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Thailändische Hühnersuppe mit Kokosmilch {Tom Kha Gai}

19. Januar 2014
Thailändische Suppe

 

Vor kurzem überkam mich allerheftigstes Fernweh der besonders schlimmen Sorte und unbändige Lust auf eine Thailändische Suppe. Ich dachte an unsere Flitterwochen und daran, wie der Liebste und ich uns in Bangkok bei strömendem Regen unterstellten und eine halbe Stunde später bei Sonnenschein durch die Pfützen hüpften. Wie wir mit dem Tuktuk vom Königspalast zur Khao San Road fuhren und dort im Schneidersitz auf dem Gehweg sitzend unser Phad Thai mit Garnelen gegessen haben. Wie wir völlig überwältigt über den Chatuchak-Markt liefen und uns den halben Tag von irgendwelchen Kleinigkeiten, die die Verkäufer anboten, ernährten.

Thailändische Suppe

 

Ich dachte an die Unmengen Ananas und Mangos, die wir gegessen haben. An den weißen Sand und das türkisblaue Wasser auf Tup Island. An die Cocktails, die wir getrunken haben und die Tränen, die wir beschwipst in unserer Stammbar auf Koh Lanta gelacht haben. An Nemo, den wir auf einem Schnorchelausflug vor Koh Rok trafen und an die vielen, kleinen Einsiedlerkrebse, an die ich mein Herz verloren habe.

Thailändische Suppe

 

Ich habe an unser Hotelzimmer gedacht, von dessen Terrasse wir in den Pool hüpfen konnten und an die Sonnenuntergänge, die den Himmel in sämtliche Farben tauchten, die das Gelb-Orange-Rot-Pink-Violett-Farbspektrum hergibt. Also, ihr seht schon: schwerer Fall von sehr großem Fernweh. Ich habe mir selbst zur ersten Beruhigung eine kleine Städtesreise nach Köln verschrieben (da bin ich übrigens gerade noch, wenn ihr das hier lest) und weil das nur ein bisschen geholfen hat, direkt ein paar neue (große) Urlaubspläne geschmiedet und ein leckeres, asiatisches Süppchen gekocht. Kennt ihr Tom Kha Gai? Das ist eine thailändische Hühnersuppe mit Kokosmilch und jeder Menge aromatischer Gewürze. Leicht scharf, etwas säuerlich-süß und salzig – wirklich eine wunderbare Kombination!

Thailändische Suppe

Thailändische Suppe mit Huhn, Gemüse mit Kokosmilch
{Tom Kha Gai}

Abwandlung dieses Rezepts
Zutaten für zwei Personen
800 ml Kokosmilch
500 ml Geflügelfond
drei Stängel Zitronengras
ein etwa fünf cm großes Stück Galgant (geschält, in Scheiben geschnitten)
drei rote Chilischoten
drei Esslöffel Fischsauce
acht Kaffir-Limettenblätter
400 g Hühnerbrustfilet (nicht klein schneiden)
100 g Champignons, geviertelt
100 g Zuckerschoten, halbiert
Saft von ein bis zwei Limetten
ein Teelöffel brauner Zucker
Koriander
evtl. weitere, in feine Streifen geschnittene Chilischoten (je nach gewünschtem Schärfegrad)

Anmerkung:
Das Zitronengras, der Galgant und die Limettenblätter sind Würzzutaten und werden nicht mitgegessen. Wen es nicht stört, die Zutaten beim essen beiseite zu legen, kann sie während der kompletten Garzeit in der Suppe lassen. Wen die Zutaten beim essen stören, kann sie mit einer Schaumkelle aus der Suppe fischen, bevor die
Champignons und Zuckerschoten dazukommen.

Das Zitronengras putzen, in etwa fünf cm lange Stücke schneiden und mit dem Messerrücken leicht anquetschen. Den Fond und die Hälfte der Kokosmilch zum Kochen bringen, das Zitronengras, den Galgant, die Limettenblätter und die Chilis hineingeben, mit der Fischsauce würzen und zehn Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Hühnerbrustfilets (ganz) in die Suppe geben und weitere zehn Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Die Champignons und Zuckerschoten hinzufügen und weitere fünf bis zehn Minuten kochen, bis das Hühnchen gar ist. Dann das Fleisch herausholen, in mundgerechte Stücke schneiden und wieder zurück in die Suppe rühren. Die restliche Kokosmilch einrühren und mit Limettensaft, Zucker und Fischsauce abschmecken. Mit dem Koriander garnieren und je nach gewünschtem Schärfegrad mit weiteren, in feine Streifen geschnittene Chilischoten bestreuen.

Man kann die Suppe auch mit Reis servieren – in dem Fall reicht sie für vier Personen.

Thailändische Suppe

 

Die Zutaten für die Suppe bekommt ihr im gut sortierten Asialaden. Vor allem die Kaffir-Limettenblätter geben den typischen Geschmack, den wir in Thailand so sehr liebten. Probiert es mal aus! Und weil vom Asia-Einkauf bei mir noch eine Menge übrig war, wird der nächste Post auch wieder asiatisch – keine Sorge also vor übrig gebliebenem Galgant, Zitronengras und Co. Besser noch: packt gleich noch Reispapier und Reisnudeln ein. Ich verrat euch dann am Mittwoch, wofür ihr das braucht.

Thailändische Suppe

 

Kennt ihr noch mehr Thai-Gerichte? Vor allem ein richtig authentisches Curry würde mich brennend interessieren. Ich glaube nämlich, unseres ist doch etwas sehr eingedeutscht…

Habt es schön!
Nadine

P.S.: Wer möchte, findet meine Posts über Thailand hier: Bangkok, Krabi und Koh Lanta

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24 Kommentare

  • antworten Henriette 19. Januar 2014 at 9:08

    Oh, vielen Dank für dieses tolle Fernweh-Rezept. Ist es nicht toll, dass man sich mit einem leckeren Essen tatsächlich in die große weite Welt träumen kann?!

    Liebe Grüße von Henriette

  • antworten Ronja 19. Januar 2014 at 9:22

    Das sieht super lecker aus und ich grinse gerade ein wenig in mich hinein ;), warum? : http://ronja-myworld.blogspot.de/2014/01/asia-soup.html
    Lg Ronja

  • antworten Kathy 19. Januar 2014 at 10:31

    Das sieht nicht nur wahnsinnig lecker aus, das klingt auch noch nach Geschmacksurlaub!
    Ich liebe die Thailändische Küche, habe aber leider noch kein Kochbuch gefunden das mich wirklich mit seinen Gerichten überzeugen konnte…
    Ich habe jetzt Hunger!

  • antworten Doris M. 19. Januar 2014 at 10:55

    Eine Suppe zum Hineinlegen – und in deinen Wintersalt hab ich mich auch noch verliebt . . . Und die traumhaften Fotos erst, da kann ich meine gar nicht mehr anschauen ;O)
    Schönen Sonntag,
    Doris

  • antworten Leonie Engel 19. Januar 2014 at 11:50

    Wow, sieht unglaublich lecker aus 😉
    Muss ich gleich mal nachmachen!

    Leonie

  • antworten lebedeinentraum 19. Januar 2014 at 11:52

    Oh so lecker sieht das aus. Mein Mann kocht auch gerne mit Curry. Er kauft die Currypaste beim Feinkostladen, die lauter gute Gewürze verkaufen. Beim Essen bekommt man dann immer das Fernweh inklusive.

    Einen schönen Sonntag dir in Köln.

    Liebe Grüsse
    Nicole

  • antworten Madline 19. Januar 2014 at 13:22

    Die Bilder sehen genial aus! Gegen einen Urlaub in Thailand hätte ich jetzt auch nichts einzuwenden 🙂

  • antworten einfallsReich amy k. 19. Januar 2014 at 13:42

    oooooh, wie ich das nachfühlen kann… na toll, jetzt habe ich auch fernweh!!!!!
    ich liebe diese suppe und natürlich gibt es auch bei mir ein rezept dazu. als ich in vietnam war, war ich soooo begeistert, dass ich da einen kleinen eintägigen kochkurs gemacht hab.
    sei herzlichst gegrüßt & mit guten wünschen bedacht
    amy

  • antworten lunasphilosophy 19. Januar 2014 at 14:59

    Wow. Deine Erinnerungen hören sich an, wie die Werbeempfehlung eines Reiseveranstalters. Jetzt will ich auch nach Asien. Allerdings wählst du ja sogar Köln als sehenswertes Reiseziel aus, und ich komme aus (und lebe in) Köln. Also kann es mir so schlecht gar nicht gehen. :o)

    Liebe Grüße von der Natali aka Luna ♥

  • antworten Sarah ♡ 19. Januar 2014 at 15:25

    Mhh sieht super lecker aus!

  • antworten Chèvre culinaire 19. Januar 2014 at 16:47

    Oh, was für zauberhafte Fotos. Und deine Erinnerung haben in mir auch das Fernweh geweckt. Eines meiner liebsten Thairezepte ist Gai Phad Met Mamuang. Kennst du das? Kann es nur empfehlen 🙂 Alles Liebe, Anne

  • antworten magnolia 19. Januar 2014 at 16:56

    die fotos sind SO genial, meine liebe! und ich würd das jetzt gerne essen und hab sooo bock auf pad thai. seit wochen schon, ah!

  • antworten Steffi 19. Januar 2014 at 20:03

    or sieht das lecker aus 😀 aber Kokos ist leider gar nicht meins und ich habs wirklich in allen Varianten schon probiert^^ nie hat es mich überzeugt..
    aber ich denke mal ohne Kokos schmeckts sicherlich gar nicht.

    lg steffi
    Little Things

  • antworten Backe Backe Wohnen Andy 19. Januar 2014 at 20:46

    mhmm… ich liebe Thai, und ich liebe diese Suppen 🙂 lg Andy

  • antworten Nadine 20. Januar 2014 at 7:48

    @Steffi (Little Things), da die Suppe eigentlich hauptsächlich aus Kokosmilch besteht, ist sie dann wohl leider tatsächlich nichts für dich und mir fällt leider auch nichts ein, wodurch man die Kokosmilch ersetzen könnte…

    • antworten Schellenursli 8. März 2016 at 13:55

      Doch, es gibt eine ähnliche Suppe ohne Kokosmilch: Tom Yam, mit Riesengarnelen zubereitet ist es meines Wissens die thailändische Nationalsuppe und heisst Tom Yam Gung bzw. Tom Yam Kung (ต้มยำกุ้ง). Mit Huhn zubereitet heisst sie Tom Yam Gai, mit Fisch Tom Yam Pla.

  • antworten raspberrysue 20. Januar 2014 at 9:39

    Liebe Nadine, eine wunderbare Beschreibung von Bangkok, die du da gibst…ich habe in dieser Stadt eine Weile gelebt und viele Dinge, die du über Bangkok schreibst, treffen nicht nur bei einem kurzen Urlaub genau zu. Ich liebe den Chatuchak. Und Tom Kha Gai war und ist mein allerliebsten Thai-Essen, auch wenn ich viel thailändisch koche. Auch authentische Currys, deren Zubereitung ich dort in einem Kochkurs gelernt habe. Davon kommt bald sicher mal eins auf meinen Blog.
    Ich kann dir nur empfehlen, Bangkok wieder zu besuchen, diese Stadt ist zwar mit Klischees behaftet, bietet aber alles, was das Herz begehrt und wird nie langweilig. Liebe Grüße, Carina

  • antworten water-joy 20. Januar 2014 at 10:44

    vom Rezept mal abgesehen, sind die Fotos ja mal der oberhammer!

  • antworten Glory 20. Januar 2014 at 11:28

    Oh wie lecker… ich könnte jetzt auch ne Suppe brauchen, es ist heute wieder soooo kalt draußen. Danke für das tolle Rezept.

    LG Glori

  • antworten Resimli Yemek Tarifleri 20. Januar 2014 at 18:42

    Dass suppe sieht sehr schön aus wir haben auch gekocht beim kalten wetter ist noch mehr lecker !!!!

  • antworten StyleKULTUR 21. Januar 2014 at 9:42

    Sehr sehr lecker schaut das Süppchen aus!

    Alles Liebe,

    Sarah

  • antworten Beauty Butterflies 21. Januar 2014 at 13:41

    Ich LIEBE Tom Kha Gai! Das sollte ich mir auch mal wieder kochen 🙂

  • antworten Thailändische Hühnersuppe mit Kokosmilch (Tom Kha Gai) – Deutsches Suppeninstitut 8. August 2016 at 11:44

    […] Eine geballte Ladung Aromen aus dem fernen Thailand, die garantiert Urlaubsstimmung verbreitet! Zu finden bei Nadine auf ihrem wunderbaren Blog  ‘Dreierlei Liebelei’, das Rezept gibt es hier . […]

  • antworten Lea 23. November 2016 at 14:48

    Habe Tom Kha Gai das erste Mal auf meiner Thailand Rundreise probiert und es war soooo so lecker. Jetzt muss ich es wirklich auch mal versuchen selbst zu kochen. Danke für dein Rezept. Mir tropft schon der Zahn.

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