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Steinpilzrisotto mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele

17. Januar 2017

Steinpilzrisotto mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele

Werbung // Was für ein Auftakt! Für meinen ersten Job in diesem Jahr habe ich mir allerfeinstes Soulfood überlegt. Ein cremiges Steinpilzrisotto, das mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele verfeinert wird. Das ist nicht nur unfassbar lecker, sondern passt auch perfekt zu meinem Vorsatz, die Dinge etwas ruhiger anzugehen. Auf ein Risotto muss man sich einlassen – das kocht nicht von selbst nebenher. Das permanente umgerührt-werden, das es braucht, um gut zu werden, hat fast schon meditative Züge. Wer sich also gestresst fühlt, bekommt von mir nun folgende Hausaufgaben: kocht dieses Risotto nach.

Grana Padano

Steinpilzrisotto mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele

Weil getrocknete Steinpilze verwendet werden, hat dieses Essen quasi ganzjährig Saison. Gut, ich gebe zu, regionale Kost ist es nicht unbedingt, da sowohl der Prosciutto di San Daniele als auch der Grana Padano aus Italien stammen. Aber dafür kauft man hier eine ganz besondere Qualität, denn beide erhielten 1996 als eine der ersten Produkte das Gütesiegel „g. U.“ (geschützte Ursprungsbezeichnung) der Europäischen Union. Um diesen Status zu erreichen, müssen alle Produkte strenge Produktionsbestimmungen erfüllen, denn diese Bezeichnung dürfen nur Produkte tragen, die aus einer streng definierten geografischen Region stammen und unverwechselbare Verarbeitungstechniken vorweisen, die mit dieser Region verbunden sind.

Prosciutto di San Daniele

Der Prosciutto di San Daniele wird zum Beispiel aus dem Fleisch von italienischen Schweinen hergestellt, ausschließlich mit Meersalz behandelt und enthält weder Zusatzstoffe noch Konservierungsmittel. Dafür, dass diese Bedingungen eingehalten werden, sorgen die Konsortien, die jeden Produktionsschritt überwachen. Auch beim Grana Padano achten sie darauf, dass der Käse einen guten Geschmack hat und dass alle Herstellungs- sowie Qualitätsrichtlinien eingehalten werden. Das Qualitätssiegel wird rundherum in die Rinde des Laibes eingebrannt, daran erkennt man das Original. Die Bezeichnung Grana lässt sich übrigens auf seine körnige Struktur zurückführen, da granuloso auf deutsch körnig bedeutet. Diese Beschaffenheit macht ihn zu einem perfekten Begleiter für Pasta oder eben das Risotto, von dem ich euch jetzt verrate, wie ihr es kocht.

Steinpilzrisotto mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele

Steinpilzrisotto mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele

Zutaten für zwei Personen

  • eine große Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
  • eine Knoblauchzehe, in kleine Stücke gehackt
  • 50 g getrocknete Steinpilze
  • 250 g Risottoreis
  • Olivenöl
  • 400 ml Gemüsebrühe oder Gemüsefond
  • 200 ml trockener Weißwein
  • 50 g Grana Padano, frisch gerieben + ein paar Hobel
  • zwei Esslöffel Butter
  • Salz, frisch gemahlener Pfeffer
  • ein paar Scheiben Prosciutto di San Daniele
  • ein kleiner Zweig frischer Thymian

Die getrockneten Steinpilze für eine halbe Stunde in etwa 500 ml heißem Wasser einweichen, danach leicht abtropfen lassen, grob hacken und 200 ml des Einweichwassers auffangen. Die Gemüsebrühe oder den Gemüsefond mit dem Einweichwasser erhitzen. In einem anderen Topf einen Esslöffel Olivenöl erhitzen, die Temparatur drosseln und die Zwiebeln und den Knoblauch ein paar Minuten dünsten. Den Reis einrieseln lassen und die Temparatur wieder höher stellen – ständig rühren, damit der Reis nicht brät und sobald er etwas glasig wird, mit dem Weißwein ablöschen. Nun immer weiter rühren, bis der Wein komplett verkocht ist, dann eine Schöpfkelle des Fonds und die gehackten Pilze zum Reis geben und die Temparatur drosseln, so dass es nur leise vor sich hin blubbert.

Sobald die Brühe verkocht ist, wieder eine Schöpfkelle nachgießen und so solange verfahren, bis die Brühe leer ist. Das Risotto immer schön rühren, dann wird es wunderbar cremig. Nach ca. 20 Minuten sollte der Reis weich sein, aber noch etwas Biss haben – dann ist das Risotto perfekt. Nun noch mit etwas Salz und Pfeffer würzen, den Topf vom Herd nehmen und die Butter, den Grana Padano und die Thymianblättchen vorsichtig einrühren. Den Deckel auf den Topf setzen und das Risotto zwei Minuten ziehen lassen – fertig! Dann sofort mit Prosciutto di San Daniele servieren und etwas Grana Padano frisch darüber hobeln.

Steinpilzrisotto mit Grana Padano und Prosciutto di San Daniele

Ich liebe einfach gutes Essen – so ein Teller ist für mich pure Glückseligkeit. Umso schöner, dass ich durch meinen Job so oft hinter die Kulissen der Nahrungsmittel schauen kann und euch ein bisschen was darüber erzählen kann. Wir alle konsumieren jeden Tag Unmengen auf unseren Tellern und machen uns so wenige Gedanken über alles, was dahintersteckt. Wenn man sich mal mit der Thematik befasst und sich bewusst macht, was für eine lange Reise zum Beispiel ein Stück Grana Padano vom ersten Schluck Milch bis ins Supermarktregal hinter sich hat und wie viel Leidenschaft darin steckt, hobelt man ihn gleich ganz anders auf sein Risotto. Wenn ihr noch ein wenig mehr über die Herstellungsverfahren erfahren möchtet oder noch auf der Suche nach weiteren Rezeptideen seid, werdet ihr auf den Seiten der beiden Konsortien ( www.granapadano.it und www.prosciuttosandaniele.it) fündig.

Habt es schön!
Nadine

Dieser Post ist in Zusammenarbeit mit www.granapadano.it und www.prosciuttosandaniele.it entstanden. Lieben Dank für die schöne Zusammenarbeit – es war mir eine Freude!


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10 Kommentare

  • antworten Nora 17. Januar 2017 at 12:43

    Thermomiiiiiix! Ich mach unser (Steinpilz)Risotto immer im TM …. du nicht auch ab und an??
    Liebe deine Rezepte!

    GGLG Nora

    • antworten Dreierlei Liebelei 17. Januar 2017 at 16:08

      Also, wenn ich jetzt ehrlich bin, fand ich das eine Risotto, das ich im Thermomix gekocht habe, nicht soooo überzeugend. Das schmeckt mir aus dem Topf irgendwie besser… Vielleicht probiere ich es trotzdem noch mal 🙂

  • antworten Berit 17. Januar 2017 at 14:51

    Liebe Nadine,
    das Rezept klingt wunderbar! Aber deine Fotos sehen noch appetitlicher aus. Dein Fotostil ist ganz schön schön <3

    viele Grüße
    Berit

  • antworten Sabine Korpan 18. Januar 2017 at 18:15

    Liebe Nadine,
    Grana Padano und San Daniele Schinken liegen bei mir fast immer im Kühlschrank.
    So lecker, hach …
    Ein schönes Rezept hast Du da entwickelt.
    Das werde ich mir am Samstag kochen, vielen Dank!
    Herzliche Grüße an Dich,
    Sabine

    • antworten Dreierlei Liebelei 18. Januar 2017 at 18:18

      Das freut mich sehr! ♥ Gib Bescheid, wie es dir geschmeckt hat! Und selbstverständlich wie hoch der Entspannungsfaktor beim Kochen war… 😉

  • antworten unser kleiner Mikrokosmos 20. Januar 2017 at 20:30

    Hallo Nicole,
    oh sieht das lecker aus. Ich liebe Risotto. Leider kann meine Tochter keine Plize vertragen, aber ich werde das Risotto für meinen Mann und mich nachkochen. Vielen Dank fürs Teilen.
    Liebe Grüße
    Silke

  • antworten Martina 31. Januar 2017 at 11:38

    Mmmmh, Risotto ist sehr beliebt bei uns daheim! Vor allem mit viel frisch geriebenen Käse drin! Ich habe immer ein Stück Grana Padano im Kühlschrank, länge hält er aber bei uns nie….
    Da ich keinen Thermomix habe und haben will, stehe ich also neben meinem Topf und rühre… Das schmeckt man, finde ich.
    LG
    Martina

  • antworten Andrea 8. Februar 2017 at 19:28

    Oh sehr lecker. Ein guter Proscuttio gehört hin und wieder auf das „Jausenbrett“ und macht sich super im Risotto ^^
    Was hältst du denn von Risotto mit Minze und Mandarinenstückchen? Klingt tatsächlich sehr gewöhnungsbedürftig, ist aber unschlagbar! Die russische Küche vermixt gerne herbe Geschmäcker mit zitronigem. Alleine, wenn ich dran denke, hm. Dein Risotto hat mich direkt daran erinnert, was ich letztens in einem der Kochbücher gelesen habe 😀

  • antworten Verena 12. Februar 2017 at 20:10

    Liebe Nadine,

    Deine tollen Bilder haben mich dazu verleitet zum ersten Mal Risotto zu kochen.
    Das Resultat – es war mega lecker und hat uns ein köstliches Sonntagsessen beschert.
    Dafür möchte ich Dir danken!!

    Liebe Grüße
    Verena

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