Seele spricht!Auch ich werde im Sommer 30,bin zwar verheiratet,habe sogar drei Kinder,dafür aber mein Studium ,in dem ich erfolgreuch aber todunglücklich war ,geschmissen um etwas anderes zu machen.Etwas das mich glücklich macht.Etwas bei dem ich das Gefühl habe ‚Das bin ich!Das kann ich! Das spiegelt mein wahres Ich wieder“.
    Und während ich absolut dahinter stehe und im Reinen mit mir bin ,bekomme ich aus meinem Umfeld überwiegend Unverständnis und Entsetzen entgegengesetzt.Studium schmeißen!Wie kann man nur!Mit drei Kindern und überhaupt! Schlimm ist das, finde ich , wie jeder andere meint besser zu wissen was man tun und wer man sein sollte , als man selbst.
    Dabei ist diese Kritik meist nur eine Reflektion der Unsicherheiten anderer.
    Wie gut, das wir da bei uns sind.
    Alles Liebe und Danke für die bestärkenden Worte,
    Eni

    • antworten Dreierlei Liebelei 10. Mai 2017 at 15:56

      „Dabei ist diese Kritik meist nur eine Reflektion der Unsicherheiten anderer.“ So klug – dieser Satz! Mir hat sich eingebrannt, dass das, was andere über mich sagen oder denken, gar nichts über mich aussagt, sondern nur über sie. Das hilft auch enorm, wenn man mal wieder nicht den Erwartungen anderer entsprechen möchte 🙂

  • antworten Cathy 10. Mai 2017 at 13:16

    Dem ist absolut nichts mehr hinzuzufügen!
    Letztendlich muss nur ich alleine in meine Schuhe passen, sonst niemand. Und niemand sonst könnte es auch. Den meisten wären sie schlichtweg zu groß und sie würden direkt auf die Nase fliegen. Und es lebt sich so viel einfacher und schöner, wenn man sich frei macht von den Erwartungen anderer und was sie vielleicht denken könnten.
    Ich konnte diese Fragen aber auch nicht mehr hören, mal abgesehen davon, dass es niemanden etwas angeht, warum ich mit fast 30 denn noch nicht verheiratet bin und keine Kinder habe, ist es einfach auch eine äußerst unhöfliche Frage. Wie du schon schreibst, vielleicht kann man keine Kinder kriegen …
    Ich habe mir fest vorgenommen auf diese bescheuerten Fragen nur noch mit „Dafür kommen jetzt 5 € in die Arschlochkasse.“, aber seither fragt niemand mehr. 😀
    Wenn sich alle ein bisschen mehr, um ihre eigenen Sorgen und Unsicherheiten kümmern würden, hätten sie auch gar nicht mehr so viel Zeit das Haar in der Suppe, wie fehlende Kinder oder Ringe, bei anderen zu suchen.
    Und während alle um mich herum regelrechte Krisen bekommen haben, weil die große 3-0 vor der Tür stand, kann ich es kaum erwarten richtig schön zu feiern, unendlich viel Kuchen zu essen und den Grill anzuschmeißen. 🙂

    • antworten Dreierlei Liebelei 10. Mai 2017 at 15:59

      Das ist nämlich der Punkt. Dass niemand außer mir weiß, wie es tatsächlich in mir aussieht und welche Gründe es für welche Entscheidungen gibt. Also darf sich auch keiner außer mir ein Urteil erlauben… Wenn man sich das erst mal so richtig bewusst gemacht hat, wird alles sooo viel einfacher 🙂

  • antworten jacqueline 10. Mai 2017 at 13:49

    Einfach nur ein schlichtes DANKE. Dafür das du es so wunderbar verpackt auf den Punkt gebracht hast.
    -Jacqueline

  • antworten Bea 10. Mai 2017 at 18:08

    Ich hätte es nicht besser sagen können, genial!

    Ich werde Mitte Juni auch dreißig und bin begeistert von deiner Sichtweise und Einstellung!

    Danke für deine tollen Worte, mehr Menschen wie du und deiner Denkweise, braucht die Welt ❤

  • antworten Neri 10. Mai 2017 at 19:57

    Ich kann mich Deinem Beitrag nur anschliessen, leider bin ich auch jemand, der schon mit 29 Probleme mit dem Alter hat, ich muss mich da immer auf den Boden holen.

    Neri

  • antworten Marileen 10. Mai 2017 at 22:03

    Liebe Nadine,
    ein wirklich toller Text! Ich habe die 30 vor zwei Jahren hinter mich gebracht und das auch mit einer tollen Party mit meinen liebsten Menschen! Ich erfülle so ziemlich keine der Erwartungen, die an eine Frau mit 30 gestellt werden. Kein Partner, keine Kinder, (immerhin ein schönes Zuhause, aber auch das nur zur Miete) und trotzdem werde ich von Jahr zu Jahr glücklicher und zufriedener mit mir selbst! Natürlich gibt es auch bei mir Tage, an denen ich denke es könnte alles besser laufen. Aber die glücklichen Tage überwiegen enorm. Durch den Blog kann ich mich kreativ ausleben, ich bin neugierig auf die Welt und andere Menschen und habe einen tollen Freundeskreis. Im Gegensatz zu dir erfüllt mich mein Job zwar nicht wirklich, aber ich habe großartige Kollegen und er ermöglicht mir finanziell auch einige Dinge wie Reisen und schöne Restaurantbesuche.
    Glücklicherweise bekomme ich Partner- und Kinderfragen nur sehr selten gestellt, von daher ärgere ich mich da nicht drüber. Und die Erwartungen anderer an mein Leben sind mir herzlich egal. Gehört ja mir!
    Also danke für diesen schönen Text!
    Liebe Grüße, Marileen

  • antworten Jenni 11. Mai 2017 at 8:44

    Liebe Nadine,

    auch ich danke dir für diesen wunderbaren Text!
    Ich als Mitt-Zwanzigerin bin da zwar noch nicht in genau derselben Situation, aber ich spüre, dass sich das mit den Labels in meinem Umfeld gerade entwickelt: alle heiraten plötzlich, andauernd ist jemand schwanger – und dann fängt das an, dieses Vergleichen, dieses Beobachten (na, wann sind sie denn endlich soweit?), dieses Bald-Taxierende, das ich auch absolut gar nicht haben kann. Vor allem, weil wir nur so halb den Erwartungen entsprechen, die man an uns heranträgt – und es ist erfrischend, zu lesen, wie man sich dem, was gerade erst aufzieht, mit einer guten Haltung stellen kann.

    Dein Text war gewissermaßen Berartung für das, was kommen wird bzw. gerade beginnt.
    Danke dir dafür!

    Liebe Grüße
    Jenni

  • antworten Julia 11. Mai 2017 at 10:43

    Ein super Post.
    Ich bin gerade 31 geworden und komplett zufrieden mit meinem Leben.
    Dieser elendige Kinderfrage wird mir auch soo oft gestellt, ich kann es nicht mehr hören. Jeder sollte doch für sich selbst entscheiden, wie er sein Leben gestaltet. Solange es für einen selbst (und den Partner) passt und man glücklich ist.

    Ich wünsche dir eine wunderbare Party. Genieße es 🙂

  • antworten Kathrin 11. Mai 2017 at 12:13

    Wunderbarer Post, danke dafür!

  • antworten Nadja Widmer 11. Mai 2017 at 12:31

    Liebe Nadine

    Ich muss ehrlich zugeben, als ich den Titel „Thirty before Thirty“ gelesen hab, dacht ich schon du machst eben so eine besagte Liste, und auch wenn manche davon ja wirklich persönlich und legitim sind, hat das aus meiner Sicht so gar nicht zu dir gepasst. Deshalb war ich sehr froh diesen wunderschönen Artikel zu lesen.
    Als zwar erst 23 jährige, aber wohl gerade deshalb oft noch unsichere Person, spüre ich denselben Druck auch schon. Eine langjährige Partnerschaft ging zu Ende, und schon kommt der schleichende Gedanke wie man denn jetzt noch im Zeitplan jemanden finden soll, der wirklich zu einem passt, wobei man eigentlich noch den Schock und die Enttäuschung selbst verarbeiten muss.
    In deinen Post zum Thema Selbstfindung erkenne ich mich immer wieder, und du gibst mir Mut auf dem richtigen Weg zu sein, und dass es nicht schlimm ist, dass ich jetzt noch oft unsicher bin und auf der Suche was mich wirklich erfüllt. Die Erwartungen von sich an sich selbst sind doch oft schon genug gross, da braucht man nicht noch jene der Gesellschaft die man sowieso nicht erfüllen kann. Alles hat seine Zeit, jeder lebt nach seinen eigenen Massstäben und wenn uns das Leben eins lernt, dann doch dass es nie geradlinig verläuft und unerwartetes uns immer wieder zwingt uns neuen Herausforderungen zu stellen.
    Also nochmals vielen Dank für deine Inspirierenden Texte, und ich wünsche dir von Herzen einen schönen Geburtstag mit deinen Liebsten.
    Grüsse einer bisher stillen aber fleissigen Leserin
    Nadja

  • antworten Die Rabenfrau 11. Mai 2017 at 12:55

    Liebe Nadine, du hast es auf den Punkt gebracht. Der 30. Geburtstag liegt bei mir zwar schon eine ganze Weile zurück, aber ähnliche Gedanken gehen auch noch durch meinen Kopf. Das hört wohl nie auf…
    Grüßle
    Ursel

  • antworten Zebraaastreifen 26. Mai 2017 at 13:11

    Hi, Danke für diese tolle Kolumne, ich bin zwar noch 4 Jahre von der 30 entfernt, habe aber täglich mit innerer Unsicherheit und Anforderungen, aufgedrückten Labels von anderen Menschen zu Kämpfen. Es ist gut zu wissen das es noch mehr Menschen gibt, die ebenefalls die Freihheit lieben und das sind was sie sind und wie sie sind. Danke 😘

  • antworten Hannah 30. Mai 2017 at 11:48

    Liebe Nadine,

    ganz tolle Worte! Ich bin ebenfalls vor drei Wochen 30 geworden und habe mich davor ein wenig mit solchen Gedanken auseinandergesetzt. Und ich muss sagen, ich hab mich noch nie so gut wie jetzt gefühlt. Ich habe schon im letzten Jahr eine Veränderung bei mir bemerkt, sie ist kaum in Worte zu fassen – irgendwie nicht mehr rastlos, irgendwie angekommen. Und mein 30. Geburtstag hat das nur bekräftigt. Vielleicht ist es tatsächlich das erste Mal, dass ich wirklich behaupten kann, mein Alter spiegelt mein Ich wieder. Ich bin 30 und ich fühle mich wie 30. Und nur, weil da eine 3 steht, steht diese nicht sinnbildlich für ein Kind und ein Ring. Das muss auch ich (leider) ab und an meinem Umfeld klar machen. Ich habe eine wundervolle Beziehung, einen tollen Job, verwirkliche mich nebenher mit meinem Foodblog selbst und genieße ganz nebenbei die Freiheit, die mein Freund und ich noch haben, in dem wir rund um die Welt reisen. Und das mag ich momentan so. Vielleicht ändert es sich bis in 5 Jahren, vielleicht auch schon nächstes Jahr. Vielleicht aber auch gar nicht. Wer weiß. Es ist unser Leben und solange wir glücklich sind, können wir auch unser Umfeld glücklich machen, oder?
    Alles Liebe dir – ich hoffe, du lässt dich ordentlich und gebührend feiern!
    Ich habe meinen 30. in New York verbracht mit der Liebe meines Lebens – perfekter Tag, perfekter Ort, perfekte Begleitung. Und zuhause gab es eine riesige Sause für Freunde und Familie – ich habe 25 Sachen in 25 Stunden für mein Buffet vorbereitet und ich war nie glücklicher.
    Liebe Grüße
    Hannah

  • antworten Melina 1. Juni 2017 at 0:01

    Danke, dass du mir den Tipp zu deiner Kolumne gegeben hast! Schon übel, wenn du eigentlich happy bist und andere dir einreden wollen, dass dir etwas fehlt (zum Beispiel Kinder). In den letzten Jahren tauchten immer mehr Leute auf, die meine innere Uhr stellvertretend für mich ticken hörten, obwohl für mich alles bestens ist.
    Du hast mir wirklich aus der Seele gesprochen. Ich weiß eigentlich ziemlich genau, was ich will und was nicht. Ich muss mich nur so unglaublich zusammenreißen, mich nicht von den Sticheleien anderer herunterziehen und beeinflussen zu lassen. Es ist manchmal gar nicht leicht, denn niemandem ist völlig ohne Ausnahme egal, was Freunde und Angehörige von ihm denken.
    Danke dir für den schönen Text!

  • antworten Evelyn Kuttig 20. Juni 2017 at 1:25

    Du bist bestimmt die kleine Künstlerin (!) auf dem sehr schönen Foto. Wow, liebe Nadine, demnach hattest Du schon in sehr jungen Jahren ein ausgeprägtes Gefühl für Ästhetik 🙂
    Liebe Grüße
    Evelyn

    • antworten Dreierlei Liebelei 20. Juni 2017 at 18:34

      Ja, die bin ich 🙂 Ich war auf jeden Fall schon immer gerne kreativ – manchmal mit fragwürdigem Ergebnis, aber genau darum geht´s ja irgendwie auch…

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