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Bärlauch Gnocchi mit Ricotta, Pesto und Cashewkernen

31. März 2020

Verrückte Zeiten sind das gerade! Ich bin ehrlich: auch, wenn ich es gewohnt bin, im Home Office zu arbeiten, macht mir dieser aktuelle Zustand doch sehr zu schaffen. Ich bin sowieso viel alleine und die wenige Zeit, die ich mit anderen verbringe, jetzt auf ein winzig-kleines Minimum herunterzufahren, fällt mir doch schwerer, als ich es erwartet hätte. Deshalb war ich umso dankbarer, als mich meine Freundin am letzten Wochenende in ihren Schrebergarten am Wald einlud, um die Bärlauchfelder zu beernten. Mit einem für meinen Geschmack viel zu großen, aber aktuell eben wichtigen Sicherheitsabstand saßen wir in der Morgensonne und tranken unseren jeweils mitgebrachten Kaffee, wir sagten den beiden Hühnern hi, die mich mit vier Eiern beschenkten und wir pflückten selbstverständlich jede Menge vom grünen Gold, das den Garten von März bis April überwuchert.

Bärlauch Gnocchi mit Ricotta, Pesto und Cashewkernen
Bärlauch Gnocchi

Den Rest des Wochenendes investierte ich dann zum größten Teil in die Verarbeitung der leckeren Blätter. Wobei ich zugeben muss, dass der größte Zeitfresser das Filmen war. Ohne ein Video von der Zubereitung zu drehen, ist Gnocchi rollen quasi meditatives Fast Food. Also so im direkten Vergleich. Es ist auf jeden Fall ein Essen zum Runterkommen. Eines, auf das man sich einlassen muss. Die Zeit, die ihr investiert, ist das Ergebnis aber auf jeden Fall wert.

Neben den Gnocchi bereitete ich dann noch Bärlauchpesto, Bärlauchbutter, eine Bärlauchpaste und eine Bärlauchsuppe zum Einfrieren zu. Von meiner Freundin gab es noch Bärlauchsalz – die Rezepte hierfür verrate ich euch noch.

Bärlauch Gnocchi mit Ricotta, Pesto und Cashewkernen
Bärlauch Gnocchi mit Ricotta, Pesto und Cashewkernen

Bärlauch Gnocchi mit Ricotta, Pesto und Cashewkernen

Zutaten für vier Personen

  • 600 g Kartoffeln
  • etwa 200 g Mehl + mehr zum Verarbeiten
  • 80 g Bärlauch
  • zwei frische Eier
  • ein paar Prisen Muskat
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • ein bis zwei Esslöffel Bratöl
  • etwa vier Esslöffel Ricotta
  • Bärlauchpesto (Rezept folgt bald)
  • eine kleine Hand voll geröstete Cashewkerne
  • Saft einer halben Zitrone
  • gutes Olivenöl

Die Kartoffeln mit Schale etwa 30 Minuten kochen, abschütten, etwas ausdampfen lassen und schälen. Den Bärlauch gründlich waschen, 60 g davon sehr fein hacken und 20 g in feine Streifen schneiden.

Die Kartoffeln durch eine Presse drücken, mit dem Mehl, den Eiern, dem fein gehackten Bärlauch, Salz, Pfeffer und Muskat zu einem glatten Teig verarbeiten. Wenn der Teig sehr klebt, nach und nach esslöffelweise mehr Mehl einarbeiten, bis er sich gut verarbeiten lässt. Es kann schon sein, dass da noch einiges an Mehl gebraucht wird. Wichtig ist, dass der Teig am Ende aussieht wie im Video oder auf den Fotos.

Ein Drittel des Teiges mit mehligen Händen zu einer Rolle mit zwei Zentimetern Durchmesser formen und auf der bemehlten Arbeitsfläche in etwa einen Zentimeter breite Stücke schneiden. Mit den Handinnenflächen zu Kugeln rollen und mit einer Gabel das typische Rillenmuster eindrücken.

Die Gnocchi in gesalzenem, siedendem Wasser etwa vier Minuten garen. Sie sind fertig, wenn sie an die Oberfläche kommen. Abschöpfen, etwas abtropfen lassen, in der Zwischenzeit das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Gnocchi dann darin leicht bräunen lassen.

Mit dem restlichen, fein geschnittenen Bärlauch bestreuen und zusammen mit Ricotta- und Bärlauchpestoklecksen, gehackten Cashewkernen und ein paar Spritzern Zitronensaft und wenig gutem Olivenöl servieren.

Dazu passt ein grüner Salat. Wir hatten außerdem noch diese karamellisierten Tomaten mit samt dem köstlichem Sud. Die lassen sich perfekt schon morgens zubereiten. Entweder bereitet man sie schon komplett zu oder man backt sie frisch, während man die Gnocchi zubereitet. Alleine für den Duft, den sie verbreiten, lohnt sich das schon!

Bärlauch Gnocchi
Bärlauch Gnocchi mit Ricotta, Pesto und Cashewkernen

Vielleicht ist das ja auch etwas für euch? Die Wälder nach den leckeren Blättern absuchen? Es lenkt auf jeden Fall für eine Weile ab von dem, womit wir uns wahrscheinlich gerade alle beschäftigen.

Ihr Lieben, bleibt gesund und habt es (trotz allem) schön!
Nadine

Wenn ihr das Rezept für später pinnen möchtet, könnt ihr, wenn ihr mögt, gerne eines dieser Fotos hier verwenden:

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1 Kommentar

  • Antworten Jenny 6. April 2020 um 15:30

    Mega köstlich, heute gemacht und die Hälfte direkt nach dem Zubereiten eingefroren für morgen. Lecker, lecker, unbedingt nachmachen!
    Kleiner Tipp: ich habe schätzungsweise bestimmt insgesamt 300 Gramm Mehl oder so gebraucht, man muss schon noch ordentlich Mehl einarbeiten, damit der Teig nicht überall anklebt. Auch Hände gut einmehlen, wenn man sie formt!

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