0
Kolumne #Gedankenliebelei

Warum du nichts Besonderes sein musst, um mit etwas Kreativem Erfolg zu haben

18. September 2019
Warum du nichts Besonderes sein musst, um mit etwas Kreativem Erfolg zu haben

»Wie oft denke ich daran, wie wertvoll es sein muss, dich zu kennen! Welch Glück deine Familie und Freunde haben!«

Bumm! Das saß! Ich las die Worte, die mir eine Leserin über Instagram per Nachricht schickte und wieder ein Mal meldete sich diese Stimme in meinen Kopf: »Die denken, dass du etwas Besonderes bist! Wenn die wüssten, wie unspektakulär du eigentlich bist.« Eine Stimme, von der ich eigentlich dachte, sie schon lange hinter mir gelassen habe. Plötzlich war sie kurz wieder da und gab mir das Gefühl, nichts Besonderes zu sein!

Es ist eine Stimme, die du vielleicht auch ganz gut kennst, wenn du dich dazu entschieden hast, diesen Post zu lesen. Und falls du hier schon eine Weile mitliest, ahnst du vielleicht auch schon, was jetzt kommt… Genau! Ein Plädoyer dafür, dass es gar nicht möglich ist, nichts Besonderes zu sein! Ich bin überzeugt, dass deine Familie und deine Freunde ein riesiges Glück haben, dich zu kennen, dass du sogar sehr besonders bist und das vielleicht einfach nur selbst (noch) nicht sehen kannst!

Ich habe das selbst auch hinter mir…

Es gab eine Zeit, in der ich auch dachte, ich könne nichts so richtig gut und sei sogar ziemlich unbesonders. Ich glaubte hartnäckig all den negativen Stimmen meiner Vergangenheit, die mich als Echos begleiteten. Zu unsportlich, zu unordentlich, zu faul, zu undiszipliniert, zu dick, nicht kreativ, nicht klug genug, nicht schön, zu laut, gleichzeitig zu sensibel. Ich hatte immer das Gefühl, zu wenig zu sein. Nie das Gefühl, gut zu sein. Nie das Gefühl, genug zu sein. Nie das Gefühl, etwas auf die Reihe zu bekommen.

Und heute liest du trotzdem hier mit. Irgendetwas habe ich in den letzten Jahren also gemacht, was dazu führte, dass du nun hier meine Worte liest. Und das, obwohl mein Deutschlehrer mir jahrelang bescheinigte, ich könne nicht schreiben. Obwohl eine ehemalige Vorgesetzte mir mal nicht sonderlich einfühlsam mitteilte, ich würde mit meiner Sensibiltät in der Arbeitswelt untergehen. Obwohl der Marketingleiter des Unternehmens, in dem ich meine Ausbildung zur Mediendesignerin gemacht habe, mir sagte, er sähe mich eher in einem administrativen Job und nicht in einem kreativen Beruf.

All diese Stimmen haben auch in mir Spuren hinterlassen – Spuren von Selbstzweifeln, die mich nach wie vor täglich begleiten. Und trotzdem war da ein Teil in mir, der rebellierte. Der es allen zeigen wollte. Der erst zaghaft und dann immer zielstrebiger genau das machte, was er machen wollte. Ein Teil, der dafür sorgte, dass ich heute Erfolg habe, mit dem, was ich liebe. Mehr noch: ich habe meine Schwächen zu Stärken gemacht. Habe begriffen, dass gerade meine Sensibilität und Empathie mich zu etwas Besonderem machen. Zu jemandem, der anderen weiterhelfen kann. Die Grenzen der anderen waren nicht meine.

Eigentlich sollte die Headline dieses Posts also »Warum du nicht das Gefühl haben musst, etwas Besonders zu sein, um mit etwas Kreativem Erfolg zu haben!« heißen.

Die Wahrheit ist: um mit etwas Kreativem Erfolg zu haben, musst du begreifen, dass nur du die Dinge exakt so siehst, wie du sie siehst. Dass nur du diese einzigartige Mischung aus Stärken und Schwächen hast. Dass nur du auf diese eine Art und Weise dazu beitragen kannst, anderen zu helfen. Dass deine Idee vielleicht schon viele, viele Menschen vor dir hatten – dass sie aber noch nie von DIR in deinem ganz eigenen Stil umgesetzt wurde. Ok, nun weißt du zumindest in der Theorie, dass du etwas Besonderes bist, auch wenn du dich vielleicht nicht so fühlst. Die Frage ist nun: wie funktioniert es nun genau?

Wie kannst du mit etwas Kreativem Erfolg haben?

1. Du musst dich trauen!
Du musst dich trauen, nicht nur mit einer Idee schwanger zu werden, sondern sie auch umzusetzen. Auf deine Art und Weise. Du musst dich trauen, du zu sein! Deine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Die Welt, wie du sie siehst, aufzuzeigen. Nicht die Pfade zu gehen, die andere bereits niedergetrampelt haben, sondern deinen ganz eigenen Weg finden. Du musst dich trauen, dich und deine Persönlichkeit zu zeigen.

Ich glaube fast, dass das der größte Schritt ist: den Mut aufzubringen, sich und seine Idee zu zeigen! Sich zu erlauben, zu zeigen, was im eigenen Kopf passiert. Sich wichtig genug zu fühlen und zu glauben, dass die Welt genau diese eine Stimme braucht! Deine!

2. Du darfst nicht nur planen – du musst auch umsetzen!
Keine Frage: Pläne, Konzepte und Strategien sind toll. Aber wenn es immer nur bei den Plänen bleibt und deine Idee niemals das Licht der Welt entdeckt und gesehen wird, wirst du damit selbstverständlich auch keinen Erfolg haben können. Gestehe dir zu, nicht perfekt sein zu müssen.

Veröffentliche! Zeige der Welt deine Ideen. Zeige, was du kannst! Ausbessern kannst du immer noch. Und erlaube dir, zu scheitern. Es ist völlig ok, wenn alles schief geht. Dann hat man es wenigstens probiert, leckt sich seine Wunden, steht auf, legt sich mehr Know-how zu und probiert es auf eine andere Weise wieder oder versucht etwas ganz anderes. Für mich ist Scheitern nichts negatives – eher eine Sammlung an Erfahrungen.

3. Am Ende brauchst du aber doch einen Plan!
Ich bin großer Fan davon, sich nicht in Plänen zu verstricken und möglichst frei zu agieren. Aber wenn man wirklich mit dem was man macht, Erfolg haben möchte, muss man sich am Ende eben doch mit ein paar Dingen auseinandersetzen und sich zum Beispiel mit Marketing, Konzepten, dem Instagram Algorithmus oder einer Pinterest Strategie beschäftigen. Nur, wenn du mit deinen Inhalten auch gesehen wirst, hast du die Möglichkeit, andere zu erreichen, zu wachsen und am Ende erfolgreich zu werden.

Es lohnt sich immer, etwas Neues zu lernen – und wenn man weiß, welchen Nutzen es für einen haben kann, fällt es tatsächlich eigentlich auch nicht schwer und macht Spaß.

4. Du musst Erfolg für dich definieren!
Du solltest nicht der allgemeingültigen Definition von Erfolg hinterher rennen. Erfolg drückt sich nicht nur durch Zahlen aus – sondern auch dadurch, dass du gerne machst, was du machst. Dass du deine Zeit mit dem verbringst, womit du sie verbringen möchtest. Stecke dir deine eigenen Ziele. Definiere selbst, was Erfolg für dich bedeutet!

5. Du darfst dem Echo der negativen Stimmen nicht glauben!
Wie gesagt: auch bei mir hallen die Echos nach. Auch nach Jahren der Bestätigung durch meine Leserinnen findet man in meinem Kopf ein Sammelsurium an Selbstzweifeln und Ängsten. Ich höre ihnen zu, glaube ihnen aber nicht. Ich mache trotzdem das, was ich mir wünsche! Und genau das machte mich erfolgreich und führte am Ende dazu, dass ich die Nachricht einer Leserin las, die mir schrieb: »Wie oft denke ich daran, wie wertvoll es sein muss, dich zu kennen! Welch Glück deine Familie und Freunde haben!«.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch eine Richtung. Mit was möchtest du gesehen werden? Womit möchtest du erfolgreich sein? Wenn du das weißt, dann lass nicht zu, dass dir diese Echos im Weg stehen – lass nicht zu, dass dir die miesen, vergangenen Bewertungen anderer deine Zunkunft verbauen. Eine Zukunft, in der du mit etwas Kreativem erfolgreich sein könntest. Eine Zukunft, in der du anderen mit dem, was du bist, weiterhelfen könntest. Eine Zukunft, in der du weißt und immer öfter auch spürst, dass du etwas Besonderes bist!

Hab’s schön!
Nadine

Das könnte dir auch gefallen:

3 Kommentare

  • antworten Paula 18. September 2019 at 9:05

    Dein Text kommt genau zum richtigen Zeitpunkt – gerade habe ich zu meinem Mann gesagt „Ich mach das jetzt einfach!“ (worin er mich die ganze Zeit bestärkt hat, ich dachte aber, ich hätte nichts Besonderes zu bieten).
    Danke! Ich habe deinen Blog gestern erst entdeckt, fühle mich hier aber sehr wohl und erkannt.

  • antworten Julia 19. September 2019 at 8:04

    Von Herzen Danke für diesen wunderbaren Text.

  • antworten Katrin Hollmann 5. Oktober 2019 at 18:56

    Ich finde es super, dass du so offen schreibst! Dein Text ist sehr inspirierend und macht Mut! 🙂

  • Schreibe eine Antwort