Inspiration Kolumne Meine Selbstständigkeit

Meine Selbstständigkeit {Teil 3: Die negativen Seiten und wie man damit umgeht oder "Nadine, du hast so viel Glück!"}

19. September 2015

Nadine, du hast so viel Glück! Du hast so einen tollen Job, kannst genau das machen, was du willst und bist so viel unterwegs! Das oder etwas, das so ähnlich klingt, bekomme ich oft zu hören. Und ich möchte mich darüber auch überhaupt nicht beschweren – im Gegenteil! Das eine oder andere Mal hatte ich wahrscheinlich tatsächlich ein bisschen Glück, als ich genau zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung getroffen und die richtige Abzweigung genommen habe. Aber nur auf´s Glück kann man es nicht schieben. Und nur darauf zu hoffen und am Ende, zu denken, man selbst hätte halt nicht so viel Glück, wäre nicht die beste Idee. Wenn ich mich nämlich nicht eigenständig dazu entschieden hätte, meine sichere Festanstellung gegen die Freiberuflichkeit einzutauschen, würde ich heute noch auf mein Glück warten. Ich bin auf dem besten Weg, jeden Tag genau das zu machen, was ich liebe und damit mein Geld zu verdienen! Aber jetzt mal Hand aufs Herz: das, was von außen für euch supereasy aussieht, ist es natürlich nicht immer. Es ist nämlich beim besten Willen nicht immer alles Gold, was glänzt!

Ja, ich liebe meinen Job und ja, ich würde es wirklich nicht anders wollen, die Vorteile überwiegen in meinem Fall sehr eindeutig. Aber tatsächlich gibt es auch sehr viele Schattenseiten, mit denen ich erst Mal klarkommen musste. Ich weiß, viele von euch lesen diese Serie, weil sie sich auch gerne selbstständig machen möchten und mit diesem Post möchte ich euch ganz sicher keine Angst vor der Selbstständigkeit machen. Im Gegenteil, ich möchte euch aufzeigen, welche negativen Seiten es für mich gibt, damit ihr wisst, was auf euch zukommen kann. Und ich möchte euch zeigen, dass es kein Glück war, dass ich heute das mache, was ich mache. Jeder von euch kann seinen eigenen kleinen Traum ausformulieren, all seinen Mut zusammennehmen, sehr viel arbeiten und irgendwann auch genau das machen, was ihn happy macht. Man erntet, was man sät und pflegt. Davon bin ich überzeugt. Wie schon gesagt: dass ich heute einen Job habe, den ich liebe, habe ich einer Reihe von Entscheidungen zu verdanken, die ich im Laufe der letzten sechs Jahre getroffen habe. Entscheidungen, bei denen ich natürlich nicht wusste, wie mein Weg weiter verläuft. Entscheidungen, die mir einiges abverlangt haben, mir oft große Angst eingejagt haben. Ich habe es dem Umstand zu verdanken, dass ich ziemlich oft ins ziemlich kalte Wasser gesprungen bin, Risiken eingegangen bin und dass meine Freizeit teilweise wochenlang nur zum Schlafen reichte, weil ich einfach viel arbeiten musste. Aber ich hatte in all den Zeiten ein klares Ziel vor Augen: einen Job, den ich gerne mache. Einen Alltag, bei dem ich nicht immer auf das Wochenende oder den Urlaub warten muss. Daran arbeite ich immer noch, aber ich glaube, ich bin ziemlich nah dran…

Ein Job, den man liebt, kommt einem im Normalfall nicht zugeflogen. Man muss sich selbst drum kümmern! Und wenn man etwas wirklich möchte, muss man seine Angst davor überwinden. You have to want it more than you are afraid of it! Und ihr könnt euch sicher sein, ich hatte und habe ständig Angst. Ich bin der Typ Mensch, der alle Eventualitäten erst Mal schön durchdenkt und für mich ist das Glas eher immer halb leer. Aber sobald ich weiß, was alles schief gehen kann, mach ich es einfach trotzdem. Ich überwinde diese Ängste und wenn dann doch mal etwas schief geht, bin ich wenigstens darauf vorbereitet. Und damit ihr wisst, was evtl. auf euch zukommen könnte, wenn ihr es genauso machen möchtet, habe ich euch alle negativen Seiten meiner Selbstständigkeit und wie ich damit umgehe, aufgeschrieben. Diese Liste ist höchstwahrscheinlich nicht vollständig und spiegelt lediglich meine eigenen Erfahrungen wieder. Wenn euch spontan noch Dinge, die ich hier nicht angesprochen habe, in den Kopf kommen, die euch daran hindern, euren Traum zu verwirklichen, dann schreibt mir einen Kommentar. Ich versuche, alle offenen Fragen so gut es geht, zu beantworten.

Man braucht Mut, Risikobereitschaft, Tatendrang und Fleiß und man muss mit Selbstzweifeln umgehen können
Zuerst ein Mal braucht man das Selbstvertrauen und den Mut, sich selbst zuzutrauen, genau das anzubieten, wofür andere bereit sind, zu bezahlen. Wer von seiner Arbeit leben möchte, ist schließlich darauf angewiesen, dass andere ihn dafür bezahlen. Man sollte schon in der Lage sein, seine Dienstleistung oder sein Produkt zu verkaufen und zu vermarkten, denn in den meisten Fällen ist die Konkurrenz groß. Und das ist ziemlich schwer! Die wenigsten von uns strotzen vor Selbstbewusstsein – gerade im kreativen Bereich quälen einen (meiner Erfahrung nach) oft Selbstzweifel. Ich kenne so viele großartige, kreative, inspirierende Menschen, die selbst gar nicht wissen, wie großartig sie sind. Diese Selbstzweifel helfen einem dabei, besser zu werden, aber sie zehren auch ganz schön an einem. Im Nachhinein war mein beruflicher Weg in den letzten Jahren ziemlich steinig, auch wenn euch hier immer nur die positiven Seiten präsentiert werden. Es sind viele bittere Tränen geflossen, ich hatte unglaubliche Angst davor, zu scheitern und war oft mit allem schlichtweg überfordert. Aber noch größer war meine Angst davor, es nicht zu versuchen und mir irgendwann Vorwürfe deshalb zu machen. Natürlich bin ich das eine oder andere Mal gefallen. Es gab Kunden, die wochenlange Arbeit einfach nicht bezahlten. Es gab Projekte, die mich so unglücklich machten, dass ich überlegte, alles hinzuschmeißen. Es gab Wochen, da arbeitete ich 16 Stunden am Tag, nahezu sieben Tage die Woche. Dazu muss man bereit sein. Und man muss in sehr anstrengenden Zeiten das große Ganze im Blick behalten. Mut, Risikobereitschaft, Tatendrang und Fleiß brachte ich von Anfang an mit. Das Selbstvertrauen ist dann irgendwann (ist noch nicht sooo lange her) nachgekommen.

Man muss sich um die Buchhaltung kümmern und ist sein eigener Finanzminister
Großes Problem an der Selbstständigkeit: man weiß nie so genau, wie viel einem von dem Geld, das man verdient hat, eigentlich tatsächlich selbst gehört und man weiß nie so genau, wie viel man im nächsten Monat verdient. Die Krankenversicherung berechnet sich an dem, was man am Ende vom Jahr an Gewinn erwirtschaftet hat. Allerdings gibt es einen Grundbetrag, der sich an einer Mindestumsatzgrenze orientiert, die sich jedes Jahr ändert und am Anfang meiner Selbstständigkeit habe ich nicht Mal ansatzweise diesen Mindestumsatz verdient und musste trotzdem auf dieser Basis meine Vesicherung bezahlen. Genau so läuft es mit der Steuer: ich zahle zwar Umsatz- und Einkommensteuer dreimonatlich voraus, aber letztendlich erzählt mir der Steuerberater am Ende vom Jahr meistens, dass ich doch noch etwas nachzahlen muss. Man weiß also nie so wirklich, ob da evtl. noch eine Nachzahlung auf einen zukommt. Vorteil daran, dass man die Steuern nicht direkt monatlich abführen muss? Man ist liquide und kann in wunderbare Dinge, wie eine neue Kamera oder ein neues Objektiv, eben Dinge, die man für die Arbeit braucht, investieren. Ich bin da ziemlich penibel, ich habe meine Buchhaltung sehr gut im Griff, weiß jederzeit ganz genau, wie es auf meinen Konten aussieht und habe immer ein finanzielles Polster, das ggf. für Nachzahlungen an das Finanzamt, die Krankenversicherung und für schlechtere Monate reserviert ist.

Man muss sich ständig selbst disziplinieren
Ich werde oft gefragt, wie ich es schaffe, mich selbst zu disziplinieren und nicht einfach nur die ganze Zeit am See/in der Stadt/auf der Couch oder sonst wo rumzuhängen? Ganz ehrlich? Wenn ich nichts arbeite, habe ich am Ende des Monats nichts verdient. So einfach ist das! Da kommt die Disziplin von selbst. Großer Vorteil: wenn die Sonne scheint, kann ich (ab und zu, nicht immer) ohne schlechtes Gewissen tatsächlich am See/in der Stadt oder sonst wo rumhängen und wenn ich einen Durchhänger habe, kann ich meine Mittagspause verlängern und heiße Schokolade auf der Couch trinken. Meine Arbeit mach ich dann früh morgens und abends bzw. am Wochenende. Wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, setze ich mich zum Arbeiten ins Café. Ich kann mir im Normalfall alles selbst einteilen. Nach einer Weile als sein eigener Boss ist es um ehrlich zu sein schwerer, mal nicht zu arbeiten und wirklich abzuschalten.

Man hat keine geregelten Arbeitszeiten und das Berufs- und Privatleben sind nicht klar zu trennen
Der größte Vorteil der Selbstständigkeit ist gleichzeitig auch der größte Nachteil. Man hat keine geregelten Arbeitszeiten. Ich kann zwar, wie gesagt, wenn ich mag, jederzeit mit einer Freundin Kaffee trinken gehen, sitze dafür aber dann oft abends so lange am Mac, bis mir die Augen zufallen. Es ist Wochenende? Ein Feiertag? Total egal, wenn eine Deadline immer näher kommt. Ich habe tatsächlich niemals so richtig Feierabend. Wenn ich den Rechner ausmache und mich ins Bett lege, kommen die Gedanken, wie ich wann was erledige. Mein Kopf ist immer voller Projekte und immer auf der Suche nach der nächsten guten Idee. Den kann ich nach acht Stunden nicht ausschalten. Im Urlaub, wenn ich mein Handy bewusst zuhause lasse, damit ich gar nicht in Versuchung gerate, meine Mails zu checken, frage ich mich oft, ob gerade einer meiner Kunden dringend irgendwie an seine Daten kommen müsste. Oder ob ich etwas vergessen habe. Oder wie lange ich wohl brauche, um den Berg Mails abzuarbeiten, der mich nach meiner Rückkehr erwartet. Sich da tatsächlich mal zu entspannen, fällt schwer.

Wie ist das überhaupt mit dem Urlaub und was ist, wenn man krank wird?
Das ist einfach zu beantworten. Wenn man Urlaub macht oder wirklich richtig krank ist, verdient man nichts. Deshalb muss man das in sein Honorar miteinbeziehen und -kalkulieren. Ich habe außerdem eine Krankenzusatzversicherung, mit der ich ganz gut versorgt bin, falls ich tatsächlich mal über einen längeren Zeitraum hinweg ausfallen sollte.

Was ist, wenn niemand Arbeit für mich hat?
Da sind wir wieder beim ersten Punkt. Man muss genau das anbieten, wofür andere bereit sind, zu bezahlen. Da kann man leider nichts schön reden – darauf ist man angewiesen. Was ich gemacht habe, wenn ich gerade keine Jobs hatte: ich habe mich fortgebildet und zum Beispiel fotografieren gelernt. Ich habe Augen und Ohren offen gehalten, dafür gesorgt, dass potentielle Auftraggeber auf mich aufmerksam werden und mein Leben und Arbeiten den Umständen angepasst. Ich bin flexibel geblieben, habe an verschiedenen Standbeinen gearbeitet und teilweise natürlich auch viele, viele Jobs und Projekte übernommen, die mir beim besten Willen keinen Spaß gemacht haben. Wenn allerdings über Monate hinweg keiner Aufträge für einen hat, muss man sich leider überlegen, ob die Selbstständigkeit wirklich das Richtige für einen ist. Ein Patent-Rezept, wie man an Aufträge kommt, habe ich leider auch nicht. Es heißt ja nicht umsonst, man ist selbstständig – so sollte man auch selbstständig Ideen haben, wie man an Jobs kommt. Wenn ich euch jetzt erzähle, wie ich an meine Auftraggeber kam, kopiert ihr lediglich meinen Weg und steht nicht auf sicheren Beinen. Wer sein eigener Boss sein möchte, MUSS seinen eigenen Weg finden. Anders geht es nicht.Die größten Plagen: Unsicherheit und Zukunftsangst
Das ist ein Punkt, an dem ich passen muss. Wenn jemand ein Patentrezept gegen Zukunftsangst hat – bitte her damit! Ich habe mir angewöhnt, nicht allzu weit voraus zu denken und fahre ganz gut damit. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich darauf vertraue, dass mir die Aufträge nicht ausgehen, da ich drei verschiedene Standbeine habe. Noch vor zwei Jahren sah mein Leben ganz anders aus und ich hatte völlig andere Kunden. Wer weiß also, wie es widerum in zwei Jahren aussieht? Darüber mache ich mir also dann Gedanken, wenn es soweit ist. Anderenfalls würde ich durchdrehen, weil in meinem Job nur eines sicher ist: nämlich dass gar nichts sicher ist.

Und sonst so? Ein paar Worte zu Motivationslosigkeit und Überforderung
Manchmal plagen einen Motivationslosigkeit und/oder Überforderung – das ist völlig normal und gerade die Überforderung ist leider mein täglich Brot. Ich jongliere oft mit vielen Jobs gleichzeitig und habe einen sehr hohen Anspruch an mich selbst. Die Dinge aus dem Kopf auf ein Blatt Papier zu verbannen, hilft sehr! Wir können alle nicht zaubern und einen Punkt nach dem anderen abzuarbeiten ohne an den nächsten Punkt zu denken, schafft etwas Ordnung im Kopf. Gegen Motivationslosigkeit habe ich noch kein gutes Mittel außer sich-selbst-zwingen gefunden. Das allerbeste Mittel ist allerdings, sich genau die Jobs zu suchen, auf die man richtig Bock hat.

Nicht-Selbstständige halten dich für überbezahlt und sagen dir das auch bei jeder Gelegenheit
Das ist ein Punkt, bei dem ich ein Weilchen nachgedacht habe, ob ich tatsächlich öffentlich darüber schreiben soll. Aber ehrlich gesagt ärgere ich mich über diese Situation öfter mal, also ist es in meinen Augen ein Nachteil. Ja, mein Stundensatz oder mein Honorar klingen im ersten Moment vielleicht ein bisschen hoch. Als mich eine Bekannte ein Mal fragte, wie viel ich für eine Hochzeitsreportage verlange, hat sie mich nach meiner Antwort mit riesigen Augen angeschaut und ein bisschen abfällig kommentiert, dass ich also an einem Tag ihr Monatsgehalt verdiene. Da musste ich erst Mal lachen. Mal davon abgesehen, dass eine Hochzeitsreportage nicht fertig ist, wenn alle Fotos im Kasten sind: man kann das Geld, das ich selbstständig verdiene auf keinen Fall mit dem Geld vergleichen, das jemand in einer Festanstellung verdient. Ihr erinnert euch? Wenn ich krank bin, verdiene ich gar nichts. Wenn ich Urlaub mache, verdiene ich auch nichts. Wenn ich mal über längeren Zeitraum hinweg keine Jobs habe, auch nichts. Meine Ausgaben muss ich natürlich trotzdem bezahlen. Eine kleine (sicher nicht vollständige) Aufstellung gefällig, was von meinem Honorar alles bezahlt wird? Die privaten Ausgaben, die jeder in einer Festanstellung auch hat, lasse ich bewusst außen vor, aber zuerst ein Mal gehen 19% Umsatzsteuer direkt an das Finanzamt. Dann werden vom Rest die Krankenversicherung, die private Altersvorsorge und außerdem noch die Einkommen- und Gewerbesteuer bezahlt. Das unterscheidet sich bisher von einer Festanstellung nur insofern, dass man die Krankenversicherung und Co auch dann selbst zahlen muss, wenn man mal einen Monat lang keinen einzigen Cent verdient hat. Diverse Versicherungen benötigt man: eine betriebliche Haftpflicht macht zum Beispiel Sinn. Sein Equipment zu versichern, macht ebenfalls Sinn. Da wären wir auch schon beim nächsten Punkt: alles, was ich zum Arbeiten benötige, muss ich selbst anschaffen. Ich habe einen Computer, ein Laptop, diverse Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme (jeweils die neuesten Versionen. Und nein, keine Studentenversionen und auch keine illegal irgendwo herunter geladene Versionen), zwei Kameras, ein paar Objektive, verschiedene Blitze, Tageslichtlampen und noch ein bisschen mehr Zubehör. Das ist nur die Aufstellung davon, was ich für unentbehrlich für meinen Job halte. Alles, was ich zum Arbeiten brauche, hat mich einen fünfstelligen Betrag gekostet und sobald man alles angeschafft hat, fängt man von vorne an, weil die Technik veraltet ist. Klar! Ich bin ehrlich, ich verdiene heute mehr als in meiner Festanstellung. Aber ich arbeite auch sehr viel mehr, trage die Verantwortung komplett selbst und habe keinerlei Sicherheiten. Wer mir das nicht gönnen mag, ist herzlich dazu eingeladen, mich nicht zu beneiden oder zu denken, ich hätte einfach viel Glück, sondern es selbst ganz genauso zu machen!

Ein paar Worte zum Schluss:
Solltet ihr etwas Neues machen wollen – dann macht! Denkt nicht zuerst Ewigkeiten darüber nach und wartet auf den Tag, an dem alle Umstände perfekt sind. Der Tag wird nämlich nicht kommen. Legt einfach los! Ihr möchtet einen Blog starten? Los geht’s! Ihr möchtet eine Reise machen? Bestellt euch einen Reiseführer, fangt an zu planen und zu sparen. Ihr möchtet euch selbstständig machen? Nichts leichter als das. Auf ins Rathaus, ein Gewerbe oder Nebengewerbe sind schnell angemeldet. In dem Fall ist der Weg das Ziel. Nichts von all dem ist dann in Stein gemeißelt, ihr könnt euch unterwegs immer noch umentscheiden. Bei mir ist heute auch nichts mehr so, wie es damals 2009 war, als ich den Schritt gewagt habe. Traut euch! Es kann viel schief gehen, aber es kann auch wunderbar werden. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!Eine Bitte noch: ich bekomme ganz viele Mails zu dem Thema, möchte eure Fragen aber lieber hier für alle beantworten. Wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einen Kommentar – ich versuche alle, so gut es geht, zu beantworten.

Habt es schön!
Nadine

P.S.: Hier findet ihr Teil 1: Wie alles begann
33 Kommentare

Ich bin Nadine, 30, aus Heidelberg. Hier auf Dreierlei Liebelei schreibe ich seit Anfang 2011 über alles, was das Leben meiner individuellen Meinung nach schöner macht. Hauptsächlich sind das in meinem Fall gutes Essen, Reisen, ein schönes Zuhause und mein Job als selbstständige Bloggerin und Fotografin. Mehr über mich.

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33 Kommentare

  • antworten Sammy Schuckert 19. September 2015 at 9:10

    Ein guter Snack zum Frühstück!

    Vor allem diese Passage ist so wahr: „Wer weiß also, wie es widerum in zwei Jahren aussieht? Darüber mache ich mir also dann Gedanken, wenn es soweit ist. Anderenfalls würde ich durchdrehen, weil in meinem Job nur eines sicher ist: nämlich dass gar nichts sicher ist.“

    Danke für den tollen Artikel.

  • antworten Fräulein Lampe 19. September 2015 at 10:10

    Liebe Nadine,
    ich finde deinen Mut großartig und ja, das Positive hat leider auch oft eine Negative Seite.
    Ich bin nun auch seid 6 Jahren selbständig, hätte mich aber ohne den sicheren Verdienst meines Mannes nicht getraut. Mittlerweile kommen immer mehr Verdienstquellen hinzu und ich bin gespannt, wie sich alles 10 Jahre weiter entwickelt hat.
    Danke für deinen tolen Post.
    Liebe Grüße
    Meli

  • antworten Silvia G 19. September 2015 at 10:40

    Liebe Nadine, du hast ja so Recht, es hat alles immer zwei Seiten und man sollte versuchen, ein bisschen Zeit für sich abzuzweigen-das ist enorm wichtig für ein gutes Seelenleben. Liebe Grüße zum Wochenende wünscht dir Silvia

  • antworten Justine 19. September 2015 at 12:03

    Ich bin nicht selbstständig und habe auch nicht vor es zu werden. Gerade deswegen weil mir das Selbstvertrauen und der Mut fehlen. Dafür respektiere ich Menschen die genau das haben! Und auch deine Offenheit die du in deinem Artikel zeigst, der sehr interessant zu lesen ist, schätze ich sehr. Ich wünsche dir weiterhin so viel Ehrgeiz und Erfolg auf deinem Lebensweg,
    Justine

  • antworten Charlotta 19. September 2015 at 13:58

    Toller Beitrag, der Mut macht, obwohl es hier ja nicht nur um Friede, Freude , Eierkuchen geht. Liebe Grüße
    Charlotta

  • antworten Eclectic Hamilton 19. September 2015 at 15:27

    Ein wunderbar informativer und sehr ehrlicher Beitrag.
    Großer Respekt und großes Dankeschön von mir!!!

    Greetings & Love & a wonderful weekend
    Ines
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  • antworten Anonym 19. September 2015 at 19:51

    Liebe Nadine,
    sehr schön und sehr direkt geschrieben! Was ich sehr gut finde, ist das du schreibst, dass du nicht verraten willst wie du an deine Jobs kommst, denn das ist was man selber lernen muss. Ich bin auch kreativ tätig und bekomme so viele Anfragen wo ich mein Material beziehe, wie ich Dinge fertige etc. früher habe ich ganz freundlich zurück geschrieben, das ich das nicht verrate, weil das ein langer aufwendiger Schaffensprozess ist. Da wurde ich oft auf gemeinste beschimpft. Mittlerweile lösche ich diese Mails und beantworte sie nicht mehr.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und schöne Ideen.
    Alles Liebe,
    Michaela

  • antworten ChELseA LaNE 20. September 2015 at 6:55

    Liebe Nadine,
    ich habe alle deine Posts zu diesem Thema verschlungen.Seit 2 Jahren arbeite ich als Freiberufler und auch wenn das Geld hinten und vorne nicht passt, möchte ich nie wieder etwas anderes machen. Ich arbeite mit Kindern, Und wenn ich die leuchtenden Augen oft sehe, dann geht mein Herz auf, was es im alten Job, den ich auch gerne gemacht habe, nie gewesen ist. Und auch wenn das Geld nicht mal zum leben reicht, habe ich nun durch deine letzten Post wieder neue Energiefunken bekommen, weiter auszubauen und weitere Wege zu suchen. Also dafür erst einmal danke …! 😉
    Ganz liebe Grüße
    Claudia

  • antworten Desiree: jokihu.de 20. September 2015 at 12:17

    Hi Nadine,
    kann ich alles unterschreiben! Ich schreibe gerade einen Artikel über den Spagat zwischen Job, Familie und Haushalt! Denn die Familie muss auch hinter einem stehen, da sie doch das eine oder andere Mal zurückstecken muss!
    Ein Patentrezept wie man Aufträge etc bekommt, gibt es wohl auch nicht! Nur so viel ohne Fleiß kein Preis ! Und von nichts kommt nun mal nichts!
    Man muss schon sehr fleissig sein und bereit sein, etwas zu tun!

  • antworten Ramona 20. September 2015 at 14:07

    Ich finde der Punkt mit dem für überbezahlt halten steht hier zu Recht und spricht wohl für alle, die etwas im kreativen Bereich machen. Toller Artikel!

  • antworten Garten Fräulein 20. September 2015 at 17:15

    Liebe Nadine,
    ich bin dir sehr danbar für deinen so erhlichen Post! Du sprichst mir in vielen Dingen aus der Seele. Noch bin ich 4 Tage die Woche angestellt, aber auf dem Weg in die Selbstständigkeit. Vor allem dieser Satz hier ist mir gut vertraut und genau das treibt mich auch an: "Aber noch größer war meine Angst davor, es nicht zu versuchen und mir irgendwann Vorwürfe deshalb zu machen."
    Alles Liebe, Silvia

  • antworten Katja Heil 21. September 2015 at 8:20

    Ich bin ja so sehr bei dir 🙂
    Alles gut und Du machst das vorbildlich. Drück Dich!

  • antworten Evelyn Kuttig 21. September 2015 at 11:01

    Liebe Nadine,

    Deine umfassende Reflektion ist super: realistisch, augenöffnend (möglicherweise desillusionierend) UND motivierend 😉

    Lieben Gruß
    Evelyn

  • antworten Sabine 21. September 2015 at 12:34

    Es ist echt schlimm, dass es hier so eine Neidkultur gibt. Ich glaube, das ist in anderen Ländern echt besser. Aber hier wird immer auf das Haus, das Auto und den Job des Nachbarn geglotzt als wäre das der Maßstab für irgendetwas – und dann wird daran schlecht gemacht, was geht. Anstatt dass man einfach mal sagt: Gut gemacht! Schön, dass du so erfolgreich bist, du hast es bestimmt verdient (und sei es nur durch den Mut, den Schritt gewagt zu haben!). Aber das sage ich jetzt zu dir 🙂
    xx Sabine

  • antworten Finn Gwendolyn 22. September 2015 at 13:38

    Liebe Nadine,
    Ich finde deine Serie zu diesem Theme sehr gut und ermutigend, selbst die Nachteile, denn man sollte immer wissen worauf man sich einlässt und nicht blind irgendwo hinnein stolpern. Ein Freund von mir, sagt immer:" In dem Wort Selbstständig steckt schon alles drin. Man arbeitet selbst und ständig !"
    Lg Nicole

  • antworten Carola Weyel 23. September 2015 at 5:09

    Hallo Nadine,
    bingo, bingo, bingo!!! Ich habe zwar nur ein Kleingewerbe, aber viele deiner Gedanken kenne ich auch mit der Überforderung, dem Fleiß, der einfach sein muss(!!), die ständige Erreichbarkeit durch Mails etc., die Gedanken, die man nicht Abschalten kann, die lange Liste, die möglichst gestern schon fertig bearbeitet sein sollte, die Freunde und Bekannten, die meinen, dass man nur das machen kann, was einem Spaß macht und auch noch Geld dafür bekommt. 😉 …. Du hast es echt super auf den Punkt gebracht! Viel Erfolg weiterhin!
    LG Carola

  • antworten Anne K. 24. September 2015 at 7:40

    Liebe Nadine,

    vielen Dank für diese Serie. Ich bin momentan dabei, mir meine Selbstständigkeit aufzubauen. Ich habe eine kurze Frage. Du hattest im ersten oder zweiten Teil geschrieben, dass du dir quasi drei Säulen aufgebaut hast – Fotografie, Grafikdesign, Bloggen. Musstest du für alle drei Bereiche jeweils ein Gewerbe anmelden oder geht das auch zusammen? Zum Thema Fotograf habe ich schon eine Menge gelesen, dass es ein Problem ist, wenn man keine Ausbildung in dem Bereich gemacht hat. Soweit ich das bei dir richtig gelesen habe, hast du ja keinen professionelle Fotografen-Ausbildung oder? War das bei der Anmeldung ein Problem?

    Ich freue mich sehr über deine Antworten.

    Ganz liebe Grüße
    Anne

  • antworten Nele 1. Oktober 2015 at 11:21

    Liebe Nadine,

    vielen Dank für diesen Artikel. Besonders hilfreich finde ich den Absatz "Ein paar Worte zu Motivationslosigkeit und Überforderung". Mit dem Punkt kämpfe ich gerade ganz arg bei mir selbst. Erleichternd zu lesen, dass ich damit nicht alleine bin. Aber Du hast recht, hilft ja nichts, muss einfach weiter gehen. Danke 🙂

    Schokoladige Grüße,
    Nele

  • antworten Vanessa 3. Oktober 2015 at 7:05

    Gestern nachgekocht, nur leider ohne Bacon (da ich keinen mehr zuhause hatte) – wahnsinnig lecker!! Der frittierte Salbei passt perfekt dazu, und mein Ofenkürbis war schon leicht crunchy, das hat so gut gepasst. Danke für das geniale Rezept 🙂

  • antworten ringeline 23. Oktober 2015 at 18:32

    Ein ganz interessanter, toller Artikel, sehr ehrlich! Danke dafür! Ich bin mittlerweile seit 8 Jahren selbständig, ich konnte bei vielem nur nicken. Aber ich möchte es auch nicht mehr missen!
    Was zum Thema "überbezahlt" meiner Meinung nach fehlt, ist der Hinweis, dass Du vielleicht scheinbar an einem Tag Hochzeitsreportage das Monatsgehalt einer Angestellten verdienst, dabei aber übersehen wird, dass da noch viele, viele Stunden Arbeit hinterherfolgen, um alles aufzubereiten. Zeiten, die niemand bedenkt und mitbekommt, die aber auch irgendwie bezahlt werden müssen.

    LG, Susi

  • antworten Tina 1. November 2015 at 18:51

    Was für ein toller Beitrag! Ich bin ja mittlerweile schon seit einigen Jahren selbstständig und musste fasst Tränen lachen, als ich deinen Satz "Nicht-Selbstständige halten dich für überbezahlt und sagen dir das auch bei jeder Gelegenheit" gelesen habe. Das ist ja sowas von wahr 😀 Dabei dachte ich immer nur mein Umfeld würde so unwissend urteilen 😉

    LG, Tina

  • antworten Annemarie 5. Oktober 2016 at 6:54

    Hallo Nadine,
    du schreibst, dass du freiberuflich warst- hast du es später in ein Gewerbe umgeändert?
    Lieben Dank für dem ehrlichen und offenen Text!
    Lg Annemarie

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