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Ofenkartoffeln mit Kräutern und Limetten-Koriander-Knoblauch-Sauce

29. August 2016

Ofenkartoffeln mit Kräutern und Limetten-Koriander-Knoblauch-SauceIch glaube, eine Hand mit fünf Fingern dran, langt vollkommen, um abzuzählen, wie oft ich in meinem Erwachsenen-Leben Kartoffeln gekocht habe. So richtig mit schälen, achteln, kochen. Wie oft ich gekochte Kartoffeln allerdings schon gegessen habe, möchte ich ehrlich gesagt gar nicht wissen. Gekochte Kartoffeln sind nämlich anscheinend das allergrößte für meine Mama und entsprechend hoch war unser Verschleiß in meiner Kindheit und Jugend. Wahrscheinlich habe ich ein kleines (Gekochte)Kartoffeltrauma davon getragen, denn die gibt es in meinem Haushalt so gut wie nie. Ich möchte mich auch heute schon bei meinen zukünftigen Kindern entschuldigen – ihr werdet mit Sicherheit ein Nudeltrauma davontragen.

Ofenkartoffeln mit Kräutern und Limetten-Koriander-Knoblauch-Sauce

Eure Mama kocht drei Mal in der Woche Nudeln. Bitte bedenkt das, solltet ihr mit dem Gedanken spielen, eines Tages mal mich als eure Mama auszuwählen. Aber zurück zu den Kartoffeln: aus dem Ofen liebe sich sie nämlich sehr. Ungeschält, grob geviertelt, mariniert, knusprig gebacken und mit einem leckeren Dip oder im Sommer einer frischen Sauce, wie zum Beispiel diese Limetten-Koriander-Knoblauch-Sauce. Lecker! Ich hab die Fotos relativ spontan gemacht und kann euch auch keine genauen Mengenangaben liefern, da ich alles immer pi mal Daumen zusammenrühre. Aber dass es dieses Essen bei uns in diesem Sommer so oft gab, obwohl keine Nudeln enthalten sind, ist wirklich ein Indiz dafür, dass es sehr sehr lecker ist! Und deshalb verrate ich euch nun das Rezept.

Ofenkartoffeln mit Kräutern und Limetten-Koriander-Knoblauch-Sauce

Ofenkartoffeln mit Kräutern und Limetten-Koriander-Knoblauch-Sauce

Zutaten

  • pro Person etwa drei große Kartoffeln
  • pro Person eine halbe Zwiebel
  • Olivenöl
  • frische mediterrane Kräuter, wie Thymian, Rosmarin, Salbei
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • etwa 250 g Joghurt
  • zwei Knoblauchzehen
  • Saft einer halben Limette
  • eine kleine Hand voll Korianderblätter

Den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen, vierteln und in eine große Schüssel füllen. Die Zwiebel ebenfalls vierteln, zu den Kartoffeln geben und alles mit wenig Olivenöl, den frischen Kräutern, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gründlich marinieren und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech verteilen.

Am besten berühren sich die Stücke gegenseitig nicht, dann werden sie am ehesten knusprig. Jetzt etwa eine halbe Stunde backen, bis die Kartoffeln weich sind und in der Zwischenzeit aus dem Joghurt, den fein gehackten Knoblauchzehen, dem Limettensaft und den gehackten Korianderblättern die Sauce zusammenrühren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Dazu passt Gegrilltes oder ein grüner Salat.

Ofenkartoffeln mit Kräutern und Limetten-Koriander-Knoblauch-Sauce

Habt ihr auch ein Kindheits-Food-Trauma? Ich bin neugierig!

Habt es schön!
Nadine

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6 Kommentare

  • antworten Evelyn Kuttig 29. August 2016 at 11:18

    Nö, ich habe kein Essen-Trauma … Meine Mutter kochte gerne und abwechslungsreich, auch wenn es Regelmäßigkeiten gab wie freitags Fisch, sonntags Braten, in der Woche Eintopf, Nudeln, Süßes, Innereien, die heute ja nicht mehr angesagt sind, Auflauf undundund. Kartoffeln gab es gekocht, gebraten, gestampft und als Klöße 🙂
    Letzte Woche stieß ich beim Krimilesen auf das Lob für eine Kartoffelsuppe. „Klick“ machte es in meinem Kopf, denn die hatte ich bisher noch nie gekocht, aber gleich den Geschmack auf der Zunge. Also machte ich mich am Sonnabend daran und kochte eine … mit Speck und Würstchen. Oh Wunder, sie gelang genau so, wie ich sie in Erinnerung hatte.
    Dein Kartoffelspalten-Rezept macht den Mund auch wässrig!
    Liebe Grüße
    Evelyn

    • antworten Dreierlei Liebelei 29. August 2016 at 11:27

      Bei uns gab es die Kartoffeln immer immer immer gekocht und das ist eigentlich auch heute noch so bei meinen Eltern 😀

      • antworten Biggi 29. August 2016 at 22:13

        Lustig und ein bisschen traurig auch,,,,bei uns gabs zumindest Kartoffelbrei, Puffer, Bratkateoffeln, aner auch zur Genüge Salzkartoffeln. Aber ich habe kein Trauma….doch ich hab ein…Linsensuppentrauma…mit würstchen das gabs jeden Samstag…seitdem essé ich keine mehr:)…
        Ach und wo ist die lIchterkette her?;)

        Lg biggi,

  • antworten Marina 29. August 2016 at 13:46

    Vielleicht nicht wirklich Trauma, aber wenn es bei uns in der Kindheit Leberkäse mit Spiegelei gab, war das immer ein Indiz dafür, dass meine Mama in dem Moment keine gute Laune hatte 😀
    Kartoffeln gibt es bei mir allerdings auch meistens nur aus dem Ofen. Das ist einfach so schön einfach zu machen 😉

  • antworten Lotte Fuchs 30. August 2016 at 10:59

    Oh ja, ein Essenstrauma habe ich auch: Sahne. Ich mag sie nicht, mochte sie noch nie und zudem vertrage ich sie überhaupt nicht. Mir wird schlecht davon und mein Magen spielt böse verrückt.
    Meine Mutter hingegen war immer der Ansicht ich bilde mir das nur ein und kippte an diverse Soßen einen Schuss Sahne ohne mir Bescheid zu geben. Habe ich natürlich trotzdem mitbekommen oder vielmehr mein Magen 😉
    Seit kurzem geht es meiner Mutter dabei ähnlich und ich kann nicht umhin ein gewisses Maß an Genugtuung zu empfinden- ich Schelm.
    Ansonsten war und ist das Essen Zuhause jedoch der absolute Hit.
    Deine Kartoffelspalten sehen übrigens vorzüglich aus. Ich liebe sie auch so sehr!
    Hab einen fantastischen Tag
    Lotte

  • antworten Julia O. 1. September 2016 at 7:23

    Mein Esstrauma: (klebriges) Schwarzbrot. Das gab es bei meinen Eltern (gefühlt) immer und immer das gleiche vom gleichen Bäcker. Brrr. Die Vorliebe dafür hat wohl eine Generation übersprungen: meine 1Jährige liebt Pumpernickel 😉
    Kartoffeln hingegen liebe ich in allen Varianten. Dafür isst sie der 3Jährige nicht, außer sie sind nicht als solche erkennbar, so wie bei Kartoffelsuppe. Und das als Enkel eines Kartoffelbauern. Hihi. Die Schwiegereltern sind jedes Mal entsetzt. 🙂
    Zu dem befürchteten Nudeltrauma deiner zukünftigen Kinder, kann ich dir versichern, wird es bestimmt nicht kommen, im Gegenteil. Du wirst eher die ganzen Nachbarskinder mit am Tisch sitzen haben 🙂 Bei den leckeren Rezepten, die du immer postest… Bei der Gelegenheit: danke dafür! Deine Fotos sind immer eine Wohltat für die Augen…
    LG, Julia

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