Brote und Brötchen Food Gesundes Hauptgerichte Salate

Wintersalat + selbstgebackene Brötchen

16. Januar 2015
Salat mit Orange und Rotkohl

Nach fast vier Jahren Dreierlei Liebelei gehen mir wohl langsam die Ideen aus. Wie sonst sollte ich erklären, dass sich mein Redaktionsplan nun einfach jedes Jahr wiederholt? Vor einem knappen Jahr gab es nämlich eine ziemlich identische Headline und ich erlaube mir, euch heute einfach wieder einen Wintersalat vorzusetzen. Statt selbstgebackenem Brot, gibt es dieses Mal selbstgebackene Vollkorn-Brötchen. Ein Ausmaß an Kreativität, nicht wahr?

Orangen

Aber hey, ich muss mich jetzt einfach wirklich mal dafür einsetzen, dass im Winter mehr Salat gegessen wird. Dieses Image vom Hasenfutter hat er einfach nicht verdient. Wie Conny bei ihrem (extrem gutaussehendem) Wintersalat-Exemplar hier schon ganz gut beschrieben hat: haltet euch fern von eingeschweißtem Eisbergsalat und Gewächshaustomaten und holt euch dafür die bunten Schätze, die jetzt gerade Hochsaison haben, in den Einkaufskorb. Diese leuchtenden Orangen können mit ein bisschen Phantasie doch fast schon als Sonnenersatz durchgehen. Findet ihr nicht auch? Und diese Farbe vom Rotkohl… wer kann denn da noch ernsthaft über das Grau-in-Grau draußen debattieren? Innerhalb von ein paar Minuten kannst du dir einfach selbst ein bisschen Farbe ins Leben und auf den Teller holen.

Wintersalat mit Orange, Rotkohl, Walnüssen und Feta

Wintersalat

Zutaten pro Person
eine Orange und eine Blutorange (oder einfach zwei Orangen, wie ihr mögt)
eine Hand voll in feine Streifen geschnittenen Rotkohl
eine Hand voll Babysalat-Blätter (oder jede andere Blattsalatsorte, Feldsalat oder ähnliches)
ein kleines Stück Feta, mit den Händen zerbröselt
etwa drei Walnüsse, grob gehackt
Saft einer halben Orange
ein Esslöffel sehr gutes Olivenöl
frisch gemahlener Pfeffer

Die Orangen zuerst in Scheiben schneiden, die Schale mit einem scharfen Messer entfernen und die Scheiben auf einem Teller oder einer Platte verteilen. Den Salat gründlich waschen, trockenschleudern und auf den Orangenscheiben verteilen. Die Rotkohlstreifen (schneidet die besser etwas feiner als auf meinen Fotos) ebenfalls verteilen und zum Schluss mit den Walnüssen toppen und den Feta darüberbröseln. Den Orangensaft und das Olivenöl einfach jeweils gleichmäßig über den Salat träufeln und frischen Pfeffer darüber mahlen.

 

Rezept für Wintersalat

Dazu gab es bei mir selbstgebackene Brötchen – die gehen ziemlich einfach, müssen aber bereits am Vorabend vorbereitet werden. Deshalb ist das eher nicht für spontane Salatliebeleien geeignet. Wunderbar passen aber auch ein paar Croutons. Dafür einfach den Backofen auf 200° C (Oberhitze oder Grillfunktion) vorheizen, ein bis zwei Scheiben Brot (kann auch schon etwas älter sein) in kleine Würfel schneiden und mit einem Esslöffel Olivenöl verrühren. Die Brotwürfel auf einem mit Backpapier belegten Backblech verteilen und für etwa acht Minuten ins obere Drittel des Backofens schieben – immer mal wieder nachschauen, dass nichts verbrennt. Wenn die Brotwürfel goldbraun und knusprig sind, das Backblech herausnehmen und die Würfel auf dem Salat verteilen.

Rezept für selbstgebackene Brötchen

Aber trotzdem ist hier noch das Rezept für die Brötchen:

Selbstgebackene Brötchen

Zutaten für neun Stück
350ml lauwarmes Wasser
ein halber Würfel Hefe
500 g Mehl (bei mir eine Mischung aus Dinkel-Vollkorn- und Roggen-Vollkornmehl)
zwei Teelöffel Salz

Die Hefe in einer großen Rührschüssel im lauwarmen Wasser auflösen und kurz stehen lassen. Dann das Mehl und das Salz dazugeben und alles etwa fünf Minuten mit den Knethaken des Handrührgeräts oder einer Küchenmaschine kneten. Die Schüssel mit einem Geschirrhandtuch abdecken und den Teig über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Am nächsten Morgen aus dem Teig neun kleine Brötchen formen. Man kann einfach den Teig mit etwas Mehl bestäuben, mit einem Löffel aus der Schüssel stechen und die Brötchen dann so wie sie sind, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. So bekommen sie einen rustikalen Charme. Jetzt den Backofen auf 220°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und die Brötchen solange noch gehen lassen, bis der Ofen heiß ist. Dann für ca. 20 Minuten backen.

Ursprungsrezept von Lykkelig

Blutorange

Den Salat mag ich übrigens so sehr, dass es den nun heute zum dritten Mal in Folge gibt. Für morgen muss ich mir dann überlegen, was ich aus dem übrigen, halben Rotkohlkopf mache, der noch in unserem Kühlschrank schlummert. Ideen, Anregungen? Immer her damit!

Habt es schön!
Nadine

P.S.: Kurze Werbung in eigener Sache – am 23. Januar bin ich in Köln und vom 6. – 8. Februar in Hamburg! Wenn du dort wohnst und vor meine Kamera möchtest, schreib mir an hallo@nadineburck.de. Ich würde mich freuen!

P.P.S.: Da ich immer wieder nach meinem Equipment gefragt werde, habe ich einen extra Link in die Navigation eingebaut. Hier erzähle ich euch, welche Kamera, Objektive und Tageslichtlampen ich benutze.

Das könnte dir auch gefallen:

27 Kommentare

  • antworten Selina 16. Januar 2015 at 7:13

    Dein Salat und die Brötchen sehen ja herrlich aus!
    Wie wär es denn mit einer Art Rouladen, Knödl und dazu den Apfel-Blaukraut zu machen? Ich persönlich finde Semmelknödl ja sehr lecker.
    Ich habe schon einige Rezepte von dir getestet und bisher ist noch nichts schief gegangen. Salat-Ideen fehlen mir regelmäßig, daher freue ich mich immer wieder über neue Anregungen.
    Wie wär denn mal wieder eine Torte?
    Lieben Gruß 🙂

    • antworten Martin Hirsch 20. Januar 2015 at 14:39

      Ja das find ich auch!

    • antworten Nadine 20. Januar 2015 at 14:52

      Liebe Selina, das freut mich sehr, dass du schon einiges ausprobiert hast 🙂 Die Knödel-Rotkohl-Zeit ist für mich irgendwie auf vor Weihnachten limitiert – da liebe ich das auch. Im Januar mag ich es aber irgendwie nicht mehr essen… Aber so ein Törtchen könnte ich tatsächlich mal wieder machen, da hast du Recht!

      Liebe Grüße

  • antworten Dani 16. Januar 2015 at 7:37

    Guten Morgen – der Salat seht super lecker aus !!!
    Und dass sich dein Redaktionsplan "wiederholt" stört doch niemanden 😉

    Wünsche dir einen wunderbaren Tag !
    grüßle
    Dani

  • antworten Franzi von spoon and key 16. Januar 2015 at 7:40

    Wenns lecker schmeckt, kann sich der Speiseplan doch ruhig mal wiederholen! 😉 Bei mir gab's gestern auch Salat… So ein schöner Wintersalat ist eben genau das richtige, damit man fit bleibt 🙂

    Liebe Grüße!
    Franzi

    Ps.: Hast du einen Tipp, wo man so schöne Holz-Fotohintergründe bekommt??

    • antworten Nadine 20. Januar 2015 at 14:38

      Liebe Franzi, da musst du die Augen auf Baustellen oder beim Sperrmüll offenhalten 🙂 Meinen habe ich von Vera (Nicest things) geschenkt bekommen – die hat ihn, soweit ich weiß, mal beim Sperrmüll mitgenommen.

  • antworten HIMMELSSTÜCK 16. Januar 2015 at 10:08

    Hmmmhh…da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen! Schönes Rezept und tolle Bilder! VG, Rahel

  • antworten Frau P 16. Januar 2015 at 10:34

    wow sieht der lecker aus!
    LG von Frau P

  • antworten Sarah 16. Januar 2015 at 10:42

    Von mir aus kannst du nur so herrliche Salate posten! Das sieht wunderbar aus und schmeckt bestimm auch richtig gut. Na gut, lieber nicht nur Salat, denn sonst werde ich deine ganzen anderen Leckereien vermissen 😉

  • antworten Mimi Nordlicht 16. Januar 2015 at 11:10

    Liebe Nadine,
    Der Salat sieht total lecker aus. Und nach dem ganzen Festtags-sich-den-Bauch-vollschlagen kommt so ein leichter Salat mit ein paar extra Vitaminen genau richtig!
    Liebe Grüße, Mimi

  • antworten Carina TheGoldenAvenue 16. Januar 2015 at 11:13

    Auch wenn viele das nicht verstehen mögen, ich liebe Orangen im Salat. Das ist irgendwie ein Gefühl von Sommer und so herrlich fruchtig. Mmmh mir läuft das Wasser im Mund zusammen wenn ich mir deinen Bilder nochmal anseh.
    Alles Liebe, hab ein schönes Wochenende
    Carina von the golden avenue

  • antworten [blick]lieblinge 16. Januar 2015 at 12:29

    Liebe Nadine…da ich deinen Beitrag über den Wintersalat vom vorigen Jahr nicht gelesen habe, freue ich mich umso mehr über das tolle Rezept. Da ich ein riesiger Salatfan bin, jetzt gerade Mittagszeit ist, ich noch nichts gegessen habe und deine Fotos so ansprechend auf dem Bildschirm flattern, habe ich jetzt einen riesigen Appetit genau auf diesen Salat :-)! Danke dir für das Rezept.
    Alles Liebe, Marlies

  • antworten Corinne von Coco's Cute Corner 16. Januar 2015 at 14:19

    Bei so tollen Farben hat man nicht das Gefühl, dass Winter ist. Salate kann ich ohnehin das ganze Jahr über essen. Da findet sich immer eine Variante, die saisonal passt. Deinen werde ich bestimmt auch bald teste.
    Alles Liebe,
    Corinne

  • antworten Chrissi 16. Januar 2015 at 17:47

    Oh ja, das mit dem Rotkohl kenn ich, ich hatte von Weihnachten auch Rotkohl übrig und habe dann noch tagelang davon gegessen, jetzt kann ich keinen mehr sehen ;o)
    Ich hatte daraus eine Art Coleslaw, Rotkohlrisotto, eine Gemüsepfanne und das typische Rotkraut gemacht. War alles sehr lecker.
    Liebe Grüße
    Chrissi

    • antworten Nadine 20. Januar 2015 at 14:52

      Merci für die Inspiration! 🙂

  • antworten Nina 17. Januar 2015 at 5:09

    Das sieht nicht nur gut aus, ich bin mir sicher, es schmeckt auch sehr gut. Deswegen werd ich mir das mal flink abspeichern:0) Und die Brötchen muss ich auch unbedingt mal ausprobieren. Vielen lieben Dank, LG Nina

  • antworten Luisa 17. Januar 2015 at 11:27

    Ich essen sehr gerne Salat und liebe alle verschiedenen Kombinationen, dieses Rezept sieht wirklich sehr köstlich aus!

    Liebste Grüße
    Luisa

  • antworten Miri 18. Januar 2015 at 0:21

    So ein Wintersalat passt einfach perfekt in den Januar, da ist es vollkommen in Ordnung wenn du jedes Jahr wieder einen ähnlichen postest. Deine Bilder sind richtig schön. Hab einen ähnlichen Hintergrund kürzlich auch vom Sperrmüll vom Nachbarn ergattert. Habe mich wahnsinnig über die paar Bretter gefreut 😉

    Lieber Gruß,
    Miri

    • antworten Nadine 20. Januar 2015 at 14:51

      Ja, das Gefühl kenn' ich gut, wenn man sich über Zeug freut, das andere für Müll halten 😉

  • antworten Tonkabohne Sabine 18. Januar 2015 at 7:58

    Liebe Nadine,
    Dein Wintersalat gefällt mir sehr, lecker!!!
    Herzliche Grüße,
    Sabine

  • antworten SelbstgemachteDinge 18. Januar 2015 at 8:33

    Liebe Nadine,
    mit viel Vitamine ins neue Jahr – find´ich gut. Salat kann sich doch gar nicht oft genug wiederholen 😉
    Ganz herzliche Grüße,
    Manuela

  • antworten Vanessa 18. Januar 2015 at 16:20

    Sieht fantastisch aus, und klingt verdammt lecker! <3

  • antworten Neri 18. Januar 2015 at 16:56

    Sieht das lecker aus!

    Neri

  • antworten Werkstatt officina 18. Januar 2015 at 18:40

    Wie lecker sieht dieser Salat aus!!! Nächste Woche wird er nachgemacht..
    Liebe Grüße Helene

  • antworten olles Himmelsglitzerdings 19. Januar 2015 at 9:32

    Mit Rotkraut mache ich neben Salat sehr gerne Krautfleckerl. Ich finde sie schmecken mit Rotkohl noch besser als mit Weißkohl, ausserdem ists einfach noch einen viel schönere Farbe. 🙂

    Dein Salat sieht sehr lecker aus.

    Viele Grüße
    Anita

  • antworten Verona 22. Januar 2015 at 18:30

    Ich habe diesen Blog gerade durch Zufall entdeckt, weil ich nach neuen kreativen Rezepten gesucht habe – und jetzt merke ich, dass ich hier genau richtig bin. Es macht überhaupt nichts, wenn es Ähnlichkeiten zum letzten Jahr gibt, weil es auch neue Blogleser gibt wie mich, die sich über alles freuen! Vielen Dank für das mega leckere Rezept

  • antworten Anonym 26. Januar 2015 at 9:48

    Liebe Nadine,
    ich bin eigentlich nicht so der "Kommentareschreiber" – aber diesmal kann ich nicht umhin, da ich diesen Salat bereits zweimal, zuletzt gestern, gemacht habe.
    Es ist Wahnsinn, anders kann man es nicht beschreiben – alle die ihn noch nicht probiert haben, sind definitiv um ein Geschmackserlebnis ärmer. 🙂
    Als Salatvariation benutze ich Rucola und Chinakohl. Vom Olivenöl nehme ich einen Löffel mehr und mit dem Feta bin ich auch etwas größzügiger.
    Wie gesagt, ich bin begeistert von diesem Salat…er lässt mich nicht mehr los 😉
    Vielen Dank für dieses Rezept – und weiter so!
    LG Annekatrin

  • Schreibe eine Antwort