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Pflücksalat im Eierkarton selbst ziehen {Urban Gardening}

24. März 2015
 

Wie hier bereits erwähnt: an Ehrgeiz mangelt es mir nicht und deshalb ziehe ich mir gleich in meiner ersten Garten- und Terrassen-Saison aus Bio-Saatgut selbst kleine Salat- und Gemüse-Babies heran. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich es tatsächlich schaffe, die Kleinen dann auch aufzuessen – jetzt, wo ich so viel Liebe in die Anzucht gesteckt habe… Aber weil es so ein unglaublich gutes Gefühl ist, den Pflänzchen beim Wachsen zuzusehen, teile ich heute meine Anleitung zum Salatanbau im Eierkarton mit euch. Keine Sorge! Ich hatte bis vor wenigen Wochen auch überhaupt gar keine Ahnung von der Materie. Und beim dritten Bild seht ihr, wie groß ich meinen Salat nach zwei Wochen schon gezüchtet habe.

Ihr braucht:

  • einen Eierkarton
  • evtl. halbe, gründlich gereinigte Eierschalen
    Es geht auch ohne, ich fand die Schalen für die Fotos aber hübscher. Den Eierschalen müsst ihr kleine Löcher verpassen, damit das Gießwasser ablaufen kann. Die Wurzeln mögen keine Staunässe.
  • Aussaaterde
    Wichtig! Normale Erde ist zu stark gedüngt, das ist nicht gut für die Kleinen.
  • Saatgut
    Ich habe das von Alnatura gekauft – da sind Samen für Rucola, roten und grünen Eichblattsalat, Batavia- und Asia-Salat drin und mit dem Kauf unterstützt man die biologische und gentechnikfreie Pflanzenzüchtung, da 40 Cent pro Packung an Vielfalt erleben gehen.
  • Mini-Gewächshaus
    Da könnt ihr entweder eines im Garten-Center kaufen oder ihr steckt den Eierkarton in eine große Tüte, die ihr verschließt. Ein Mal am Tag länger lüften solltet ihr nicht vergessen.
  • Später: Blumentöpfe oder gründich gereinigte Konservendosen
    In den Töpfen müssen Löcher im Boden sein, damit das Wasser ordentlich ablaufen kann. Blechdosen kann man mit der Bohrmaschine einfach zwei Löcher verpassen.

Und so geht´s:
Die Eierschalen sollten wirklich gründlich von Rückständen befreit werden, da eure Erde sonst schimmeln könnte. Befüllt die Schalen oder den Eierkarton direkt mit Aussaaterde und legt zwei bis drei Samenkörnchen in jede Schale. Die Erde mit den Fingern gut andrücken, damit das Saatgut guten Bodenkontakt bekommt.

Da Salat Lichtkeimer ist, habe ich keine Erde mehr darüber gesiebt. Nun vorsichtig mit einem dünnen Strahl gießen und den Eierkarton entweder ins Gewächshaus oder in die Tüte packen und an einen hellen Ort stellen. In den kommenden Tagen immer feucht halten, aber nicht triefend nass. Bei mir hat ein Mal am Tag gießen gereicht. Nach zwei Tagen zeigen sich dann schon die ersten Blättchen und nach zwei Wochen sehen eure Pflänzchen so aus:

Wenn sie ihr erstes richtiges Blätterpaar nach den beiden Keimlingsblättern bekommen, wird es Zeit, die Pflanzen zu vereinzeln. Wenn sie nun in ein größeres Töpfchen umziehen, wachsen sie auch um einiges besser. Dafür eignen sich neben dafür gedachten Blumentöpfen zum Beispiel auch alte Konservendosen. Dafür einfach mit der Bohrmaschine zwei Löcher bohren, damit das Wasser ablaufen kann und die Kleinen samt Wurzeln vorsichtig umtopfen – auch hier wieder lediglich Aussaaterde nutzen und immer leicht feucht halten.

Meine Fensterbank ist mittlerweile ein kleiner Pfanzen-Kindergarten. Die besagten vier Salatsorten, drei Tomatensorten, Kapuzinerkresse, Basilikum und Ananaskirsche – alle werden umsorgt und machen mich täglich happy, wenn sie wieder Mal ein kleines Stückchen größer sind als am Vortag… Die Idee mit dem Eierkarton hatte ich zwar selbst, aber nach Recherche kann ich darauf wohl kein Patent mehr anmelden. Auf die Idee kamen schon etliche Leute vor mir – im Buch Garten Basics findet man sie neben vielen andere Tipps übrigens auch.

Wer gründet nun seinen eigenen Pflanzen-Kindergarten? Lasst es mich wissen – ich bin gespannt!

Habt es schön!
Nadine

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unterstützt ihr mich bei meiner Arbeit an diesem Blog – vielen Dank dafür!

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23 Kommentare

  • antworten Dressed With Soul 24. März 2015 at 8:16

    Oh, danke! Ich mag jetzt auch meinen eigenen Plücksalat selber ziehen! Eierkartons habe ich auf jeden Fall genug – nur leider keinen grünen Daumen. Aber dank Deiner Anleitung traue ich mich jetzt definitiv das anzupacken 🙂
    Liebe Grüße von Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

    • antworten Nadine 24. März 2015 at 8:26

      Wie gesagt: ich hab von all dem auch nicht wirklich Ahnung 🙂 Und bisher hab ich 22 kleine Salatpflänzchen und jedes hat überlebt… Also, probieren geht über studieren!

  • antworten Diana Vrdrm 24. März 2015 at 9:41

    Ouuu sieht das toll aus! Ich habe leider auch keinen grünen Daumen aber ich werde es sicher mal versuchen! Liebe Grüsse, Diana

  • antworten Amika 24. März 2015 at 10:02

    Toll. Ich hab da zwar schon länger dran gedacht aber bisher fehlte mir immer der letzte Stoß. Also DANKE dafür! Hab grad Bio-Saatgut bestellt 😉

    LG Amika

  • antworten Lea von Rosy & Grey 24. März 2015 at 10:39

    Oh das sieht sehr putzig aus :)) Eine super Idee!
    Liebste Grüße
    Lea

  • antworten Susann 24. März 2015 at 12:00

    Hey, das hab ich auch schon probiert und funktioniert super! Ich habe auch schon wieder die ersten Tomaten und Auberginen am Fenster stehen. Du kannst auch Toilettenpapierrollen benutzen. Einfach die Rolle auf einer Seite einschneiden und umfalten so das die Rolle aufrecht stehen kann und dann mit Erde befuellen. Kann auch komplett nach draussen gepflanzt werden. Falls du merkst, dass sich Schimmel bildet ist das noch nicht super schlimm. Einfach warmer und weniger feucht halten 🙂 Viel Erfolg!

  • antworten Jenny von Fit and sparkling life 24. März 2015 at 13:28

    So eine tolle Idee liebe Nadine, ich dachte immer, ich bräuchte einen Garten, aber scheinbar kriegt man das auch so hin 🙂
    Liebe Grüße
    Jenny

  • antworten Alexa von Keks und Koriander 24. März 2015 at 13:29

    Ui, sieht das schön aus! Jetzt möchte ich auch gleich anfangen zu pflanzen, muss aber noch mit meiner Fensterbank absprechen, wie das platztechnisch zu aussieht 😉
    Liebe Grüße, Alexa

  • antworten let und lini 24. März 2015 at 22:37

    Selbst Gemüse und Kräuter anzupflanzen ist einfach toll. Seit ich in meinen eigenen vier Wänden lebe gehört es für mich einfach dazu. auf der Fensterbank in der Küche stehen immer Kräutertöpfe und kleine Sprösslinge, die erst noch groß und stabil werden müssen. Ich nenne es immer Krankenstation, weil ich auch die Pflanzen, die gerade besonders viel Pflege bedürfen, dort stehen habe.
    In diesem Jahr werde ich zum ersten mal meine zwei eigenen Beete bepflanze. Ich freue mich schon riesig darauf, die ersten Karotten, Salate,.. zu ernten. 🙂
    Hab eine schöne Restwoche. LG, Martina

  • antworten stadtgarten 25. März 2015 at 11:48

    Das ist ja ein tolle Idee! Mal sehen, ob ich das die Tage zeitlich noch hinkriege – Salat will ich eh in meinem Gemüsebeet haben, und in den Eierschalen und -kartons ist das ja auch noch eine richtig schöne Oster-Deko-Idee.
    Vielen Dank!
    Liebe Grüße, Monika

  • antworten Melanie 25. März 2015 at 14:00

    Die Idee mit den Eierschalen gefällt mir gut.. Pflücksalat ist auchsuper pflegeleicht und lecker. Ich erinner mich noch gut an meinen Versuch einen Garten anzulege, ging anfangs ganz gut, dann wurde ich zu faul^^ mittlerweile hab ich nichtmal mehr n Garten :/ Hatte damals in meinem alten Blog noch darüber berichtet:
    http://quakente.blog.de/2011/05/08/garten-waechst-gedeiht-11120388/

    lg
    Melanie

  • antworten Anonym 25. März 2015 at 14:42

    Das sieht so süß aus. Ich glaube, ich verschenke solche bepflanzten Eierkartons zu Ostern. Vielen Dank für die schöne Idee, liebe Nadine. Gruß, Stefanie.

  • antworten rae t 26. März 2015 at 12:54

    This is such a cute idea. Too bad you cannot freeze the plants to stay little sapplings in those eggshells forever!

    Rae | love from berlin

  • antworten Tonkabohne Sabine 26. März 2015 at 19:17

    Liebe Nadine,
    richtig was für`s Auge 🙂
    Sieht super aus und hat sicher viel Spaß gemacht…
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  • antworten Nika von LittleTiger 26. März 2015 at 22:42

    Hallo Nadine,
    Das ist eine süße Idee. Die kleinen Eierschalen erinnern mich total an meine Kindergartenzeit (bitte nicht falsch verstehen); da haben wir oft Kresse oder andere kleine Setzlinge heran gezogen. 🙂

    LG
    Nika

    • antworten Nadine 27. März 2015 at 4:20

      Ich verstehe das ganz und gar nicht falsch 🙂 Ich würde das ganz genau so auch mit meinen Kindern machen, wenn ich eines Tages welche habe. Und bis dahin erfreue ich mich selbst dran 🙂

  • antworten ELBKÖCHIN 27. März 2015 at 8:46

    Echt süß!! Sag mal, was ist Ananaskirsche??? Sind das Kräuter?? Liebe Grüße, Bianca

    • antworten Nadine 27. März 2015 at 8:54

      Ich habe keine Ahnung 😀 Ich hab noch nie welche gegessen, sie sehen ähnlich wie Physalis aus – ich bin gespannt! 🙂

  • antworten Tammy 4. April 2015 at 18:21

    Was für eine schöne Idee!

  • antworten Charlotte Leonie 8. April 2015 at 17:04

    Das sieht richtig süß aus! Werd ich bestimmt bald mal ausprobieren. 🙂

  • antworten Anonym 19. Mai 2015 at 15:30

    eine super idee meine tochter hat das auch so gemacht und ich selber mach es noch genauso:-)

  • antworten Bonny 7. März 2016 at 10:27

    Sieht nicht nur sehr süß aus, sondern ist auch noch praktisch – werd ich ausprobieren. Ich will dieses Jahr auch alles selbst ziehen. Nachdem ich schon das Kresse und Sprossen ziehen für mich entdeckt hab, mach ich jetzt mit Salat und Co. weiter. Meinen Avocado-Kern vom Frühstück hab ich auch gleich eingepflanzt. Das Schöne ist halt echt zuzusehen, wie die Sachen dann gedeihen. Finde das hat so was meditatives, entspannendes 🙂

    Liebe Grüße
    Bonny

  • antworten Daniela 22. März 2016 at 23:18

    Oh super! Bei mir steht in Kürze die Anzucht meines Gartens auf der Liste und ich war noch am überlegen wo ich die Pflänzchen am sinnvollsten hochziehe. Jetzt muss ich mir nur noch ein praktikables Mehrebenensystem überlegen 😉

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