Kolumne #Gedankenliebelei

10 Ideen für eine gute Selbstfürsorge – Teil 2

7. Dezember 2018

10 Ideen für eine gute Selbstfürsorge

Hier geht es zu Teil 1 meiner 10 Ideen für eine gute Selbstfürsorge.

Hier ist er, der zweite Teil meiner 10 Ideen für eine gute Selbstfürsorge. Und heute geht es noch mal ein klein wenig tiefer. Tiefer in die Ursachen für unsere Unruhe. Weil es keinen Sinn macht, Symptome zu bekämpfen, wenn die Ursache nicht gefunden und behoben wird. Es ist ein bisschen wie mit dem bekannten Loch im Eimer. In den kannst du so viel Wasser schütten, wie du möchtest – der Eimer wird es nicht halten können. Und genauso verhält es sich, wenn wir oberflächlich versuchen, zur Ruhe zu kommen. Wenn wir versuchen, mit Yoga und Co zur Ruhe zu kommen, wenn wir innerlich Löcher haben. Erst, wenn wir diese Löcher stopfen, werden wir zur Ruhe kommen. Machen wir uns also an die Arbeit!

 
6. Sorge für eine Umgebung, in der du dich gerne aufhältst
Ja, ich weiß! Keiner möchte in einer Auflistung über Selbstfürsorge hören, dass er aufräumen, ausmisten und putzen soll. Ich eigentlich auch nicht. Ich war bis Anfang des Jahres der chaotischste Mensch überhaupt – und ich dachte, so bin ich halt, mich stört es ja nicht. Wisst ihr, wie ich bemerkt habe, dass es mich doch immens stört? Als ich mir an einem Sonntag zuhause wünschte, ich sei in einem Wellnesshotel.

Ich hatte alle Möglichkeiten, es mir zuhause gemütlich zu machen und wünschte mich weg. Als ich genauer darüber nachdachte, warum das so ist, wurde mir klar, dass ich mich in eine komplett aufgeräumte, saubere und ruhige Atmosphäre wünschte. Ab diesem Zeitpunkt stellte ich zusammen mit dem Liebsten unsere Wohnung auf den Kopf und auch mein Büro, in dem ich mir mein Chaos zugestand, mich aber gleichzeitig schon lange nicht mehr wirklich wohl darin fühlte, war fällig. Nach und nach misteten wir aus, räumten auf und mir fiel es sehr, sehr viel leichter, meine Anteile am Haushalt zu erledigen und unsere Wohnung sauber zu halten. Es war keine riesige Überwindung mehr, es war eine Investition in mein Wohlbefinden.

Wenn man es bewusst als Akt der Selbstfürsorge einsetzt, fällt einem aufräumen, ausmisten und putzen leichter. Wenn man sich bewusst macht, dass man es sich selbst wert ist, in einer sauberen und gemütlichen Umgebung zu leben und zu arbeiten. Weil es gut tut. Und weil man in einer chaotischen Umgebung ja doch nicht so richtig zur Ruhe kommt, weil einen unterbewusst das schlechte Gewissen und das Wissen, was man noch alles zu erledigen hätte, plagen.

Wenn ihr trotz Chaos zufrieden seid und es euch überhaupt gar nicht stört: perfekt. Wenn ihr tausend Ecken zuhause habt, die euch nerven: geht sie an. Räumt nach und nach Ecke für Ecke auf. Und nach jeder Ecke konzentriert ihr euch nicht auf das, was noch vor euch liegt, sondern auf das, was ihr gerade geschafft habt. Manche Projekte brauchen eben etwas Zeit, deshalb ist es wichtig, auch zwischendurch die kleinen Erfolge zu feiern. Wir räumen nun seit einem Jahr auf und haben immer noch eine Menge vor uns, bevor wir wirklich die ganze Wohnung, den Keller und den Speicher von seinen nervenden Ecken befreit haben. Aber das ist ok. Wichtig ist, dass man wirklich für sich selbst aufräumt und nicht für andere oder weil man sich verpflichtet fühlt! Ein »Ich möchte in einer aufgeräumten, sauberen und gemütlichen Umgebung leben« ist der besser Antrieb als »Ich muss aufräumen«. Probiert es mal aus!

Wenn man es bewusst als Akt der Selbstfürsorge einsetzt, fällt einem aufräumen, ausmisten und putzen leichter. Wenn man sich bewusst macht, dass man es sich selbst wert ist, in einer sauberen und gemütlichen Umgebung zu leben und zu arbeiten.

 
7. Iss gesund und treibe Sport/Iss ungesund und schwänze den Sport
Irgendwie sind Essen und Sport irgendwann zur Religion geworden. Ich persönlich habe mich in den ersten dreißig Jahren meines Lebens mit Essen betäubt, belohnt oder beschäftigt. In Kombination mit fehlender Bewegung fühlte ich mich ziemlich schnell ziemlich unwohl in meinem Körper. Ich gebe ehrlich zu, dass ich vor ein paar Jahren nur damit anfing, gesünder zu essen und Sport zu treiben, um abzunehmen. Ich hatte dieses Bild im Kopf, dass ich sicher glücklicher wäre, wenn ich schlanker wäre. Das hat sich in der Zwischenzeit grundlegend geändert. Ich mag mich genau so, wie ich bin, mein Indikator ist, wie wohl ich mich fühle – nicht, wie viel ich wiege und mein Glück ist nicht abhängig davon, wie ich aussehe. Es ist genau andersherum.

Ernährt euch gesund, weil es euren Körpern gut tut und nicht, weil ihr dünn werden oder bleiben möchtet. Und esst komplett ohne schlechtes Gewissen die Pizza/die fett mit Käse überbackene Lasagne/die riesige Portion Pommes mit Mayo oder den dritten Teller Pasta Carbonara, wenn eure Seele danach verlangt. Weil eben ab und zu auch das gut tut. Es geht um die Balance und um das ganz eigene Körpergefühl.

Mir fällt es nicht schwer, mich gesund zu ernähren, ich habe aber gleichzeitig überhaupt kein Problem damit, freitags Raclette, samstags Burger und sonntags Pizza zu essen. Ich kann mir ohne mit der Wimper zu zucken zwei Stücke Torte nehmen oder eine komplette Packung Kekse aufeinmal essen. Weil ich mittlerweile auf mich und mein Körpergefühl vertraue und weiß, dass ich das in dem Moment brauche, sonst würde ich es nicht wollen. Aber ich kann mich mittlerweile auch drauf verlassen, dass ich ein gutes Gleichgewicht habe und danach zuverlässig spüre, dass ich etwas Gesundes brauche. Das äußert sich hier nicht mehr in Form eines schlechten Gewissens, sondern in einem Verlangen nach Frischem. Ich verbiete mir nichts und paradoxerweise führte genau das dazu, dass mir die gesunde Ernährung so leicht fällt, wie noch nie.

Dasselbe gilt für Sport. Den nicht mehr zu machen, um dünn zu werden oder zu bleiben und stattdessen genau zu spüren, wie gut es tut, komplett ohne Druck oder Erwartungen im ganz eigenen Tempo einfach loszulegen. Das war eine der größten Errungenschaften für mich. Dann ist es nämlich völlig egal, wie lange man nichts gemacht hat und wie langsam und unkonditioniert man ist. Weil es einzig und allein darum geht, überhaupt etwas zu machen und darum, dass es einem nach dem Sport im eigenen Tempo besser geht. Man ist ausgeglichener und entspannter, weil man die Energie verbraucht hat, die der Kopf sonst vielleicht ins Gedankenkarussell gesteckt hätte. Und die Glückshormone, die durch Bewegung ausgeschüttet werden, erledigen den Rest.

Sport nicht mehr zu machen, um dünn zu werden oder zu bleiben und stattdessen genau zu spüren, wie gut es tut, komplett ohne Druck oder Erwartungen im ganz eigenen Tempo einfach loszulegen.

 
Bewegung als Akt der Selbstfürsorge. Das ist eine kleine Offenbarung. Dann gibt es nämlich auch keinen Grund, sich selbst zu geißeln, wenn man das Training schleifen lässt. Selbstgeißelung, weil man etwas, von dem man weiß, dass es einem eigentlich gut tun würde, nicht schafft, ist keine Selbstfürsorge – es anzunehmen, dass man aus welchem Grund auch immer den Sport hat schleifen lassen, schon eher. Ich habe 2016 das Laufen für mich entdeckt und schaffe es manchmal drei Mal die Woche und manchmal drei Monate lang gar nicht. Beides ist für mich völlig ok! Sobald ich merke, dass ich viel zu viel grüble, weil mir die Bewegung fehlt oder sobald ich denke, ich würde gerne wieder mehr Sport machen, mache ich es! Ich denke gar nicht lange darüber nach und schmiede Pläne – ich mach einfach! Und als mir mein Arzt Anfang des Jahres sagte, ich müsse vorübergehend mit dem Laufen und Sport im Allgemeinen aufhören, ging ich eben zum Spazieren über.

Wenn ihr euch überhaupt gar nicht zum Sport aufraffen könnt, dann baut eurem Körper zuliebe regelmäßige Spaziergänge oder kleine Radtouren in euren Alltag ein. Jeder Schritt ist besser als gar nichts! Und weg mit dem Leistungsdruck: es geht nicht darum, möglichst schnell möglichst konditioniert oder gut in etwas zu sein – es geht darum, überhaupt etwas zu machen, ganz egal, wie langsam. Nur dem eigenen Wohlbefinden zuliebe! Alles andere ist Selbstoptimierungswahn und der ist das genaue Gegenteil von Selbstfürsorge.

10 Ideen für eine gute Selbstfürsorge

 
8. Schiebe Dinge, die sowieso erledigt werden müssen, nicht auf
Ich bin die Königin des Aufschiebens gewesen! Ich konnte mich bisher immer so lange nicht motivieren, bis die Zeit knapp wurde. Unter Druck lief ich erst zur Höchstform auf. Vorher hatte ich schlichtweg keine guten Ideen. Aber das führte wohin? Genau: dahin, dass ich eigentlich immer unter Druck stand, weil ich immer irgendetwas bis zum letztmöglichen Moment aufgeschoben habe. Als ich merkte, wie sehr mich dieser Druck belastete, setzte ich mich mit dem Thema auseinander und merkte, dass letztlich Angst dahinter steckte. Die Angst, anzufangen. Weil: das Ergebnis könnte ja schlecht werden. Ich hatte Angst, nicht gut genug zu sein! Und so zog sich das Aufschieben durch mein komplettes Leben. Selbst Dinge, vor deren Ergebnis ich keine Angst haben brauchte (wie Arzttermine vereinbaren), schob ich auf.

Mittlerweile weiß ich, dass mich diese unerledigten Dinge, die im Hinterkopf pochen, eine Menge Energie kosten. Und da ich diese Energie viel lieber in anderes investieren möchte, erledige ich das, was anfällt, jetzt sofort. Ich mache mir jeden Tag auf´s Neue bewusst, dass ich das prokrastinieren loswerden möchte, schreibe mir morgens eine machbare Liste an Erledigungen und erledige sie. Ich übe noch und bin weit davon entfernt, diesen Tipp selbst schon zu hundert Prozent umzusetzen, aber es wird von Mal zu Mal einfacher. Es hilft sehr, das gute Gefühl, das sich einstellt, nachdem man alles erledigt hat, bewusst zu genießen und abzuspeichern und das schlechte Gefühl, das sich beim Aufschieben verbreitet, ebenso bewusst wahrzunehmen. Auch hier gilt wieder: ein »Ich möchte dieses Projekt gerne erledigt haben, damit ich es aus dem Kopf habe« ist der bessere Antrieb als »Ich muss mich an dieses Projekt setzen«.

 
9. Verzichte auf ein schlechtes Gewissen!
Je größer mein Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl in den letzten beiden Jahren wurde, desto kleiner wurde automatisch mein schlechtes Gewissen. Das steht nämlich stark vereinfacht für das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben. Aber keiner von uns macht permanent so viel falsch, dass das schlechte Gewissen der permanente Begleiter sein sollte. Natürlich macht jeder von uns mal einen Fehler, das ist nur menschlich. Und da ist das schlechte Gewissen ein moralischer Kompass. Wenn wir zum Beispiel andere behandeln, wie wir selbst nicht behandelt werden wollen. Es gehört viel dazu, sich selbst einen Fehler einzugestehen und noch mehr, diesen Fehler auch vor anderen zuzugeben und sich ggf. zu entschuldigen.

Und nur dafür ist ein schlechtes Gewissen gut. Um zu spüren, dass man etwas macht, was eigentlich gegen die eigene Natur, Einstellung und Moral geht. Spüre ich ein schlechtes Gewissen, schaue ich mittlerweie genau hin. Und dann entscheide ich mich entweder mit allen Konsequenzen gegen das, was ich da gerade vor habe. Oder mit allen Konsequenzen für mich. Und in beiden Fällen verschwindet mein schlechtes Gewissen.

Stark vereinfacht: esse ich eine Pizza mit schlechtem Gewissen, esse ich sie ja trotzdem – aber mit beschissenem Gefühl. Entscheide ich mich voll und ganz dafür, dass diese Pizza jetzt gerade das Beste für mich ist, genieße ich sie mit gutem Gewissen. Und diese Pizza könnt ihr jetzt für euch ersetzen. Mit dem, was euch ein schlechtes Gewissen bereitet. Ändert den Blickwinkel – seht nicht das schlechte an einer Situation, sondern fokussiert euch auf das, was es euch bringt. Seid zu hundert Prozent und aufrichtig ihr selbst, dann ist ein schlechtes Gewissen nicht nötig.

Echte Selbstliebe ist nicht an Bedingungen geknüpft. Nehmt euch an – erst recht in den Momenten, in denen es schwer ist.

 
10. Nimm deine Schwächen an!
Es ist einfach, sich selbst anzunehmen, wenn gerade alles gut läuft. Wenn wir voller Power und Motivation sind, die Haare perfekt liegen, unsere Umgebung sauber ist, wir uns gerade vorbildlich ernähren und regelmäßig zum Sport gehen. Aber: echte Selbstfürsorge schließt auch ein, uns selbst zu akzeptieren, wenn wir einen (bis hundert) dicke Pickel im Gesicht haben. Wenn unsere Haare machen, was sie wollen. Wenn wir unmotiviert und undiszipliniert sind.

Echte Selbstliebe ist nicht an Bedingungen geknüpft. Nehmt euch an – erst recht in den Momenten, in denen es schwer ist. Nehmt es an, wenn ihr gerade zickig seid, wenn ihr euch nicht zum Sport aufraffen könnt, wenn ihr euch den dritten Teller mit Fettigem vollhauen möchtet, wenn ihr einen Streit vom Zaun gebrochen habt, wenn ihr überhaupt keine Lust auf´s Aufräumen habt, wenn ihr einen Fehler gemacht habt, wenn ihr ihr das Gefühl habt, nicht gut genug zu sein, wenn ihr traurig seid, wenn ihr wütend seid, wenn ihr neidisch seid, wenn ihr Angst habt. Und nehmt es an, wenn ihr gerade nicht in der Lage seid, auch nur einen einzigen Schritt in Richtung Selbstfürsorge zu gehen.

Verurteilt euch nicht dafür! Keiner ist immer motiviert! Und keiner ist immer unmotiviert! Vertraut auf euer eigenes Timing und nutzt euren Schwung, wenn er da ist! Wenn euch gerade alles zu viel ist und ihr das Gefühl habt, nichts auf die Reihe zu bekommen, dann akzeptiert auch das und macht euch nicht zusätzlich selbst fertig! Ihr seid nie alleine mit dem, was ihr über euch denkt! Es gibt immer eine ganze Menge Menschen, die gerade genau dasselbe über sich denken!

Glaubt nicht, dass alle anderen alles im Griff haben und nur ihr selbst nichts auf die Reihe bekommt. Und glaubt vor allem nicht, dass euer Wert und eure Liebenswürdigkeit davon abhängt, dass ihr euch selbst optimiert. Glaubt nicht, dass ihr die beste Version von euch selbst werden müsst. Die Wahrheit ist, dass ihr immer gerade die beste Version von euch selbst seid. Die, die ihr jetzt gerade sein könnt.

Solltet ihr euch mit dieser Version unwohl fühlen, ist das nur ein Indikator dafür, dass ihr vielleicht auf Dauer etwas ändern möchtet – aber kein Grund, sich jetzt gerade selbst fertig zu machen. Es hat immer einen Grund, warum wir sind, wie wir sind und warum wir handeln, wie wir handeln. Nehmt das an! Und ändert das, was euch schlecht fühlen lässt nicht für andere, sondern für euch selbst! Und das Wichtigste: nehmt an, was ihr niemals ändern werden könnt. Eure Vergangenheit. Nicht änderbare Äußerlichkeiten. Ungeliebte Charaktereigenschaften, die fest mit euch verknüpft sind. Führt nicht euer Leben lang Krieg gegen euch selbst! Nehmt euch an! Das ist die ultimative Selbstfürsorge.


Das waren sie, meine 10 Ideen für eine gute Selbstfürsorge. Die, die ich seit zwei Jahren für mich umsetze, die mich spürbar ruhiger, gelassener und entspannter werden ließen und gleichzeitig sehr viel wertvoller für mein direktes Umfeld, weil sie von dieser Ruhe profitieren.

Ganz ehrlich? Den Weg der Selbstfürsorge zu gehen, ist kein leichter! Man muss sich täglich aktiv neu für ihn entscheiden und er schmerzt manchmal sehr. Weil man erst dann bemerkt, wie sehr man sich selbst sabotiert und wie oft man sich im Weg steht. Was man aber im Laufe der Zeit zurückbekommt, ist es wert! Eine gute Selbstfürsorge sorgt fast automatisch für ein gutes Selbstbewusstsein und ein gutes Selbstwertgefühl. Und andersherum sorgen ein gutes Selbstbewusstsein und ein gutes Selbstwertgefühl für eine gute Selbstfürsorge. Das geht Hand in Hand.

Vertraut euch! Darauf, dass ihr über euch hinauswachsen könnt, wenn ihr gerade unglücklich seid, indem ihr einen ersten kleinen Schritt geht. Jeden Tag auf´s Neue! Ich wünsche es euch, dass ihr eure ganz eigenen Strategien findet und euch gut um euch kümmern könnt – gerade im kommenden Dezember und für alle weiteren Monate auch!

Habt es schön!
Nadine

Wenn ihr euch ein paar praktische Selbstfürsorge Beispiele von anderen wünscht: in den Kommentaren unter diesem Instagram Post haben mir ein paar meiner Leser welche verraten.

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4 Kommentare

  • antworten Jessica 7. Dezember 2018 at 13:48

    Vielen Dank, Nadine! Auf dem Weg zu einer intensiveren Selbstfürsorge sind deine Ratschläge eine gute und ehrliche Unterstützung. Vor allem in diesen authentischen Worten, denn für mich persönlich ist es unerträglich wenn Menschen ihre Realness in ihrem Schreibstil, gerade bei solchen Themen, verlieren. Viele Schreiber*innen verfallen in eine Art kitschigen Mädchenstil, eine leider anerzogene Eigenart, um weich, bequem und zuckersüß daherzukommen, da sie häufig glauben, dass nur der „braven Weiblichkeit“ Gehör geschenkt wird. – Leider ist genau das oft auch schlecht für die Selbstfürsorge, sich zu verbiegen, nur weil sie denken das Konstrukt „Gesellschaft“ verlange es von ihnen.

  • antworten Manu Steiner 7. Dezember 2018 at 15:10

    Ich mag sie sehr sehr sehr, deine Liste! Jetzt muss ich sie nur noch umsetzen… 🙂

  • antworten Julia 8. Dezember 2018 at 22:20

    Danke, liebe Nadine, dass du dies hier mit uns teilst. Gerade im zweiten Teil waren für mich ein paar sehr erhellende neue Gedanken dabei, die ich gerne für mich mitnehmen möchte. Du bist eine wahre Inspiration 🙂 Du kannst stolz darauf sein, was du geschafft hast. Und ich finde es so schön, wie authentisch du dabei bist.
    Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre es eine Liste der Bücher, die dich auf deinen guten Weg gebracht haben.

    Ganz liebe Grüße
    Julia

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