Grüner Daumen

Wie bekommt man einen grünen Daumen?
{Am Beispiel Hibiskus – Zimmerpflanze des Monats Mai}

19. Mai 2015

Dieser Post enthält Werbung.

Früher habe ich es tatsächlich geschafft, sogar einen Kaktus eingehen zu lassen. Mein Daumen war rabenschwarz und Zimmerpflanzen konnte man deshalb bei uns lange suchen. Auch den obligatorischen Basilikumtopf in der Küche mussten wir nahezu jede Woche neu kaufen, weil er unter meiner Aufsicht einfach nicht überlebte. Aber seit diesem Jahr ist alles anders. Mein Garten und die Topfbewohner auf der Terrasse explodieren förmlich und ich schaue mindestens ein Mal am Tag bei all meinen kleinen Schützlingen vorbei und versorge sie mit frischem Wasser. Ich bin tatsächlich ein kleines bisschen stolz über die leichte Grünfärbung meines Daumens und probier’s frisch inspiriert jetzt dann doch auch ein Mal mit den Zimmerpflanzen… Und welche Pflanze wäre dafür denn bitte besser geeignet, als die Zimmerpflanze des Monats? Meine Damen und Herren: darf ich vorstellen? Das ist der Hibiskus!

 

Die tropische Blütenpracht macht direkt Lust auf Urlaub und lässt einen von Stränden und lauen Sommerabenden mit einem besonders hübschen Exemplar hinter dem Ohr träumen. Gut, dass er das ganze Jahr über ständig welche nachproduziert – die Blütedauer jeder einzelnen ist zwar kurz, aber es gibt kontinuierlich neue Exemplare. So holt man sich ein Stück Hawaii ins Wohnzimmer ohne Umweg über Urlaubantrag und ein Flugzeug. Wichtig ist, dass der Hibiskus sonnig steht und regelmäßig gegossen wird. Staunässe verträgt er allerdings nicht so gut. Verblühte Blüten und vertrocknete Blätter werden einfach vorsichtig entfernt, um Platz für neue zu schaffen und im Sommer, wenn es draußen schön warm ist, darf die Pflanze auch nach draußen auf den Balkon oder die Terrasse. Dann allerdings besser an einem trüben, bewölkten Tag umziehen, damit er keinen Klima-Sonnen-Schock bekommt.

Zur Überwinterung zieht der Hübsche dann an einen kühlen, hellen Platz und bekommt etwas weniger Wasser – austrocknen sollte er aber auch dann nicht. Im nächsten Frühling bekommt er einen Schnitt verpasst, damit er wieder hübsch für die nächste Saison ist. Den Hibiskus gibt es übrigens entweder als Topfpflanze, als Hochstamm oder als Strauch. Ihr kennt mich: für mich musste es für die Wohnung ein weißes Exemplar sein, aber ihr findet ihn auch in gelb, pink, rot, orange, rosa und lachsfarben. Noch mehr Infos gefällig? Findet ihr hier: Hibiskus als Zimmerpflanze

 

Das war übrigens auch schon das Geheimnis meines neu erworbenen, grünen Daumens. Ich suche mir eine Pflanze aus, die mir gefällt und informiere mich im Internet, in Büchern oder bei meinem Opa über ihre Bedürfnisse und Vorlieben. Anfangs dachte ich noch, ich könne mir das alles niemals merken, aber in den letzten beiden Monaten habe ich ein kleines Pflanzenlexikon in meinem Gehirn abgespeichert und weiß über vieles Bescheid, ohne ständig nachschauen zu müssen. Natürlich hat bei mir trotzdem die eine oder andere ins Gras gebissen, aber hey, die Sterberate ist drastisch gesunken…

Tolle Tipps und Infos findet ihr übrigens bei Pflanzenfreude.de, einer Initiative vom Blumenbüro Holland, die zeigen möchte, dass man sich in Gesellschaft von Pflanzen einfach wohler fühlt. Ich bin das beste Beispiel. Der Stolz, der einen erfüllt, wenn man eine Pflanze zum Blühen und Strahlen bringt und die Glückshormone, die produziert werden, wenn man in Erde wühlt, sind einfach unvergleichlich. Probiert es mal aus! Und keine Sorge: ich bin das beste Beispiel, dass man einen schwarzen Daumen nicht akzeptieren muss. Wer richtig Bock hat, sich mit den Blühern zu beschäftigen, bekommt das auch hin!

 

Habt es schön!
Nadine

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13 Kommentare

  • antworten Caro von Zuckergewitter 19. Mai 2015 at 7:01

    So eine schöne Pflanze!
    Deine Karriere vom schwarzen zum grünen Daumen finde ich super, bei mir ist früher auch alles gestorben, zumindest draußen. Drinnen hat nix überlebt, das blühen müsste.
    Mittlerweile bin ich dabei, draußen einen Rosengarten anzulegen und ich liebe es, im Netz nach Tipps zu suchen 🙂
    Liebe Grüße, Caro

  • antworten Lebenslounge 19. Mai 2015 at 7:13

    Wirklich hübsch!
    Ich musste etwas lachen als ich deine Geschichte vom schwarzen Daumen gelesen habe. Habe mich dezent seeeeehr wiedererkannt – nur dass es bei mir noch immer so ist 😀 Ich vergesse es einfach immer meine Blumen zu gießen – dabei habe ich schon welche die nur wenig Wasser benötigen. Aber hey, vielleicht bekomme ich ja auch eines Tages so die Kurve wie du 🙂

    Liebe Grüße,
    Lisa

  • antworten Lea von Rosy & Grey 19. Mai 2015 at 7:32

    Sieht echt toll aus! Werde ich mir gleich mal zulegen 🙂
    Bei deiner Geschichte vom schwarzen zum Grünen Daumen musste ich sehr schmunzeln, da es mir sehr ähnlich geht und ich aber langsam (ich hoffe) auf dem guten Weg bin 🙂

    Liebste Grüße
    Lea

  • antworten GioVelly Canismotion 19. Mai 2015 at 8:51

    Die sieht echt toll aus, ich glaub ich muss man in ein Pflanzencenter 😉

  • antworten Nadine 19. Mai 2015 at 9:24

    Dein Hibiskus sieht ganz wunderbar aus und das kleine Pflanzenlexikon im Kopf kenne ich nur zu gut! Doch beim Hibiskus muss ich gestehen: Dafür reicht das Grün meines Daumens nicht aus. Ich bin eher der Grünpflanzen-Typ für die Wohnung und kaufe mir Schnittblumen oder Primeln die sowieso nicht all zu lang leben. 🙂

    Liebe Grüße,
    Nadine

  • antworten Caro Schokofee 19. Mai 2015 at 11:18

    Ich danke Dir für die Ode an de Hibiskus, ich liiiiiebe Hibiskus und beschäftige mich sogar mit dem Thema Zuckerhibiskus. Dazu habe ich meie Hibiskusblüten getrocknet und als Vorlage genommen. Ich hatte sogar mehrere Stöcke, bis so fiese kleine Zwergviecher alle Pflanzen zerstört haben…. 🙁

    Wünsche Dir viel Freude mit dem Hibiskus.

    http://mitliebegebacken.blogspot.de/2015/04/seit-langem-mal-wieder-eine.html

    LG Caro

  • antworten Jana 19. Mai 2015 at 14:47

    Es sieht wirklich direkt viel schöner aus mit Blumen! 🙂
    Ich liebe Blümchen, aber leider hab ich auch einen schwarzen Daumen. Wobei ich die Pflanzen immer ertränke statt sie verdursten zu lassen 😀 Dass sie die Blätter hängen lässt, weil ich ZU VIEL gieße, kann man ja nich ahnen hahaha.
    Ich sollte mich wohl auch mal besser informieren 😉

    Liebe Grüße ♥

  • antworten Heike 19. Mai 2015 at 15:10

    Ich liebe Hibiskus!
    Letztes Jahr hab' ich mir zwei winterharte Pflanzen für den Garten gekauft.
    Die stehen jetzt auf der Terrasse in Kübeln und ich warte nun sehnsüchtig auf die Blüten!
    Lieben Gruß, Heike

  • antworten diekleinemir 19. Mai 2015 at 18:13

    Hallo Nadine,
    sehr schöne Bilder. Mein Hibiskus ist schon mindestens 2o Jahre alt. In diesem Jahr habe ich ihn sehr stark zurückgeschnitten. Er ist wieder wunderbar buschig und ein Teil der abgeschnittenen Triebe wandert in einen Topf zum Bewurzeln.
    Zum Basilikum kann ich dir einen Tip geben, die Stiele nicht abschneiden, sondern nur die Blätter abzupfen, es muss immer ein Blattpaar oben übrigbleiben und der Basilikum bildet immer wieder oben neue Blätter.
    Liebe Grüße aus Düsseldorf
    Sabine Z.

  • antworten Stefanie 20. Mai 2015 at 15:16

    Hallo Nadine,
    ich bin leider der klassische Sahara-Typ, weil ich meistens das Gießen vergesse…
    Ich finde deinen Merkzettel super toll, werde ihn mir ausdrucken und habe vor, mir auch so einen schönen Mitbewohner zuzulegen 🙂
    Über weitere solche Zusammenfassungen würde ich mich freuen, dann wird es bei auch längerfristig "grüner" ^^

    Liebe Grüße, Stefanie

  • antworten Melanie 29. Mai 2015 at 19:49

    Ich mag ja absolut keine Blühpflanzen, dafür find ich Grünpflanzen aber richtig klasse. Ich kenne aber auch das Problem mit dem nicht so grünen Daumen, du bist nicht die einzige die Basilikumpflänzchen vernichtet oder Kakteen. Ich hatte mal einen, klein und rund… dachte lange Zeit, ui endlich etwas das überlebt. Bis ich rausfand das innen alles vertrocknet war… Es waren nur noch die "Stacheln" außen da… soviel also dazu^^

  • antworten Anne 14. Juni 2015 at 5:26

    Moin Nadine,

    bei Deinem Wandel zum grünen Daumen mit dem Hibiskus musste ich sehr schmunzeln, denn bei mir waren sie auch der Auslöser für eine grüne Wohnung. Ich hab sie auf meinen Reisen an den Äquator kennen und lieben gelernt. Sie sind ein Teil Reise-Erinnerung für mich. Mittlerweile habe ich 9 unterschiedliche Pflanzen und freue mich jedes Mal wenn ich die großen bunten Blüten sehe.

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